Vor- /Nachkalkulation

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Vor- /Nachkalkulation

Aufruf der Maske:

Anwendung - Kostenrechnung - Vor- und Nachkalkulation

 

Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard:

 

Kurzbeschreibung:

Mit diesem Modul können Sie aufgrund der Daten aus den Stücklisten und Arbeitsplänen Vorkalkulationen erstellen sowie nach der Fertigmeldung eines Betriebsauftrages aufgrund des tatsächlichen Materialverbrauches aus der Fertigung und den angefallenen Lohnkosten eine Nachkalkulation durchführen. Gemeinkostensätze müssen hierbei jedoch aus einem Betriebsabrechnungsbogen entnommen werden, da Majesty keinen BAB beinhaltet. Beide Kalkulationen erfolgen in der Form einer Zuschlagskalkulation nach dem üblichen Kalkulationsschema.

 

Voraussetzungen:

Erforderliche Stammdaten:

Sie finden die Stammdaten für Kalkulationen unter dem Menüpunkt "Stammdaten/Fertigung" bzw. direkt im Artikelstamm unter dem Kontext-Menü/ Arbeitspläne und Stücklisten sowie Artikel-Lieferantenzuordnung.

 

Lohngruppen = alle in Frage kommenden Lohngruppen mit Minutenfaktor und Gemeinkostensatz werden hier angelegt. Sollen die Gemeinkostenzuschläge der jeweiligen Kostenstellen auch für die Lohngruppen gelten, wird der Firmenparameter GEMEINKOST gesetzt. Zugeordnet werden die Lohngruppen entweder im Arbeitsfolgenstamm oder dann direkt im Arbeitsplan.

 

Kostenstellen = mit Stundensatz und Gemeinkostensatz. Es besteht die Möglichkeit die Sätze nachträglich im Kostenstellenstamm zu ändern und dann per Schaltfläche in allen Arbeitsplänen angleichen lassen. Für einzelne Änderungen ruft man den Arbeitsplan gezielt auf und ändert dort dann die Sätze ab.

Arbeitsgänge (Produktion) = bereits im Arbeitsgangstamm können die Kostenstellen, Stundensätze, Gemeinkosten und Lohngruppen zugeordnet werden, wobei dies natürlich auch erst bei der Anlage der Arbeitspläne angegeben werden kann.

 

Arbeitspläne = aus den hinterlegten Arbeitsfolgen werden im Artikelstamm über das Kontext-Menü die Arbeitspläne zusammengestellt. Die Angaben zu den Kostenstellen, Stundensätzen, Gemeinkosten und Lohngruppen können entweder überschrieben oder hier erst getroffen werden. Auf der zweiten Seite des Arbeitsplanes können Kosten, die bei Außer - Haus - Bearbeitungen oder Heimarbeit entstehen, hinterlegt werden. Die vierte Seite ermöglicht für unterschiedliche Losgrößen mit unterschiedlichen Kostenstellen zu kalkulieren. Hierbei können die Fertigungskosten auch direkt eingetragen werden, wenn es auf den ersten beiden Seiten keine Fertigungszeiten mit Stundensätzen oder Außer-Haus-Kostenangaben gibt. Das wird benötigt, wenn die Außer-Haus-Kosten gestaffelt werden müssen.

Wenn der Stundensatz auf der ersten Seite geändert wird, erfolgt eine Abfrage des Systems, ob der geänderte Satz für die Losgrößen der dritten Seite übernommen werden soll.

In den Arbeitsfolgen des Arbeitsplanes und Betriebsauftrages können zusätzlich zur normalen Lohngruppe eine Lohngruppe "Rüsten" angegeben werden. Die Lohngruppe Rüsten kann für die Vorbelegung schon im Arbeitsgang hinterlegt werden.

Im angehängten Arbeitsplan des Betriebsauftrages kann dann ergänzend ein Minutenfaktor für das Rüsten angegeben werden. In der Kalkulation werden diese Felder: Lohngruppe rüsten, Minutenfaktor rüsten zusammen mit einem Rüstgemeinkostensatz verwendet.

Dadurch ist es möglich, für das Rüsten und Fertigen eine einzige Arbeitsfolge anzulegen und trotzdem mit getrennten Stundensätzen rechnen zu können.

 

Stücklisten = sie werden direkt im Artikelstamm unter dem Kontext-Menü „Stücklisten" + „Produktionsstücklisten" hinterlegt. Zur Ermittlung der Materialkosten kann man zu jeder Position die Kosten bzw. Einkaufspreise angeben. Die Positionsgesamtkosten werden dort jeweils angezeigt. Wenn man die Materialkosten manuell einträgt und nicht aus der Stückliste ermittelt, übernimmt es diese manuell eingetragenen Materialkosten für alle weiteren Losgrößen.

Wenn die Stückliste aus sich selbst besteht, wird diese standardmäßig beim Stammupdate nicht in den Stamm übernommen.

 

Artikel-Lieferanten-Zuordnung = direkt im Artikelstamm wird zu jedem Artikel der Hauptlieferant mit der Priorität Null und dem Einkaufspreis hinterlegt. Das ist dann die Grundlage zur Materialkostenberechnung.

Wichtig für eine zuverlässige Kalkulation ist, dass Sie im Vorfeld die Angaben in den Stammdaten so genau wie möglich getroffen haben. Für jeden Betriebsauftrag, den Sie kalkulieren, können Sie die Stücklisten und Arbeitspläne aufrufen und dort noch ändern und bearbeiten.

 

Artikelstamm = im Artikelstamm kann auf der letzten Seite eine "Preisbasis Kalkulation" eingegeben werden. Diese Preisbasis dient der Festlegung pro Artikel, ob der aktuelle EK oder der letzte EK laut Wareneingang oder die Herstellkosten verwendet werden sollen, wenn dieser Artikel als Stücklistenposition in einer Kalkulation vorkommt.

 

Kalkulationsstückliste/Schrottzuschlagsberechnung:

Über den neuen Parameter SZBETRAG kann eingestellt werden, welches Gewicht als Berechnungsgrundlage beim Vorhandensein einer Spänegutschrift angewendet wird.

 

 

Vorkalkulation

 

Preisbasis für die Kalkulation:

 

1 Standardregel:

Priorität 1: Herstellkosten (ARTST.LETZT_EK wenn ARTST.LETZT_KALK > 0)

Die Standardregel zieht bei der Kalkulation eines Artikeln in der ersten Priorität die Herstellkosten. Die Herstellkosten sind immer dann hinterlegt, wenn durch einen Stammupdate das Feld „Letzter EK/HK“ (ARTST.LETZT_EK) und die zugehörige Kalkulationsnummer (ARTST.LETZT_KALK) im Artikelstamm gefüllt sind.

Dies ist üblicherweise bei Produktionsteilen (Baugruppen) die übliche Art zu kalkulieren.

 

Priorität 2: Letzter Einkaufspreis (ARTST.LETZT_EK, wenn ARTST.LETZT_KALK = 0)), sofern der Parameter KALKULATL gesetzt ist und ein Lagerbestand größer Null vorliegt.

Bei nicht gesetztem Parameter KALKULATL wird diese Regel ignoriert.

 

Priorität 3: Aktueller Einkaufspreis (ARTLIEF.EK)

Ist eine Lieferantenzuordnung vorhanden, wird für die Kalkulation der aktuelle EK des Hauptlieferanten aus der Lieferantenzuordnung verwendet.

Dies ist üblicherweise bei Kaufteilen (Rohware, Handelsware) die übliche Art zu kalkulieren, weil der Artikel dann mit seinem aktuellen Beschaffungspreis in die Kalkulation einfließt. Voraussetzung ist, dass die aktuellen Beschaffungspreise der Hauptlieferanten in der Lieferantenzuordnung regelmäßig gepflegt werden.

 

Priorität 4: Letzter Einkaufspreis (ARTST.LETZT_EK)

Es wird der letzte EK aus dem Artikelstamm verwendet, unabhängig davon, ob Lagerbestand vorhanden ist. Diese Regel greift in der Praxis üblicherweise als letzte Möglichkeit, wenn weder eine Kalkulation gefunden wurde noch aktuelle Einkaufspreise in der Lieferantenzuordnung gepflegt sind. Auf diese Weise können auch manuell Werte im Artikelstamm in dieses Feld eingegeben werden, die dann für die Kalkulation verwendet werden (solange, bis Stammdaten gepflegt wurden).

