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Beispiel 1:
In einem Betrieb wird von Montag bis Donnerstag jeweils 8,5 Stunden
gearbeitet (von 07:30 bis 17:00) und am Freitag 5,5 Stunden (von 07:30 bis 14:00). Pro Tag (Montag bis Freitag) wird von 12:00 bis 13:00 Mittagspause gemacht. Die Anzahl der Stunden pro Woche (Wochen-Sollzeit) beträgt somit 39,5.
Die Raucher machen von Montag bis Freitag zwei mal 6 Minuten Pause länger als die Nichtraucher; am Freitag 6 Minuten länger. Auch sollen diese Zigarettenpausen genauso wie die Mittagspause automatisch abgezogen werden (d.h. Raucher sollten entsprechend der Dauer ihrer zusätzlichen Pausenzeit auch länger anwesend sein).
Außerdem soll die in die Pausen reingearbeitete Zeit (z.B. wenn eine Person beschließt, einen Arbeitsschritt abzuschließen bevor sie in die Pause geht und dafür die ersten 15 Minuten der Mittagspause braucht) nicht als Arbeitszeit gewertet werden (d.h. die Pausendauer von einer Stunde wird in jedem Fall abgezogen).
Es soll möglich sein, dass eine Anmeldung schon ab 5:30, jedoch spätestens 8:30 und die Abmeldung schon 2 Stunden früher als die im Zeitmodell hinterlegte Endezeit erfolgen kann.
Vorschlag:
Anlegen eines Zeitmodells für Raucher (Montag bis Donnerstag von jeweils 07:30 bis 17:12 und Freitags von 07:30 bis 14:06) und eines Zeitmodells für Nichtraucher (Montag bis Donnerstag von jeweils 07:30 bis 17:00 und Freitags von 07:30 bis 14:00). Das Pausenmodell für Raucher sieht von Montag bis Donnerstag jeweils zwei 6-Minuten-Pausen (9:00 bis 9:06 und 15:00 bis 15:06) und eine Mittagspause (12:00 bis 13:00) vor; Freitags eine Mittagspause (12:00 bis 13:00) und nur eine 6-Minuten-Pause (9:00 bis 9:06). Im Pausenmodell für Nichtraucher wird von Montag bis Freitag jeweils die Mittagspause (12:00-13:00) definiert. Die Wochen-Sollzeit beträgt somit für Raucher und Nichtraucher 39,5 Stunden.
Einstellungen: Parametereinstellung Wert1=1 für STEMPMODEL (ermöglicht Kontrolle des An /Abmeldezeitraums).Parameter STEMPMODE3 aktivieren (gesetzt!), so dass alle Pausen bei der
Istzeit-Berechnung berücksichtigt werden. Im Pausenmodell alle „Ignorieren"-Kontrollkästchen deaktivert lassen (s.
Beschreibung zu Firmenparameter STEMPMODE3). Im Zeitmodell den An-/Abstempelzeitraum festlegen und ggf. Toleranz und Abzug
eintragen.
Abbildung 1.0 (hier: Nichtrauchermodell von Montag bis Donnerstag)

Ergibt Istzeit von 7,75 h (Fehlzeit 0,75)!
Abbildung 1.1 (hier: Rauchermodell Freitag)

