|
<< Click to Display Table of Contents >> Navigation: Fakturierung > Intrastat - Stapeldruck (Ausfuhr) |
Aufruf der Maske:
Anwendung - Fakturierung - Intrahandelsstatistik-Stapeldruck (Ausfuhr)
Neue Regelungen bei der Intrastat
Seit 01.01.2022 hat sich das Format der Intrastat-Meldung geändert. Bitte beachten Sie, dass Sie hierzu die Majesty Version 36.2 oder höher mit dem letzten Patch benötigen (Unterstützung für ältere Versionen auf Anfrage).
Folgende Daten müssen neben den Zolltarifnummern auch korrekt gepflegt werden:
Einfuhr und Ausfuhr:
1.Das Ursprungsland muss mit gemeldet und somit auch in Majesty korrekt gepflegt werden. Die Firmenparameter INTRAST7, INTRAST12 und URSPRL01 müssen gesetzt werden, damit das Ursprungsland korrekt ermittelt und auch bei Wareneingängen und Betriebsaufträgen manuell geändert werden kann. Vorbelegt wird das Ursprungsland aus der Lieferantenzuordnung oder (wenn es nicht vom Lieferant abhängt) direkt aus dem Artikelstamm. Sollte in der Lieferantenzuordnung und im Artikelstamm nichts gepflegt sein, nimmt Majesty als Ursprungsland bei Handelsware das Land des Lieferanten (laut Adresse). Dies könnte in vielen Fällen falsch sein, weshalb eine korrekte Eingabe in der Lieferantenzuordnung (bzw. spätestens in der Wareneingangsmaske) unbedingt erforderlich ist. Bei produzierten Artikeln kann das Ursprungsland im Betriebsauftrag eingegeben werden. Ist dort nichts angegeben, wird das Standard-Land gemäß Firmenparameter LANDKZ als Ursprung angegeben (für unsere Anwender in Deutschland also DE). Beachten Sie bitte, dass in der Ländertabelle zu allen Ländern auch der 2-stellige ISO-Code gepflegt ist.
2.Der Firmenparameter INTRAST9 muss für unsere deutschen Kunden auf 1 gesetzt werden, damit das neue XML-Format verwendet wird. Für unsere Kunden in Österreich ist ein separates Modul erforderlich. Bitte wenden Sie sich hierzu an unseren Support.
Nur Ausfuhr:
3.Bei der Art des Geschäfts muss jetzt weiter differenziert werden (z.B. nach gewerblichen und privaten Kunden, kostenlosen Mustersendungen, Rücksendungen usw.). Es gibt hierfür einen neuen Firmenparameter INTRAST14 . Standardmäßig werden Verkäufe, Reparaturen, Mustersendungen und Rücknahmen (Gutschriften) mit gewerblichen Kunden bereits abgedeckt. Wenn Sie auch private Endkunden haben, sollte der Parameter angepasst werden. Bitte wenden Sie sich dazu an den Support.
4.Bitte beachten Sie, dass auch unentgeltliche Mustersendungen gemeldet werden müssen. Es ist deshalb zukünftig erforderlich, für Mustersendungen eine Nullrechnung zu drucken. In die Intrastat-Meldung fließen nur Belege, für die eine Rechnung gedruckt wurden und die somit in die Statistiktabelle geschrieben werden.
5.Der Parameter INTRAST3 sollte auf „Nicht gesetzt“ eingestellt werden, damit Gutschriften nicht ausgeklammert werden. Diese müssen gemeldet werden und haben eine andere „Art des Geschäfts“.
6.Die Umsatzsteuer-ID-Nummer wird zwingend benötigt und wird mit der Intrastat übertragen. Achten Sie deshalb auf eine korrekte Pflege der ID-Nummern für alle EU-Auslandskunden und nutzen Sie auch regelmäßig die Prüffunktion für die Korrektheit der ID-Nummern (siehe Parameter LIEFERL und USTIDCHECK).
7.Wenn Sie Reportanpassungen benötigen (weil z.B. das Ursprungsland bislang noch nicht auf Lieferscheinen/Rechnungen ausgedruckt wird), wenden Sie sich bitte ebenfalls an unseren Support.
Weitere Informationen finden Sie unter Änderungen bei Anmeldungen zur Außenhandelsstatistik ab 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de).
Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard:
INTRAST3 |
Intrastat Gutschriften ausklammern |
steuert, ob Gutschriften bei der Intratstat ausgeklammert werden sollen oder nicht. |
INTRAST4 |
Intrastat Rechnungs- oder Lieferadresse |
Über den Firmenparameter INTRAST4 kann eingestellt werden, welche Adresse der Lieferung ausgewertet und ausgewiesen werden soll. |
INTRAST5 |
Intrastat: Unternehmensteil |
Hier gibt es die Möglichkeit, für die Dateiausgabe die Unterscheidungsnummer für Unternehmensteile einzutragen. Diese Nummer kann über den Firmenparameter INTRAST5 vorbelegt werden. |
INTRAST6 |
Intrastat: Prüfung auf In- und Ausland |
Über den Firmenparameter "INTRAST6" lässt sich einstellen, ob in der Intrahandelsstatistik zusätzlich zur Prüfung des Landes in der Liefer- bzw. Rechnungsadresse noch das Land im Kundenstamm geprüft werden soll. Beachten Sie bitte den Firmenparameter "INTRAST4" bzgl. der Einstellung, ob die Liefer- oder Rechnungsadresse geprüft wird. |
INTRAST7 |
Intrastat: Ursprungsregion bestimmen |
Über den Parameter INTRAST7 kann für die Intrastat (Ausfuhr) eine erweiterte Logik zur Bestimmung der Usprungsregion aktiviert werden. |
INTRAST9 |
Intrastat: Format Dateiausgabe (ASC/XML) |
Intrastat-Stapeldruck: INTRASTAT per XML ist jetzt möglich. Einstellung über Parameter INTRAST9. |
INTRAST10 |
Intrastat: Artikelgruppen ausklammern |
Dieser Parameter steuert, ob ganze Artikelgruppen vom Intrastat-Export ausgeklammert werden sollen. |
INTRAST11 |
Intrastat: Relevante Sätze (Ausfuhr) |
Intrastat - Stapeldruck (Ausfuhr): Per Parameter INTRAST11 kann nun für die Ausfuhr eine frei konfigurierbare Selektion eingestellt werden. Bisheriger Standard: landtab.EGLand AND landtab.mwstschl # 1. Beispiel, um mehrere Mehrwertsteuerschlussel auszuschließen: landtab.EGLand AND !INLIST(landtab.mwstschl,1,21), d.h. die Mehrwertsteuerschlüssel 1 und 21 werden ignoriert. |
INTRAST13 |
Intrastat: Ursprungs- in Versendungsland |
Dieser Parameter steuert, ob für die Intrahandelsstatistik (Einfuhr) das Ursprungsland (Tag: <countryOfOriginCode>) generell in das Versendungsland (Tag: <MSConsDestCode>) übernommen werden soll. |
INTRAST14 |
Ermittlung Art des Geschäftes |
Intrastat Ausfuhr | Intrastat Einfuhr: Über den Parameter INTRAST14 kann man die Übergabe des Feldes "Art des Geschäfts" steuern. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Parameterbeschreibung. |
URSPRL01 |
Ursprungsland WE, REP und BA |
Intrastat Verkauf, Reparatur- und Reklamations-Erfassung: Es gibt die Möglichkeit in der Reparatur ein Ursprungsland einzutragen. Dieses kann direkt auf Seite 2 "Befund" beim Erfassen eingetragen werden oder beim Buchen des Zugangs. Wird die Exportdatei per "Intrastat - Stapeldruck (Ausfuhr)" erstellt, so wird die Reparatur bei der Ursprungslandsermittlung berücksichtigt. Das Ursprungsland wird über den Parameter URSPRL01 vorbelegt. |
Vorgehensweise/Ablauf:
Hinweise zur Menübedienung bzw. zu den Funktionstasten lesen Sie bitte unter diesen Online-Themen nach.
Wenn Sie den Cursor in eines der Felder der Maske setzen wird Ihnen am unteren Bildschirmrand zu jedem Feld eine kurze Erklärung angezeigt, welche Informationen hier hinterlegt werden sollen.
Intrastat Einfuhr/Ausfuhr:
Ist die besondere Maßeinheit des Statistischen Bundesamtes erforderlich, so ist das Setzen der dafür vorgesehenen Checkbox in der Zolltarif-/Warennummern-Verwaltung erforderlich.
Die Übertragung der besonderen Maßeinheit wird in der Zolltarif-/Warennummern-Verwaltung gesteuert.
Für die Statistische Meldung an das Statistische Bundesamt werden die Umsätze innerhalb der Europäischen Gemeinschaft nach Warengruppen zusammengefasst und auf der Warenmeldung ausgewiesen. Damit das System in der Lage ist, die Umsätze zusammenzufassen, müssen folgende Voreinstellungen getroffen werden:
1. Zunächst einmal ist es erforderlich die EG-Länder von den EFTA Ländern zu unterscheiden. Dazu kreuzen Sie bei allen Ländern in der Ländertabelle das entsprechende Kennzeichen an (sofern es nicht bereits richtig hinterlegt ist). Die Ländertabelle befindet sich unter dem Menü "Anwendung - Stammdaten - Ländertabelle".
2. Die Warennummer für die Intrastat wird in der Warengruppentabelle für jede Warengruppe hinterlegt. Rufen Sie die Warengruppe unter dem Menü "Anwendung - Stammdaten - Artikel - Warengruppen" auf, und tragen Sie die Intrastat-Warennummer und den Intrastat-Warentext in die dafür vorgesehenen Felder ein.