 

2 Immer aktuellen EK: wie Prio 3

 

3 Immer Herstellkosten: wie Prio 1 bzw. genereller LETZT_EK, auch wenn LETZT_KALK=0

 

4 Immer EK letzter Wareneingang: sucht in der Wareneingangstabelle BEMELD nach dem letzten Wareneingang des Artikels und nimmt diesen EK

 

VorNachkalkulation

 
Reiter "Basisdaten":

 

Die Kalkulationsnummer wird je nach Parametereinstellung AUTO-KALK fortlaufend vergeben oder muss von Ihnen eingetragen werden.

Als Datum wird zunächst das aktuelle Systemdatum vorgeschlagen - es kann jedoch überschrieben werden.

 

Bei einer Vorkalkulation übergehen Sie die Felder Betriebsauftragsnummer und Kundensuchbegriff und wählen über die Artikelnummer oder den Suchbegriff den zu kalkulierenden Artikel aus dem Stamm aus. Sofern im Artikelstamm eine optimale Losgröße hinterlegt wurde, erfolgt eine Abfrage des Systems, ob für diese Losgröße kalkuliert werden soll.

 

Wenn zu einer eingegebenen Betriebsauftragsnummer bereits eine Nachkalkulation existiert, gibt es bei erneuter Eingabe dieser Betriebsauftragsnummer die Möglichkeit, diese Kalkulation per Abfrage direkt aufzurufen.

 

Bei Eingabe einer Artikelnummer sucht Majesty nun direkt die Kalkulation des letzten Stammupdates und fragt, ob es diese gefundene Kalkulation einlesen soll. Die Logik verhält sich also genauso wie beim Klick auf den "Kalkulations"-Button im Artikelstamm. Bisher hat es immer die älteste gefundene Kalkulation zum Artikel eingelesen. Mit <Alt+F9> kann man weiterhin alle gefundenen Kalkulationen zur eingegebenen Artikelnummer anzeigen.

 

Beim Klick auf das blaue Plus-Symbol kann eine Artikelnummer nach der gleichen Logik wie im Artikelstamm vergeben werden, d.h. es werden mehrere Nummernkreise unterstützt. Hierzu müssen in der Datei für "Sonstige laufende Nummern" (Stammdaten) mehrere Nummernschlüssel angelegt werden, die mit ARTNR beginnen. Hier kann auch Material über den Material-Suchbegriff gefunden werden.

Zu jeder Artikelnummer kann auch eine Kundenartikelnummer mit eingegeben werden. Wird ein neuer Artikel über das Plus-Symbol kalkuliert und ein Kunden als Bezug angegeben, so speichert es die Kundenartikelnummer auch automatisch in der Referenzdatei.

Wenn man über das blaue Plus-Symbol einen ganz neuen Artikel anlegt und das Material ist noch nicht im Stamm angelegt, kann man über einen neuen Button "Neues Material anlegen" auch einen Materialartikel ganz einfach neu im Stamm generieren. Es werden hierfür nur die nötigsten Daten wie Werkstoff, Querschnitt, Durchmesser usw. abgefragt um speziell für Rundmaterial eine schnelle Materialerfassung bereitstellen zu können.

In der Maske für die Neuanlage von Artikeln (blaues Plus-Symbol) ist es möglich per Lupe (F12) in den Feldern "Warengruppe" und "Charakterzeichen" zu suchen. Ebenso wird die Eingabe auf Korrektheit überprüft. Das Gleiche gilt auch für die Maske, um neues Rohmaterial anzulegen.

 

In der Vor- und Nachkalkulation kann über die Lupe auf der ersten Seite beim Feld "GK-Schl."ein beliebiger Datensatz mit Gemeinkostenvorgaben ausgewählt werden. Wenn auf der Seite der Gemeinkostenvorschlags-Schlüssel geändert wird und wenn sich dadurch auch der Gewinn ändert, erscheint eine Abfrage, ob dieser

geänderte Gewinn auch für die weiteren Losgrößen übernommen werden soll.

 

Sie können hier auch die Teile-Länge bzw. den Abstich/Verschnitt in mm angeben, evtl. einmalige, zusätzlich abzurechnende Werkzeugkosten hinterlegen, die in den zu kalkulierenden Preis aber nicht einfließen sollen. Werden diese Werkzeugkosten das erste mal abgerechnet, wird das Datum der Abrechnung in das zusätzliche Feld "abgerechnet am" eingetragen.

Das Feld "Preisbasis Stücklistenposition" nutzen Sie um zu steuern, ob für die Stücklistenposition statt des Einkaufspreises einer der hinterlegten Verkaufspreise herangezogen werden soll. Über den Firmenparameter KALKULATX kann das Feld "Preisbasis Stückliste" mit einem anderen Wert als 0 vorbelegt werden.

Es ist außerdem möglich, ein Datum "gültig ab" einzugeben, ab dem die Kalkulation gültig ist. Dieses Datum ist ein reines Informationsfeld ohne weitere Logik!

 

Der Button "Stüli" auf der ersten Seite oben rechts ermöglicht direkt den Kalkulations-Stücklistendruck für den aufgerufenen Artikel starten.

 

Über den Button "Struktur neu kalk." auf der Seite Basisdaten lässt sich eine bestehende Kalkulation neu durchkalkulieren, ohne dass Arbeitspläne bzw. Stücklisten aus dem Stamm neu eingelesen werden müssen. Lediglich "Dummy-Stücklistenpositionen", die aufgrund von Baugruppen angelegt wurden (Firmenparameter KALKULAT9), werden gelöscht und neu angelegt.

Material-Einkaufspreise und Lohnarbeits-Einkaufspreise werden über den Button "Struktur neu kalkulieren" nicht erneut eingelesen.

 

Button "Stamm-Update":

Weiterhin werden im Artikelstamm beim Stammupdate auch die Material-Einzel-/Gemeinkosten sowie die Fertigungs-Einzel-/Gemeinkosten zurückgeschrieben, um einfacher Auswertungen erstellen zu können. Beim Löschen der entsprechenden Vorkalkulation (über F4 möglich) werden diese Felder wieder auf NULL gesetzt.

Beim Zurückschreiben der Fertigungsgemeinkosten in den Artikelstamm ("Stammupdate") beinhaltet das Feld artst.kalk_fgk auch die Fertigungsgemeinkosten, die in den einzelnen Arbeitsgängen verrechnet wurden und nicht nur den globalen Fertigungsgemeinkostenzuschlagssatz aus dem Kalulationsschema. Weiterhin ist es bei gesetztem KALKULAT9-Parameter möglich, zwischen Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten über mehrere Baugruppen-Ebenen zu differenzieren. Es werden nicht die Fertigungskosten als Summe an die übergeordnete Baugruppe weitergereicht, sondern getrennt nach FEK und FGK.

 

Werden Marktpreise auf NULL gesetzt, so werden diese nicht in den Artikelstamm als (Staffel-)Preis zurückgeschrieben. Dadurch hat man die Möglichkeit, Mengenstaffelungen zwar kalkulieren zu lassen, aber dem Kunden nicht bekanntzugeben.

Beim "Stammupdate" erhalten Sie eine Sicherheitsabfrage, sofern der Arbeitsplan bzw. die Stückliste im Stamm neuer als in der Kalkulation ist. Hierdurch kann verhindert werden, dass diese wichtigen Daten durch einen alten Stand aus der Kalkulation wieder überschrieben werden.

 

Wenn beim Stammupdate auch VK-Preise in den Artikelstamm zurückgeschrieben werden, wird nun das Preisänderungsdatum im Artikelstamm auch aktualisiert.

 

Ab Version 29.2 von Majesty: Die Logik des Stammupdates bezüglich Preisen/Staffelpreisen wurde erweitert.

1. Wurde ein Kunde und eine Kundenartikelnummer eingegeben, so können nun die kalkulierten Preise auch zusätzlich oder alleinig in die Kunden-Artikelreferenzdatei geschrieben werden.

2. Werden andere Mengen kalkuliert als bisher in den Staffelungen der Stammdaten hinterlegt sind, kommt nun eine Abfrage, ob die neuen Mengen zusätzlich in die Stammdaten hinterlegt werden sollen, oder ob die Staffelpreise komplett durch die aktuelle Kalkulations-Staffelung ersetzt werden soll. Auf diese Art ist es nun also möglich, mehr als nur 6 Losgrößen in die 10-er Mengestaffel im Artikelstamm zu hinterlegen. Erstellen Sie dazu einfach 2 Kalkulationen mit 5 verschiedenen Losgrößen. Der Stammupdate sorgt automatisch dafür, dass die Staffelung der Menge nach sortiert in die Stammdaten (Artikelstamm bzw. Referenzdatei) übernommen werden.