Ergibt Istzeit von 5,90 h (Fehlzeit -0,40)!
Anmerkung : Würde im Pausenmodell für Raucher die erste 6-Minuten-Pause schon
um 7:45 eingetragen sein, aber die Person meldet sich erst um 8:00 an, dann
werden diese 6 Minuten nicht automatisch abgezogen.
Beispiel 2:
In einem Betrieb wird von Montag bis Donnerstag jeweils 8,5 Stunden
gearbeitet (von 07:30 bis 17:00) und am Freitag 5,5 Stunden (von 07:30 bis 14:00). Pro Tag (Montag bis Freitag) wird von 12:00 bis 13:00 Mittagspause gemacht.
Die im Pausenmodell hinterlegten Pausen sollen grundsätzlich nicht automatisch abgezogen werden. Die Istzeit soll sich nur aus den gestempelten Zeiträumen ergeben, d.h. jede Unterbrechung muss auch von der betroffenen Person als Pause/Unterbrechung gestempelt werden.
Die Pausenzeiten werden nur deshalb hinterlegt, dass im Zeitmodell und auf der Liste für die Lohn-/Gehaltsabrechnung die korrekte Wochen-Sollzeit angezeigt wird.
Vorschlag:
Anlegen eines Zeitmodells, z.B. von Montag bis Donnerstag von 7:30 bis 17:00, Freitag von 7:30 bis 14:00 sowie eines dazugehörigen Pausenmodells (z.B. täglich von 12:00 bis 13.00). Die Anzahl der Stunden pro Woche beträgt somit 39,5.
Einstellungen: Parameter STEMPMODE3 deaktivieren (nicht gesetzt!), so dass alle Pausen bei
der IST-Zeit-Berechnung ignoriert werden. Parametereinstellung Wert1=0 für STEMPMODEL (mehrere An-/Abmeldungen
pro Tag möglich, aber keine Kontrolle des An-/Abmeldezeitraums).
Abbildung 2.0 (hier: Montag bis Donnerstag)

Ergibt Istzeit von 9,50 h (Fehlzeit -1,00)!
Abbildung 2.1 (hier: Freitag)

Ergibt Istzeit von 7,55 h (Fehlzeit -2,05)!
Beispiel 3:
In einem Betrieb wird von Montag bis Freitag jeweils 8,0 Stunden gearbeitet (von 8:00 bis 17:00) mit jeweils einer Stunde Mittagspause. Die Anzahl der Stunden pro Woche (Sollzeit) beträgt somit 40,0.
Pro Tag (Montag bis Freitag) wird von 12:00 bis 13:00 Mittagspause gemacht.
Es soll möglich sein, die in die Pausen „reingearbeitete" Zeit bis 12:30 als Arbeitszeit zu werten, die Zeit ab 12:30 (bis 13:00) soll aber automatisch abgezogen werden. Das kann z.B. dann sinnvoll sein, wenn auf jeden Fall eine Person zwischen 8:30 und 12:00 und zwischen 13:00 und 17:00 telefonisch für einen Kunden erreichbar sein soll und daher öfters die ersten 10 bis 20 Minuten in der Mittagspause am Telefon verbringt (11:55 klingelt das Telefon und es wird noch 20 Minuten telefoniert).
Diese verkürzte Pause soll dafür als verlängerte Arbeitszeit bewertet werden; allerdings nur bis 12:30. Die Pause zwischen 12:30 und 13:00 soll automatisch abgezogen werden.
Vorschlag:
Anlegen eines Zeitmodells (Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00) und eines dazugehörigen Pausenmodells (z.B. täglich Pause von 12:00 bis 12.30 und von 12:30 bis 13:00). Die Wochen-Sollzeit beträgt somit 40,0 Stunden.
Einstellungen: Parameter STEMPMODE3 aktivieren (gesetzt!), so dass alle Pausen bei der
Istzeit-Berechnung berücksichtigt werden. Im Pausenmodellstamm sollte das „Ignorieren"-Kontrollkästchen neben der Pause von 12:00 bis 12:30 jetzt aktiviert werden (s. Beschreibung zu Firmenparameter STEMPMODE3).
(3) Das „Ignorieren"-Kontrollkästchen neben der Pause von 12:30 bis 13:00 bleibt
deaktiviert werden (Standardeinstellung).
Wenn die Person in die Mittagspause geht, meldet sie sich ab (Abmeldung am Buchungs-Terminal). Nach der Pause wird sie sich wieder anmelden (Anmeldung am Buchungs-Terminal).
Beispiele :
Abbildung 3.0 (Überschneidung von 12 Minuten mit der Mittagspause)