3. Jedem Artikel wird aus der Warengruppentabelle nun die entsprechende Warengruppe zugeordnet. Das Kennzeichen befindet sich auf der zweiten Seite des Artikelstammes. Per direkter Eingabe oder aber durch die Übernahme aus der Auswahl, die Sie mit <F12> oder über die Lupe erhalten, treffen Sie die Zuordnung.
4. Alternativ zur Intrastat-Nummer aus der Warentabelle können Sie das Feld "Warencode" aus dem Artikelstamm als Grundlage für die Intrastat verwenden. Dafür rufen Sie den Firmenparameter INTRAST auf und tragen im Feld "numerischer Wert1" eine "2" ein.
Der Parameter INTRAST1 steuert, ob Porto/Verpackung und weitere Fußzuschläge in der Intrastat berücksichtigt werden sollen oder nicht.

Füllen Sie beim ersten Mal alle Felder der Maske aus, die Daten bleiben in der Maske anschließend erhalten, müssen also nicht jedesmal neu eingegeben werden.
Umsatzst.-Nr. (1):
Tragen Sie hier die Umsatzsteuernummer ein, unter der Ihre Firma beim Finanzamt geführt wird.
Bundesl. FA (1): Nummer des Bundeslandes des zuständigen Finanzamtes, z.B. 08 = BadenWürttemberg.
Absender (1):
Tragen Sie hier bitte in der ersten Zeile Ihre Firmierung, in der zweiten Zeile die Straße und in der dritten Zeile PLZ und Ort ein.
- Monat und Jahr (2) (MM/JJJJ):Monat und Jahr eingeben, für den die statistische Meldung gedruckt werden soll. Auch diese Angaben werden beim nächsten Ausdruck der Meldung wieder angezeigt, damit Sie sehen können, wann die letzte Meldung ausgedruckt wurde.
Urspr. Region (8b): Die Ursprungsregion ist das Bundesland, in dem die Waren hergestellt, montiert, zusammengesetzt oder bearbeitet wurden. Anzugeben ist für Waren mit Ursprung in Deutschland die Ländernummer des Bundeslandes. Kann der Ursprung nicht ermittelt werden, ist die Ländernummer des Bundeslandes anzugeben, aus dem die Ware versandt wurde.
Für Waren mit ausländischem Ursprung ist die Schlüssel-Nr. 99 einzutragen.
Art d. Gesch. (10): Kürzel für die Art des Geschäftes eintragen (die Kürzel erfahren Sie vom zuständigen Finanzamt).
Menge bes. Maß (17): Besondere Maßeinheit (sagt aus, für welche Einheit der Wert des Umsatzes gilt, z. B. Stück, kg, usw.).
Ort (20): Ort des Aukunftpflichtigen/Drittanmelders.
Datum (20): Datum für die Unterzeichnung der Intrastat-Meldung.
Dateiname: Wählen Sie über das Symbol
die Datei aus, in die die Daten anschl. exportiert werden sollen.
Wählen Sie die gewünschte Formularvariante, die Sie drucken möchten - Intrastat-Formular oder ein Protokoll - und drucken Sie anschließend das Dokument aus. Das Protokoll für die Intrastat-Meldungen beinhaltet alle Rechnungspositionen, welche durch die gedruckte Intrastat gemeldet wurden, gruppiert nach Warennummer und Land.
Das Feld "Masse" wird bei Gutschriften in der ASCII-Datei nicht mit Minusvorzeichen ausgewiesen, sondern mit einer "0" (laut einer Info vom stat. Bundesamt).
Intrastat Dateiausgabe Einfuhr und Ausfuhr:
Die "Masse" wird nun kaufmännisch auf-/abgerundet auf volle Kilogramm, wie das statistische Bundesamt dies vorschreibt. Bisher wurde generell aufgerundet.
Druckmöglichkeiten:
Über <Strg+D>, das Druckersymbol in der Symbolleiste oder den Button "Ausdruck starten" können Sie die Liste auf das gewünschte Druckziel ausdrucken.
Beim Druck werden die Inhalte der Felder an die dafür vorgesehenen Stellen auf dem amtlichen Vordruck eingetragen.
Button Dateiausgabe: Die Statistik kann auch im ASCII Format erzeugt werden. Die erzeugte Datei kann dann online an das Statistische Bundesamt übermittelt werden. Werden Gutschriften ebenfalls übergeben, so werden diese mit der Geschäftsart 21 und positivem Wert exportiert.
Bei der Dateiausgabe werden Beträge zwischen 0,00 und 1,00 EUR immer auf 1,00 EUR aufgerundet.
Bei der Dateiausgabe werden Masse, Menge und Rechnungswert immer aufgerundet, so dass keine Nachkommastellen vorhanden bzw. möglich sind.
Bei der Dateiausgabe werden Warengutschriften nur noch als statistischer Wert übergeben.
Links: Fakturierung,
06/2022