 

Wenn man mehrere Losgrößen hat und beim Stamm-Update auswählt, dass auch die Verkaufspreisstaffel im Artikelstamm aktualisiert werden soll, dann werden die Mengen aufsteigend in der VK-Staffel eingetragen. Das funktioniert auch, wenn es mehr als 10 Mengen und Preise gibt. Diese werden dann im Artikelstamm unter weitere Staffeln angelegt.

Über die Schaltfläche "Stamm Update" auf der ersten Seite der Maske überträgt das System nach diversen Abfragen die in der Kalkulation erstellten oder geänderten Daten der Stücklisten, Arbeitspläne und die ermittelten Staffelpreise in die Stammdaten. Hier ist es über eine zusätzliche Maske möglich manuell auszuwählen, welche Herstellkosten (von welcher Losgröße) in den Artikelstamm übernommen werden sollen. Herstollkosten können hier auch mit NULL in den Artikelstamm zurückgeschrieben kann.

 

In dieser Maske werden ausserdem verschiedene Abfragen übersichtlich zusammengefasst. Wählen Sie aus, ob die folgenden Daten komplett in den Artikelstamm übernommen werden sollen:

* die Stückliste,

* der Arbeitsplan,

* die Verkaufspreisstaffel mit neuen Marktpreisen,

* der Referenz-Marktpreis als VK1,

* die Teilelänge und der Abstich,

* der Artikelstamm Produktionstext durch den aktuellen Kalkulationstext ersetzt wird,

* die Artikelstamm Zusatzinfo 1 durch den aktuellen Bemerkungstext überschrieben wird,

* Einkaufspreise von Stücklisten-Positionen.

 

Über den Button "Daten neu einlesen" (ebenfalls auf der ersten Seite der Maske) kann bei einer bestehenden Kalkulation die neue Übernahme des Arbeitsplanes und der Stückliste und der Gemeinkostensätze aus den Gemeinkostenvorgaben aus den Stammdaten veranlasst werden und der damit verbundenen Übernahme aktueller Preisdaten. (In der Gemeinkostenvorgabendatei können Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten nicht nur prozentual sondern auch als Fixbetrag eingegeben werden. In der Kalkulation ist es dann möglich, wahlweise mit % oder Fixbetrag zu arbeiten.)

Sie erhalten die Abfrage „Soll wirklich der Arbeitsplan und die Stückliste neu eingelesen werden und alles neu durchkalkuliert werden?". Nach Bestätigung mit „JA" werden die Daten eingelesen, mit „NEIN" brechen Sie die Übernahme ab.

Beim Klick auf "Daten neu einlesen" wird auch das Nettogewicht, die Teile-Länge und der Abstich aktualisiert.

Der Button übernimmt ab der Version 30.4 von Majesty auch die Daten der Materialpreisberechnungs- bzw. Teileeinsatzgewichtsberechnungsmaske, sofern sich die Stückliste selbst sonst nicht geändert hat.

 

Ergeben sich bei einer Baugruppe Staffelungen, so werden diese gestaffelten Herstellkosten bei der Kalkulation der übergeordneten Produkte als Staffel-Einkaufspreise in die Stückliste übernommen.

 

Reiter "Zuschlagskalkulation:

Nachdem Sie die Informationstextfelder bei Bedarf ausgefüllt haben, wechseln Sie auf die zweite Seite, auf der dann die eigentliche Kalkulation durchgeführt wird. Dort wird, sofern hinterlegt, die optimale Losgröße aus dem Artikelstamm vorgeschlagen, kann jedoch auch überschrieben werden. Hierbei ist ein 7stellige Angabe möglich.

 

Ab der Version 28.0 von Majesty wird bei der Vorkalkulation eines Artikels die Kalkulationslosgröße des Artikelstammes vorgeschlagen. Ist diese Null, wird die Produktionslosgröße vorgeschlagen. Ist diese ebenfalls Null, wird die Preiseinheit vorgeschlagen.

 

Nach einer Änderung der Referenzlosgröße werden die Einkaufspreise der Stücklistenpositionen nicht mehr automatisch neu eingelesen, sondern nach einer Abfrage. Manuell in der Stücklistenposition geänderte Zuschläge oder Preise gehen dann nicht mehr verloren, wenn die Losgröße geändert wird.

 

Nachdem Sie dieses Feld verlassen, weist Sie das System darauf hin, dass nun an dieser Stelle zwischengespeichert werden muss. Wenn Sie diesen Hinweis mit OK bestätigen, greift das System auf den dem Artikel hinterlegten Arbeitsplan und Stückliste zu und ermittelt daraus folgende Kosten:

- Ges. Materialkosten = Summe der Materialkosten laut Stückliste für die gesamte Menge

Normalfall: hierfür werden für die Stücklistenpositionen die im Artikelstamm hinterlegten Herstellkosten

herangezogen - wenn dort kein Eintrag gefunden wird holt sich das System den Einkaufspreis.

Ausnahmefall: bei Stücklisten, die aus sich selber bestehen haben die Einkaufspreise Priorität vor den Herstellkosten.

- Ges. Fertigungskosten = Summe der Fertigungskosten laut Stückliste für die gesamte Menge.

- MEK = Materialeinzelkosten pro Verkaufs-Preiseinheit aus dem Artikelstamm

- MGK = Materialgemeinkostenzuschlag (Materialgemeinkosten pro Verkaufs-Preiseinheit), der bei der ersten Kalkulation eingegeben werden muss und bei den folgenden dann entsprechend vorbelegt wird. Die Felder, die vorbelegt sind können immer wieder überschrieben werden. Bei jeder neuen Kalkulation werden die Zuschläge der zuletzt erstellten Kalkulation herangezogen.

Daraus entstehen dann die Materialkosten pro Verkaufseinheit.

- FEK= Fertigungseinzelkosten (inkl. FGK aus Arbeitsplan) pro Verkaufs-Preiseinheit

- FGK = Fertigungsgemeinkostenzuschlag für zusätzliche Fertigungsgemeinkosten, der bei der ersten Kalkulation eingegeben werden muss und bei den folgenden dann entsprechend vorbelegt wird.

- Sondereinzelk.= Sondereinzelkosten der Fertigung pro Verkaufs-Preiseinheit, die manuell eingetragen werden müssen.

- Entw. + Konstruktion = Kosten, die für die Entwicklung und/oder Konstruktion angefallen sind und miteinkalkuliert werden sollen (pro Verkaufseinheit).

Die zwei freien Felder stehen für sonstige Aufwendungen (je Verkaufseinheit) zur Verfügung, die noch unter den Fertigungskosten anzusiedeln sind.

 

Aus den FEK + FGK + Sondereinzelkosten, Entw. + Konstrukt. und den freien Kostenfeldern ermittelt das System die Fertigungskosten. Diese plus die Materialkosten ergeben dann die Herstellkosten ihres Produktes und zwar je Verkaufseinheit.

 

Für die Ermittlung der Materialkosten kann in der Lieferantenzuordnung auf der Seite "Zusatzdaten" eine Checkbox gesetzt werden "bei Vorkalkulation den EK aus dem letzten Wareneingang laden". Ist die Checkbox gesetzt, sucht Majesty zuerst nach dem letzten Wareneingang und verwendet den dort angegebenen EK. Nur wenn kein Wareneingang gefunden wurde, wird der EK aus der Lieferantenzuordnung verwendet.

Diese Logik gilt sowohl für Kaufteile, Material als auch Lohnarbeiten.

 

Die Verwaltungs- - und Vertriebsgemeinkostensätze aus Ihren Betriebsabrechnungsbogen und die Sondereinzelkosten des Vertriebs werden zu den Herstellkosten addiert und ergeben die Selbstkosten.

Sie können einen Gewinn in Prozent mit einkalkulieren und bekommen dann den Bruttoverkaufspreis ermittelt. Sollten Ihre Vertriebsmitarbeiter Provision bekommen und sich die Kunden Skonto ziehen dürfen, werden diese prozentualen Anteile ebenfalls einkalkuliert und ergeben den Zielverkaufspreis. Darauf wird nun noch ein eventueller Rabatt veranschlagt, wodurch dann der Listenpreis je Verkaufseinheit entsteht. Wenn Sie den Listenpreis manuell ändern, verändert sich entsprechend auch der Gewinn. Sie können hier also noch „jonglieren" und feststellen ob und wie viel Gewinn dabei herausspringt.