Ergibt Istzeit von 8,20 h (Fehlzeit -0,20)!
Abbildung 3.1 (Überschneidung von 12 Minuten und Anmeldung vor 13:00)

Ergibt Istzeit von 8,20 h (Fehlzeit -0,20)!
Abbildung 3.2 (Pausenbeginn 12:00, Pausendauer länger als 60 Minuten)

Ergibt Istzeit von 7,80 h (Fehlzeit 0,20)!
Abbildung 3.3 (Pausenbeginn erst 12:42)

Ergibt Istzeit von 8,50 h (Fehlzeit -0,50)!
Abbildung 3.4 (Pause wird nicht gestempelt)

Ergibt Istzeit von 8,50 h (Fehlzeit -0,50)!
Beispiel 4:
Es soll nur festgehalten werden, wann Personen sich anmelden und sich wieder abmelden. Daraus lässt sich dann die Istzeit errechnen.
Wichtig ist nur, dass (z.B. auf der Liste für die Lohn-/Gehaltsabrechnung) ersichtlich ist, wie lange eine Person pro Tag (pro Woche, pro Monat) angemeldet war und wieviele Überstunden oder Fehlstunden zu verzeichnen sind.
Z.B. soll in einem Betrieb die Wochen-Sollzeit 40,0 Stunden betragen. Es wird davon ausgegangen, dass insgesamt eine Stunde täglich Pause gemacht wird.
Vorschlag:
Den einzelnen Personen werden Zeitmodelle zugeordnet. Beim Anlegen der Zeitmodelle werden jeweils Beginn- und Endezeiten angegeben (z.B. täglich von 8:00 bis 17:00). Pausenmodelle werden nicht hinterlegt. Daraus ergibt sich eine Wochen-Sollzeit von 45 Stunden. Diese 45 Stunden Sollzeit werden im Zeitmodellstamm und auf der Liste für die Lohn-/Gehaltsabrechnung (Sollzeit pro Tag 9 Stunden) angezeigt. Diese Sollzeit-Angaben sind eigentlich nicht korrekt, da wöchentlich nur 40,0 Stunden verlangt sind.
Zu Arbeitsbeginn erfolgt eine Anmeldung am Buchungs-Terminal und zu Arbeitsende entsprechend eine Abmeldung. Zusätzliche Unterbrechungen (z.B. Arztbesuch) werden auch gestempelt; die Pause(n) brauchen nicht gestempelt werden, da man davon ausgeht, dass täglich insgesamt eine Stunde Pause gemacht wird.
Einstellungen: Wert1 für Firmenparameter STEMPMODEL kann auf 1 oder 0 gesetzt werden (wenn eine Prüfung auf An-/Abstempelzeiträume erwünscht ist, dann Wert1=1).Einstellung für den Firmenparameter STEMPMODE3 ist hier irrelevant, da kein
Pausenmodell definiert ist.
Beispiel:
Meldet sich jetzt eine Person 9:00 an und 18:00 wieder ab, ergibt sich für diesen Tag eine Istzeit von 9,00 Stunden (Fehlzeit 0,00 Stunden). Die tatsächliche Istzeit beträgt nur 8,00 Stunden, da davon ausgegangen wird, dass täglich eine Stunde Pause gemacht wird.
Anmerkung:
Im Gegensatz zu Beispiel 2 müssen bei dieser Vorgehensweise die Pausen nicht gestempelt werden. Bei einer Anmeldung um 9:00 und einer Abmeldung um 18:00 würde in Beispiel 2 die Istzeit ebenfalls 9,00 Stunden, die Sollzeit jedoch nur 8,50 Stunden (Freitags 5,50 Stunden ) betragen, woraus eine Fehlzeit von -0,50 Stunden (Freitags -3,50 Stunden) resultieren würde.
09/2010