Wenn man den Gewinn der Referenzlosgröße nachträglich ändert und mit weiteren Losgrößen arbeitet, kommt immer die Abfrage, ob der geänderte Gewinn für alle weiteren Losgrößen übernommen werden soll.

 

Fracht- und Verpackungskosten können hier auch pauschal eingegeben werden.

 

Button Taschenrechner Für diese beiden Felder finden Sie vor dem Eingabefeld ein Taschenrechner-Symbol. Mit diesen Buttons könen Sie schnell in die Stückliste bzw. in den Arbeitsplan springen und haben dort gleich die erste Position im Zugriff.

Speziell für Drehteilehersteller wurde auf der Stücklistenmaske wiederum über ein Taschenrechnersymbol eine Teilegewichts- und Materialpreisberechnung eingefügt. Die Materialpreisberechnung berücksichtigt diverse Zuschläge (TZ, SZ und Schrottzuschlag) und Metallnotiz/Umarbeitungspreis bei Messing. Auch eine Schrottgutschrift kann hier berücksichtigt werden.

Wichtig für eine korrekte Materialpreisberechnung ist, dass Sie mit der Werkstofftabelle arbeiten und die aktuellen Metallnotizen und Zuschläge hier hinterlegen. Weiterhin muss im Material-Artikel dieser Werkstoff, Durchmesser und die Stangenlänge hinterlegt sein. Beim Fertigartikel ist es wichtig, dass die Teilelänge und der Abstich eingetragen sind.

Auch wenn das Material-Lager in Meter oder Millimeter geführt wird, können Teuerungs-, Legierungs- und Schrottzuschläge korrekt anhand der Materialpreisberechnungsmaske berechnet werden.

Bei der Materialeinsatzgewichtsberechnung in der Stücklistenposition sind als Abzug auch Vierkant, Sechskant und Achtkant zugelassen (vor Version 25.0: nur Zylinder-Bohrungen).

 

Über die Materialkostenberechnung gibt es eine 3. Seite, in der Staffelpreise hinterlegt werden können und es werden zur Information die folgenden Angaben pro Losgröße angezeigt:

- Materialeinsatz in kg für diese Losgröße,

- Materialeinsatz im m für diese Losgröße,

- Materialeinsatz in Stangen für diese Losgröße,

- Materialpreis EUR/kg als Einzelpreis (als Eingabefelder),

- Materialpreis EUR als Gesamtpreis für diese Losgröße.

 

Kalkulation Materialberechnungsmaske:

Speziell für Messing wurde ein Feld für den Basispreis aufgenommen (Format ###/###, auf der Maske durch MB (Messingbasis)  gekennzeichnet). Das Feld wird durch den Stammupdate auch in die Stamm-Stückliste zurückgeschrieben und auf der Maske dort angezeigt (nicht änderbar).

 

Die Metallnotiz kann wahlweise in EUR/kg oder EUR/m eingegeben werden. Voraussetzung ist allerdings, dass im Artikelstamm beim Material das Stangengewichtsfeld eingetragen ist.

 

In einem freien Kostenfeld (unter "Rabatt/Aufschl.") gibt es die Möglichkeit, pro Losgröße einen fixen Betrag auf den Listenpreis zu addieren.

 

Reiter "Deckungsbeitrag":

In das Feld „Marktpreis" auf der dritten Seite „Deckungsbeitrag" können Sie nun den Preis eintragen, zu dem Sie das Produkt verkaufen möchten. Das System ermittelt daraufhin einen Deckungsbeitrag und weist ihn entsprechend als €-Betrag sowie in Prozent ausgedrückt aus. Wird der Marktpreis zu niedrig gewählt so wird dies mit roter Schrift unten rechts auf der Maske durch „ungedeckte Fixkosten" angezeigt. Bei ausreichender Deckung wird hier „GEWINNZONE" angezeigt.

 

Über den Button „Grafk / Break-Even-Point" ist eine grafische Darstellung der Kalkulation möglich. Hierzu ist ein separates Programm notwendig. Bitte wenden Sie sich hierzu an unsere Hotline!

 

Reiter "Weiter Lose":

Auf der vierten Seite "Weitere Losgrößen" lassen sich die Materialkosten auch manuell eingeben, um z.B. bei Staffelpreisen diese schnell hinterlegen zu können.

Auf der Seite "Losgrößen" können pro Losgröße die Anzahl Lieferlose (LL) und Fertigungslose (FL) eingegeben werden. Wenn die Anzahl Lieferlose größer 1 ist, werden die Versandkosten mehrfach gerechnet. Wenn die Anzahl Fertigungslose größer 1 ist, werden die Rüstkosten des Arbeitsplanes mehrfach gerechnet.

 

Reiter "Ratios":

 

 

Reiter "VKs":

 

Auf einer neuen 6. Seite "VKs" besteht nun Einsicht in die 9 Artikelstammpreise sowie alle kundenspezifischen Preise der Referenzdatei. Auch über einen Button "Staffelpreise" lassen sich mengenabhängige Preisstaffeln einsehen.

 

 

Nachkalkulation

Um festzustellen, ob die Werte der Vorkalkulation realistisch waren, können Sie ebenfalls in diesem Programm eine Nachkalkulation durchführen. Sie erstellen dann eine komplett neue Kalkulation, die dann auch eine neue, eigene Nummer bekommt.

 

Es ist nicht möglich eine Vorkalkulation in eine Nachkalkulation umzuwandeln.

Wählen Sie über die Betriebsauftragsnummer aus, für welchen Fertigungsauftrag Sie die Nachkalkulation erstellen möchten. Der Radioknopf auf der ersten Seite steht nun automatisch auf "Nachkalkulation". Sofern im Betriebsauftrag ein Kunde zugeordnet wurde, wird dieser übernommen, der Artikel und die Artikelbezeichnungen angezeigt. Wurde eine Betriebsauftragsnummer angegeben, so kann die Artikelnummer nicht mehr verändert werden, um Fehlbedienung auszuschließen.

Das Feld "Kalkulationstext" ermöglicht Ihnen, Informationen, die gedruckt werden sollen zu hinterlegen, wogegen in das Bemerkungstextfeld Infos eingetragen werden können, die nirgends gedruckt werden sollen.

Es ist aber auch nachträglich möglich, einen Kunden zuzuordnen oder den Kunden zu ändern.

 

Da über das Majesty-BDE-Terminal die Ist-Rüstzeit und die Ist-Fertigungszeit getrennt gebucht werden können, wird beri der Nachkalkulation auch der Bedienungsfaktor mit berücksichtigt. Wird RÜSTEN nicht separat per BDE gebucht, so rechnet Majesty hier mit der Vorgabe-Rüstzeit. Der Bedienungsfaktor wirkt sich nur auf die Zeit ohne RÜSTEN aus.

 

Auf der zweiten Seite wird die Menge des zugrundeliegenden Betriebsauftrages übernommen, kann aber noch verändert werden. Wenn Sie dieses Feld verlassen, werden Sie vom System darüber informiert, dass an dieser Stelle zwischengespeichert werden muss. Grund ist, weil nun zunächst die Stücklisten und Arbeitspäne aufgelöst werden müssen, damit das System die Kosten, wie in der Vorkalkulation beschrieben, ermitteln kann. Sie können dann die tatsächlich angefallenen Material- und Fertigungskosten eingeben um ein genaues Ergebnis zu erzielen. Die Kalkulation kann über die Schaltfläche für den Druck oder über <Strg+D> auf den ausgewählten Drucker ausgedruckt werden.

 

Majesty rechnet immer mit der echten verbrauchten Menge laut Lagerhistorie statt mit der Sollmenge (sofern überhaupt Lagerhistoriensätze

gefunden wurden, d.h. bei Artikel ohne Lagerführung wird weiterhin mit Sollmengen kalkuliert).

 

Nach dem Ausdruck einer Nachkalkulation kommt, sofern BDE-Buchungen vorhanden sind, die Abfrage, ob ein detailliertes Zusatzblatt gedruckt werden soll. Auf diesem Blatt erkennt man einerseits die Materialberechnungslogik auch bei der Verwendung mehrerer Materialchargen sowie die einzelnen BDE-Buchungen separiert nach Rüsten und Bearbeiten.

 

Kalkulation / Stammupdate:

Eine neue Checkbox "Einstellungen dieser Maske speichern" dient dazu, veränderte Einstellungen an den Vorbelegungen (Häkchen) zu speichern und beim nächsten Stammupdate wieder so geändert vorzubelegen.

 

Für Anwender mit MDE (Parameter FSMDE gesetzt) und bei MDE-Arbeitsgängen rechnet Majesty mit den Ist-Rüst- und Ist-Stückzeiten aus der Datei BETAPLA.

 

Eine Änderung der Ist-Stückzeit oder Ist-Rüstzeit in der Arbeitsplanmaske bewirkt, dass die Gesamtdauer und damit die Fertigungskosten neu berechnet werden. Üblicherweise kommen die Istzeiten zwar aus der BDE und müssen nicht geändert werden, aber falls diese doch einmal falsch sein sollten und hier korrigiert werden, wirkt sich das nun auch auf die Kalkulation aus.

 

Die nachkalkulierten Herstellkosten werden ab der Version 26.8 von Majesty in die Lagerdatei zurückgeschrieben (Feld lager.bewertung) und in der Kalkualatinstabelle mit der Kalkulationsnummer ins Feld lager.kalknr. Dadurch wird bei der Inventur sichergestellt, dass die Herstellkosten aus der zugehörigen Nachkalkulation gezogen werden.

 
Wird mit Lohngruppen gearbeitet und es arbeiten verschiedene Personen am gleichen Arbeitsgang, so ermittelt Majesty einen durchschnittlichen Minutenfaktor (analog wie dies auch bei Maschinenstundensätzen der Fall iat, wenn ein Arbeitsgang auf verschiedenen Maschinen gefertigt wird).
Im Kalkulations-Detailreport steht die Lohngruppe der Einzelbuchung im Feld "curnachkalk.lohngru" und der Minutenfaktor im Feld "curnachkalk.faktor" zur Verfügung. Auch wird im Detailreport die BDE-Dauer für jede Buchung einzeln aufgeführt; dies macht die Nachvollziehung der Berechnung einfacher.

 

 

VK-Kalkulation:

Seit der Version 25.5 von Majesty gibt es einen neuen 3. Kalkulationstyp "VK-Kalkulation": Im Unterschied zur normalen Vorkalkulation werden hier die Material- und Fertigungskosten und damit auch die Herstellkosten nicht neu aus Stückliste/Arbeitsplan ermittelt, sondern aus einer bestehenden Vorkalkulation übernommen (aus der Kalkulation, die per Stamm-Update in den Artikelstamm übernommen wurde). Die Herstellkosten bleiben bei diesem Kalkulationstyp somit unabhängig von der Losgröße immer die gleichen, es kann aber mit Gewinn/Skonto usw. jongliert werden.

Ein Stamm-Update ist bei dieser Kalkulation ebenso nicht möglich wie Staffelpreise.

 

Hier können ebenfalls mehrere Losgrößen zugeordnet werden. Majesty arbeitet dabei so, dass die Daten aus der Vorkalkulation gezogen werden und zwar je nach Losgröße aus der entsprechenden Losgrößenstaffelung der Vorkalkulation.

 

Wenn die Basiskalkulation eine größere Losgröße hat als die neu zu erzeugende VK-Kalkulation, kommt nun eine Abfrage, ob man die

Herstellkosten der Basiskalkulation dennoch übernehmen will.

 

 

Kalkulation - Leistungsberechnung:
In der Leistungsberechnung kann nun eine Leistungsberechnungsgruppe eingelesen werden. Alle Positionen dieser Gruppe werden ans Ende der aktuellen Berechnung angefügt. Die Gruppen können über Anwendung -> Kostenrechnung -> Leistungsberechnungsgruppen definiert werden.

Die Angaben Drehzahl und Vorschub können nun im Werkstoffstamm hinterlegt werden. Über die erste Stücklistenposition des Kalkulationsartikels wird der Werkstoff ermittelt und die Werte in der Leistungsberechnung vorbelegt.

Die berechnete Stückzeit kann nun per Parameter KALKULATBJ angepasst werden. Bisher wurde die Stückzeit auf die in Parameter STZEITPRO hinterlegte Stückzahl gerechnet. Wird der neue Parameter KALKULATBJ gesetzt, wird mit der Stückzahl gerechnet, die bereits in der Kalkulation hinterlegt ist.

In der Leistungsberechnung ist es jetzt auch möglich, das Teilegewicht zu berechnen. Beim Schließen der Maske erscheint ein Dialog, ob das Gewicht im Artikelstamm aktualisiert werden soll, sofern sich das errechnete Gewicht vom Gewicht aus dem Artikelstamm unterscheidet.

Im Artikelstamm-Arbeitsplan gibt es neben der Stückzeit einen neuen Button, mit dem man sich die Leistungsberechnungspositionen aus der letzten Kalkulation zu diesem Artikel anzeigen lassen kann.

 

Sonderfälle

1. Ein Artikel besteht laut Stückliste aus sich selbst: dies ist der Fall, wenn ein Artikel eingekauft und weiterbearbeitet wird, ohne dass dabei zusätzlicher Materialverbrauch entsteht. Klicken Sie in jedem Fall die Schaltfläche „HK-Update" an, damit im Artikelstamm die Herstellkosten und nicht der „letzte EK" hinterlegt ist.

2. Ein Artikel hat weder Arbeitsplan noch Stückliste: geben Sie in diesem Fall die Fertigungs- und Materialkosten manuell in das Zuschlag-Schema ein. Die Kalkulation kann zwar durchgeführt, nicht aber ausgedruckt werden. Für den Ausdruck müsste mindestens ein Arbeitsgang im Arbeitsplan hinterlegt sein.

Das Kalkulationsprogramm kann auch z.B. aus dem Artikelstamm heraus über das Kontektmenü „Extras" + „Kalkulation" oder den Button „Kalkulation" auf der ersten Seite des Artikelstammes aufgerufen werden.

 

 

Über das Kontext-Menü "Extras" gelangen Sie in folgende Punkte:

 

* Stückliste/Materialkosten:

Es öffnet sich die Maske Kalkulation /Produktionsstückliste, in der Sie Daten korrigieren/anpassen können und eine Neukalkulation möglich ist.

Ist im Artikelstamm die Mengeneinheit in Meter oder cm oder mm hinterlegt und der Einkaufspreis in KG, so wird in der Kalkulationsstücklistenmaske der Umrechnungsfaktor auch dann automatisch ermittelt, wenn noch keine Lieferantenzuordnung angelegt ist, wohl aber auf der Werkstoffseite im Artikelstamm das Metergewicht berechnet wurde.

Über das Symbol Button Taschenrechner ist die Teilegewichts- bzw.Materialpreisermittlung pro Artikel möglich.

 

Über den Button "Teilegewicht in Artikelstamm übernehmen" werden die Angaben in die Stammdaten übernommen.

Auf der zweiten Seite "Materialpreisberechnung" können über das Symbol Button Materialpreisberechnung die Preise neu aus der Werkstofftabelle eingelesen werden.

Auf der Seite "Staffelpreise" werden folgende Angaben angezeigt:

- Materialeinsatz/kg,

- Materialeinsatz/m,

Materialeinsatz/Stangen,

Materialpreis/kg,

Materialpreis/Mengenheit,

Gesamtmaterialpreis.

 

Über den Button "Anfrage" kann aus der Stückliste heraus eine Anfrage generiert werden. Hier werden auch Ausschuss, Reststück und Abstich berücksichtigt und die
Anfrage entsprechend über eine höhere Menge generiert.

 

Der Firmenparameter KALKULATAC steuert, ob bei der Teilegewichtsberechnung die erste Zeile mit dem Vollmaterial vorbelegt und Folgezeilen dann in Abzug gebracht werden (z.B. um Bohrungen abzuziehen) oder ob die erste Zeile nicht vorbelegt werden soll und auch die Folgezeilen mit PLUS-Vorzeichen vorbelegt werden, damit man einfacher die Konturen eingeben kann (und Bohrungen dann manuell auf MINUS-Vorzeichen ändert).

 

Ab der Version 28.0 von Majesty ist es zugelassen, nachträglich bei einer gespeicherten Position noch die Artikelnummer abzuändern. Dadurch berechnen sich auch die Mengenangaben neu. Zusatzdaten wie die Gewichtsberechnung oder Materialpreisberechnung bleiben erhalten. Sollte für den geänderten Artikel ein
anderer Lieferant zugrunde gelegt sein, kann über das Kontextmenü "Extras" eine Lieferantenauswahl stattfinden.

 

Auf der Stücklisten- und Arbeitsplanmaske wird bei der Anzeige der gesamten Kosten in Klammern die Referenzlosgröße angezeigt, auf die sich die Kostenangabe bezieht.

 

Stamm-Stückliste:

Es wurde folgende Punkt neu entwickelt:

1. Es gibt nun die Möglichkeit Positionen tabellarisch zu löschen (analog zum Stamm-Arbeitsplan).

2. Durch den Parameter STULIDUP2 ist es möglich den Dupliziervorgang mit einer Checkbox und nicht mit der Mengeingabe zu bestätigen.

3. Es gibt eine neue Funktionalität für das Verschieben von Stücklistenpositionen. Hierbei wird ein Quell-Artikel bei der Auswahl getroffen und es werden per Auswahlverfahren dann die Stücklistenpositionen vom Quell-Artikel gelöscht und in den Ziel-Artikel eingefügt.

 

* Arbeitsplan/Fertigungskosten:

Startet die Arbeitsplan-Maske zur Kalkulation und zeigt die Fertigungskosten, die aus dem Arbeitplan ermittelt werden. Sie können noch Änderungen vornehmen und neu kalkulieren.

 

Stückzeit-/Leistungsberechnung über das Taschenrechner-Symbol - siehe Kalkulation - Leistungsberechnung.

 

Auf dem Außerhaus-Reiter des Arbeitsplans können zusätzlich Zu- oder Abschläge eingegeben werden - einen Pauschalbetrag, einen Stückbetrag (pro Einheit) und einen Prozentsatz.

 

In der Arbeitsplan-Positionserfassung kann auf der Seite "Kosten" über 4 Checkboxen gesteuert werden, ob und welche Arbeitsgangbezeichnungen bei einem Stammupdate zurück in den Artikelstamm geschrieben werden soll.

 

Über das Extras-Menü kann man hier zu einem Außer-Haus-Arbeitsgang aus der Lieferantenzuordnung die Einkaufspreise anzeigen bzw. alternative Lieferanten auswählen.

 

Der Stundensatz zur Kostenstelle wird nur dann eingelesen, wenn das Feld Kostenstelle wirklich geändert wurde (oder bei F12), nicht jedoch, wenn man dieses Feld ohne Änderung nur bestätigt. Es kann so auch nicht vorkommen, dass ein Stundensatz bei Bestätigung mit ENTER wieder auf Null gesetzt wird, nur weil in der Kostenstellendatei kein Stundensatz hinterlegt ist.

 

Unter dem Reiter "Vorgabezeit" wird die IST-Gesamtzeit in Minuten und Stunden ausgewiesen.

 

Arbeitsplan (Stamm und Kalkulation):

Neben der jeweiligen Rüstzeit gibt es ab der Version 27.0 von Majesty einen Button mit einer Lupe für eine einfache Rüstzeitberechnung.

Hierbei öffnet sich eine Tabelle mit 3 Spalten, in der man tabellarisch Daten eingeben kann.

1. Spalte: Bezeichnung,

2. Spalte: Zeit in Minuten,

3. Spalte: Menge.

 

Nach dem Schließen der Tabelle werden die Rüstzeiten aufaddiert  (jeweils Menge mal Zeit) und im Feld "Rüstzeit" als Summe abgestellt (sofern Summe ungleich Null).

Das gleiche Feature gibt es auch im Kalkulationsarbeitsplan. Bei Erstellung einer Vorkalkulation zu einem vorhandenen Stamm-Artikel wird die Tabelle dann aus dem Stamm vorbelegt, kann aber in der Kalkulation geändert werden.

Beim Klick auf "Stammupdate" wird diese Tabelle mit in den Stamm übernommen, sofern auch der Arbeitsplan selbst übernommen wird.

 

Kalkulation - Rüstzeitberechnung:

In der Stammdatentabelle für die Rüstbezeichnungen gibt es nun eine optionale Positionsnummer, die per Parameter RUESTST aktiviert werden kann. Sofern mit dieser Positionsnummer gearbeitet wird, wird nach dieser sortiert. Per Rechtsklick können die Rüstbezeichnungen neu nummeriert werden.

In der Maske "Kalkulations-Arbeitsplan" ist die Lupe neben der Rüstzeit nun quersprungfähig. Außerdem wird der aktuelle Datensatz nun zwischengespeichert, damit die Lupe auch bei Neuanlage benutzt werden kann.

 

Beim erstmaligen Klick auf das Icon, wird bereits eine vorbelegte Tabelle göffnet.Die Vorbelegungsdaten können in Majesty unter dem Menüpunkt "Anwendung - Stammdaten - Fertigung/QS/KORE - Rüstbezeichnungen" angelegt werden.

 

Auf der Seite "Außer-Haus" können über den Button "Staffelpreise" Fremdbearbeitungs-Preisstaffeln (oder Rabattstaffeln) eingegeben werden. Hier ist es auch möglich, den ersten Preis als Pauschalpreis zu definieren.
Dies ist immer dann sinnvoll, wenn die Preise nicht aus der Lieferantenzuordnung kommen sondern bei der Kalkulation manuell eingegeben werden.

 

Seite "Staffel-Ergebnisse":

Auf der Seite mit den Staffelpreisen sind ab der Version 27.8 von Majesty manuelle Eingaben in der Form zugelassen, dass Majesty abfragt, ob die Berechnungslogik außer Kraft gesetzt werden soll. Wird die Abfrage mit Ja beantwortet, so merkt sich Majesty (über einen Hinweis im Bemerkungstext), dass die Berechnung außer Kraft gesetzt wurde, und fragt auch bei zukünftigen Änderungen nicht mehr nach. Wird jedoch ein neuer Kalkulations-Stapellauf durchgeführt oder auf "Daten neu einlesen" geklickt oder die Referenzlosgröße geändert, dann gehen manuelle Eingaben verloren und Majesty rechnet wieder standardmäßig.

 

Dupliziert man den Arbeitsplan eines Artikels in die Kalkulation und hat dieser Arbeitsplan einen Außer-Haus-Arbeitsgang mit einem Bearbeitungspreis, der NICHT in der Lieferantenzuordnung hinterlegt ist sondern manuell eingetragen wurde, so wird dieser Bearbeitungspreis mit dupliziert.

 

Beim Duplizieren eines Arbeitsplans eines anderen Artikels werden (nach einer Rückfrage) auch die Lieferantenzuordnungen dupliziert, falls dort Außer-Haus-Arbeitsgänge angelegt sind.

 

* Zeige Kalkulation zum Kunden (Alt+F8):

Öffnet eine Tabelle, in der alle bisher vorgenommenen Kalkualtionen aufgelistet werden, bei denen der ausgewählte Kunde ebenfalls zugeordnet wurde.

 

* Zeige Kalkulation zum Artikel (Alt+F9):

Zeigt alle zum Artikel bisher vorhandenen Kalkuationen tabellarisch an.

 

* Quersprung Artikelstamm (Strg+Q):

Öffnet den Artikelstamm.

 

* Erstellung Angebot (Strg+E):

Hier kann direkt aus der Kalkulation heraus ein Angebot erstellt werden; Voraussetzung ist, dass ein Kunde als Bezug in der Kalkulation eingegeben wurde und die Preise zuvor per „Stamm-Update"-Button in den Artikelstamm übernommen wurden.

Sie erhalten eine Sicherheitsabfrage, ob Sie für diese Kalkualtion ein neues Angebot generieren möchten und ob Sie zuvor mit "Stammupdate" die Preise in den Artikelstamm übernommen haben. Wird die Abfrage mit "Ja" beantwortet erfolgt ein Quersprung in die Angebotsmaske. Kunde und Artikel werden vom System bereits aus der Kalkualtion übernommen. Wurden in der Kalkulation einmalige Werkzeugkosten erfasst, die noch nicht abgerechnet wurden so erhalten Sie eine Statusmeldung. Wenn diese Werkzeugkosten im Angebot berücksichtigt werden sollen, geben Sie diese Kosten bitte auf der dritten Seite der Positionsmaske ein. In diesem Fall tragen Sie die Kosten bitte ein und speichern die Position mit <F2> ab. Ohne Werkzeugkosten wird die Position nach bestätigen des Mengenfeldes automatisch gespeichert.

Anschließend wird das Angebot wie gewohnt über <Strg+D> gedruckt.

 

 

Besonderheiten:

Vorkalkulations-Stapellauf:

Über den Button "Vorkalkulations-Stapellauf" kann zu einem Endprodukt die komplette Baugruppenstruktur durchkalkalkuliert werden. Es wird hierbei der aufgerufene Artikel über das auch im Hauptmenü verfügbare Programm "Kalkulations-Stapellauf" durchkalkuliert.

Beim Stapellauf ist allerdings zu beachten, dass die errechneten Herstellkosten für jede Stufe direkt in den Artikelstamm zurückgeschrieben werden (nicht jedoch der errechnete Verkaufspreis, dieser muss manuell per "Stamm-Update" in den Stamm zurückgeschrieben werden).

 

Der Button "Vorkalkulations-Stapellauf" berücksichtigt nun, dass evtl. in der Gemeinkostenvorgabentabelle für unterschiedliche Losgrößen unterschiedliche Gewinne hinterlegt wurden. Es liest diese Gewinne dann entsprechend der Losgrößenstaffelung neu ein.

Über den Button "Stüli" kann die Kalkulations-Stückliste angezeigt werden. Der Button Button Stücklistenbaum wird der Stücklistenbaum angezeigt.

Bei der Anzeige des Stücklistenbaumes zum kalkulierten Artikel kann per Doppelklick aus dem Stücklistenbaum heraus die zugehörige

Vorkalkulation aufgerufen werden.

 

Stamm-Update in Kalkulation:

Wenn im Artikelstamm auf der Seite "Werkstoff" die Preis-Regel 2 (immer aktueller EK) oder 4 (immer EK des letzten Wareneingangs) steht, ersetzt die Funktion "Stammupdate" der Kalkulation (und beim Stapellauf) das Feld "Letzte Kalkulation" und die Herstellkosten im Artikelstamm nicht, damit nicht bei der Inventur die Herstellkosten gezogen werden. Dieser Fall tritt üblicherweise ein, wenn ein Artikel zwar eine Kalkulation hat, aber dennoch ein Zukaufteil ist.

 

Majesty berechnet den Material-Drittlandanteil (also den Materialkostenanteil, der aus Drittländern bezogen wird). Voraussetzung ist, dass im Artikelstamm als Ursprungsland "DL" bei Drittländern eingetragen wird. Beim Stamm-Update wird auf die Seite "Sonstiges" im Artikelstamm der berechnete Drittkostenanteil zurückgeschrieben und der sich daraus

errechnete präferenzbegünstige Mindest-VK (das ist der Materialdrittkostenanteil mal 10 geteilt durch 3).

 

Fremdlohnanteil:

Für die Arbeitsgänge mit eingetragenem Außer-Haus-Lieferant wird der Fremdlohnanteil (Fertigungskosten) berechnet und über alle Stücklistenebenen fortgeschrieben (in Datei ARTST2 Feld FLOHNANT). Das Feld steht dann für diverse

Reporte zur Verfügung. Es bezieht sich jeweils auf die Preiseinheit des Artikelstammes. Der Fremdlohnanteil wird im Artikelstamm auf der letzten Seite "Sonstiges" zur Information angezeigt.

 

Preisbasis:

Wenn die Preisbasis "EK aus letztem Wareneingang" im Stamm gewählt wurde und laut Wareneingang sehr geringe EK-Preise (unter 10 Cent) ermittelt werden, geht Majesty nun automatisch auf die Preiseinheit 1000 hoch und rechnet dadurch mit 3 Stellen höherer Genauigkeit.

Wenn für eine Stücklistenposition als Preisbasis "EK aus letztem Wareneingang" eingestellt ist, übernimmt es nicht nur den EK, sondern zeigt auch den betreffenden Lieferanten laut Wareneingang in der Kalkulations-Stücklistenmaske an.

 

Fremdwährungsanteil:

Ähnlich dem Drittlohnanteil gibt es einen Fremdwährungsanteil pro Baugruppe/Endprodukt. Er sagt aus, wieviel Materialkosten in Fremdwährungen bezogen werden (Bsp: Materialeinzelkosten 120 EUR, davon Fremdwährungsanteil 100 EUR). Der Fremdwährungsanteil steht in Reporten über "artst2.fwaehrant" zur Verfügung oder wird im Artikelstamm auf der letzten Seite angezeigt.

 

Nachkalkulation bei Betriebsauftrag mit Ausschuss:

Majesty hat den Ausschuss hier bislang nur für die Materialkosten berücksichtigt. Es wurde der prozentuale Ausschuss für die Kalkulations-Losgröße in der Art berechnet, dass die Kalkulations-Losgröße von Gut-Teilen ausging. Die Berechnung wurde ab der Version 26.2 umgestellt.

Wenn ein Betriebsauftrag mit z.B. Losgröße 100 und 10 Ausschussteilen nachkalkuliert wird, so werden nun die Gesamt-Material- und Fertigungskosten angezeigt,

die tatsächlich für diesen Betriebsauftrag entstanden sind (also für die 100 Stück inkl. Ausschuss). Bei der Berechnung pro Stück bzw. pro Stamm-Einheit werden dann die Gesamtkosten nur durch die Gut-Stück dividiert, woduch sich die Material- und Fertigungs-Einzelkosten erhöhen.

Auf Wunsch kann im Kalkulationsreport dann der Ausschuss eingebaut werden, damit die Berechnung einfacher nachvollziehbar ist.

 

Die Preiseinheit der Kalkulation kann ab der Version 26.8 von Majesty auf Seite 1 angepasst werden und darf auch von der Artikelstamm-Preiseinheit abweichen. Beim Stammupdate erfolgt im Falle einer abweichenden Preiseinheit eine Abfrage, ob die Stamm-Preiseinheit angepasst werden soll. Wenn nicht, werden die Preisfelder (HK, VK's usw.) auf die Stammpreiseinheit umgerechnet.

 

Artikelstamm und Vorkalkulation:

Es gibt ein neues Feld "Kalkulationslosgröße", das über den numerischen Wert 1 des Firmenparameters KALKSTAP1 aktiviert werden kann. Es wird dann bei der Vorkalkulation (insbes. auch beim Stapellauf) diese Losgröße vorrangig vor der Fertigungslosgröße verwendet und auch im Stamm aktualisiert.

 

Verkaufskalkulation:

Es kann zu jeder Auftrags- und Lieferungsposition eine Verkaufskalkulation gespeichert werden. Dies ist relevant für eventuelle Deckungsbeitragsstatistiken.

 
Das direkte Ändern des Feldes "Netto-Verkaufspreis" ist ab der Version 27.4 von Majesty möglich. Majesty rechnet von diesem Preis auf den Listpreis hoch (Hinrechnung) und von diesem wieder auf den Gewinn, unter Berücksichtigung von Skonto, Provision zurück (Rückrechnung). Da eine Kalkulation aber immer in der Hinrechnung stimmen muss, kann es sein, dass der eingegebene Nettoverkaufspreis danach durch einen um einige Cent abweichenden Betrag überschrieben wird.

 

Wenn bei einem AH-Arbeitsgang die Kosten manuell aus einer Preisstaffelung auf der Staffelpreis-Seite eingegeben wurden und nachträglich die Preiseinheit oder der Umrechnungsfaktor geändert wird, so erscheint eine Abfrage, ob die Preis-Staffelung mit umgerechnet werden soll.

 

Kalkulations-Arbeitsplan:

Beim Aufruf der Lieferantenzuordnung über das Extras-Menü wird nun mit der Lieferantennummer und der Arbeitsgangnummer gesucht, falls diese im Arbeitsplan vorhanden sind. Wird ein Datensatz gefunden wird dieser Datensatz geladen. Ist kein Datensatz vorhanden, wird der Hauptlieferant geladen.

 

 

Präferenzkalkulation:

Wird ein Artikel kalkuliert und über den Button "Stamm-Update" werden die Daten im Artikelstamm aktualisiert, dann werden folgende Felder im Artikelstamm auf der Seite "Sonstiges" gefüllt:

* Materialkostenanteil,

* Matkost. Drittlandant. (Anteil der Materialkosten, die in Drittländern bezogen werden),

* Mind.-VK präfbeg.

 

Materialkostenanteil:

Dies sind die Materialkosten (Einzelkosten und Gemeinkosten) für diesen Artikel und dessen Preiseinheit. Wenn Baugruppen im Spiel sind, sollte man den Firmenparameter KALKULAT9 setzen, damit in diesem Feld nicht nur die Materialkosten stehen, die auf dieser Stufe dazukommen, sondern auch die Materialkosten der darunterhängenden Baugruppen.

 

Materialkosten Drittlandanteil:

Das ider der Anteil der Materialkosten, der aus Drittländern bezogen wrd. Damit das klappt, muss bei diesen Materialien im Artikelstamm im Feld Ursprungsland "DL" eingeragen sein. Dies ist fest codiert im Programmcode, also ein MUSS! In diesem Fall müssen Sie "DL" in der Ländertabelle aufnehmen und als "Drittland" bezeichnen (Pseudo-Land).

 

Mindest VK präferenzbegüstigt: Berechnung erfolgt nach der Formel ROUNF(artst2.matkodritt*10/3,2). Dies bedeutet: der präferenzbegünstigte Mindest-VK ist der Materialkostn-Drittlandanteil mit 3,3333 multipliziert. Diese Formel ist fest hinterlegt!

Ist der festgelegte oder kalkulierte VK über diesem Mindest-VK, dann ist die Ware präferenzbegünstigt, ansonsten nicht. Dies ist ein reines Infofeld in Majesty.

 

Der Fremdlohnanteil für Auslandslieferanten wird nun über die Außer-Haus-Arbeitsgänge ermittelt und beim Stammupdate im Artikelstamm auf der Seite "Sonstiges" hinter dem bestehenden Feld "Fremdlohnanteil" als "davon Ausland" angezeigt. Bitte beachten Sie, dass dazu im Lieferantenstamm das Feld Inland/Ausland sauber gepflegt sein muss.

 

Gesperrter Hauptlieferant:

Beim "Daten neu einlesen" wird ab der Version 31.4 von Majesty das Sperrkennzeichen der Lieferantenzuordnung abgeprüft. Ist der frühere Hauptlieferant gesperrt, wird automatisch auf den neuen Hauptlieferanten umgestellt. Sollte kein ungesperrter Hauptlieferant vorhanden sein, erscheint eine Abfrage, ob mit den Preisen des gesperrten Hauptlieferanten gearbeitet werden soll.

 

Vorkalkulation:

Wenn ein Artikel keine Stückliste hat, aber dennoch kalkuliert wird, kommt die Meldung "Der Einkaufspreis des zu kalkulierenden Artikels wurde als Materialkosten herangezogen und als eine Stücklistenposition erzeugt!" und gleichzeitig wird nun im Bemerkungstext der Stücklistenposition der Hinweis "Aufgenommen wegen Einkaufspreis" hinterlegt. Dieser Hinweis sorgt dafür, dass bei einem Stamm-Update diese Stücklistenposition nicht in die Stamm-Stückliste zurückgeschrieben wird.

 

Vor-/Nachkalkulation:

Wenn zu einer eingegebenen Betriebsauftragsnummer bereits eine Nachkalkulation existiert, gibt es bei erneuter Eingabe dieser Betriebsauftragsnummer die Möglichkeit, diese Kalkulation per Abfrage direkt aufzurufen.

 

Vor-/Nachkalkulation:

Die Einstellung der Parameter REV-APLA und REV-STULI werden nun auch im "Stammupdate" der Kalkulation berücksichtigt und erhöhen die Revision bei Änderungen von Arbeitsplan und Stückliste entsprechend.

 

Vor-/Nachkalkulation, Kalkulationsstückliste:

Wenn in der Kalkulationsstückliste auf der Seite "Staffelpreise" nachträglich das Häkchen bei "Pauschalpreis 1. Staffel" geändert wird, werden die Einkaufspreise neu gerechnet und als neue Materialkosten übernommen.

 

Vorkalkulation - Ausdruck

Im Druckdialog (Variantenauswahl) gibt es neu eine Checkbox "komplette Struktur drucken". Diese auszuwählen ist nur möglich, wenn die ausgewählte Kalkulation Unterkalkulationen hat.

 

Gibt es zu einem Außer-Haus-Arbeitsgang mehrere Wareneingänge, wird mit dem durchschnittlichem Einkaufspreis aller Wareneingänge gerechnet.

 

Kalkulation - Werkzeugkostenberechnung:

Wenn der Stücklisten-Werkstoff nicht im Werkstoffstamm hinterlegt ist, wird die Herstellmenge mit 1 vorbelegt.

 

Variantenauswahl-Logik bei Produktion und Kalkulation:

1. Über den Firmenparameter VARIANTE6 kann gesteuert werden, ob die Varianten-Auswahltabellen für die Stückliste und den Arbeitsplan unterdrückt werden sollen. Dies ist nur dann möglich, wenn mit dem Feld "Priorität" gearbeitet wird und zumindest eine Variante vorhanden ist, die das Feld "Priorität" gefüllt hat. In diesem Fall wird automatisch die niedrigste Priorität (also die erste Zeile der Tabelle) gewählt.

Die Einstellung macht nur dann Sinn, wenn in der Betriebsauftragsmaske der Variantenauswahlbutton sichtbar ist und der Parameter VARIANTE auf 3, 4 oder 5 eingestellt ist.

Die empfohlenen Einstellungen sind:

Parameter VARIANTE auf 5

Parameter VARSTULI gesetzt und auf 3.

2. Bei der Stücklisten-Variantenauswahl werden Positionen ohne Variante immer automatisch gewählt/übernommen.

3. Wenn über den Variantenauswahlbutton im Betriebsauftrag gearbeitet wird und dabei die Stückliste neu eingelesen wurde, hat es bislang die Reservierung am Lager nicht neu geschrieben.

4. Bei der Variantenauswahl für den Kalkulationsarbeitsplan werden nun die Kostenstellen in der Tabelle aufgeführt.

Bitte beachten Sie, dass beim Kalkulations-Stapellauf (für mehrere Artikel, über das Hauptmenü aufgerufen) Variantenauswahltabellen unterdrückt werden. Dafür ist es unabdingbar, dass das Feld "Priorität" im Arbeitsplan im Zusammenhang mit Varianten immer gepflegt ist und die Variante, die automatisch gezogen werden soll, Priorität 1 hat.

 

Wenn mit sehr kleinen Rüstzeiten gearbeitet wird (z.B. 0,78 Minuten) und dabei noch sehr kleinen Losgrößen (z.B. 1 Stück) eingegeben wurden, wird bei der Berechnung der Sollzeit und damit bei der Weitermultiplizierung mit den Kosten mit 2 Nachkommastellen gerechnet.

 

Vor-/Nachkalkulation:

Bei der Berechnung der Gesamt-Fertigungskosten im Kalkulationsarbeitsplan werden Werte unter 0,5 auf 2 Nachkommastellen angezeigt (ab Version 35.2).

 

Kalkulations-Arbeitsplan:

Wenn im Arbeitsplan das Feld "AQL" gefüllt ist und der AQL-Wert bei der Berechnung der Fertigungskosten zum Arbeitsgang berücksichtigt wird, wird die Anzeige der gesamten Sollzeit (Vorkalkulation) auch für den verwendeten AQL-Wert angezeigt.

 

Stücklistendruckprogramm über Kalkulationen:

Bei der Report-Variante "Kalkulationsstücklisten (Basis=Kalk.)" ist die Logik bei entsprechenden Firmenparamereinstellungen so, dass über alle Ebenen einer Stücklistenstruktur immer genau die richtige Vorkalkulationsnummer herangezogen wird, und nicht nur generell die letzte Kalkulationsnummer aus dem Artikelstammsatz (artst.letzt_kalk).

Die Parameter müssen hierfür wie folgt eingestellt sein:

KALKULAT9 gesetzt,

KALKULATO Wert1=1,

KALKULATF nicht gesetzt.

Um die Logik nutzen zu können sind zusätzliche Reportanpassungen erforderlich.

Im Report steht für die beiden Druckvarianten der Kalkulationsstücklisten unter dem Feld "stulihlp.kalknr" die Vorkalkulationsnummer zur Verfügung. Mit entsprechenden Reportanpassungen können dann die zu dieser Kalkulationsnummer gehörenden Daten (MEK, MGK, FEK, FGK, HK usw.) aus der Kalkulationstabelle gelesen und gedruckt werden. Für die oberste Ebene steht die Kalkulationsnummer unter dem Feld "artst.letzt_kalk" zur Verfügung.

 

Kalkulation - Button "Stüli" für Kalk.-Stücklistendruck:

Bisher war der Ausgangspunkt für den mehrstufigen Kalkulationsstücklistendruck die im Artikelstamm hinterlegte "letzte Kalkulation" (vom Stammupdate).

Neu ist ab der Version 37.2, dass die aktuell aufgerufene Kalkulation die Ausgangsbasis bildet.

Im Report steht für den Andruck der Kalkulationsnummer auf oberster Ebene die Variable "pnKalkulatStulidru_Kalknr" zur Verfügung.

 

Links: Lohngruppen-Tabelle, Arbeitsgänge (Produktion), Kostenstellengruppentexte, Gemeinkostenvorgaben, Kostenstellenstamm / Maschinen / Arbeitsplätze, Kostenträger, Lohngruppen-Tabelle, Werkzeugstamm,

 

 

11/2022