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Vorgehensweise/Ablauf:
Filter ermöglichen es, bei umfangreichen Datenbeständen (Beispiel: Artikelstamm) in der Tabelle einen Überblick zu behalten und nur die gewünschten Datensätze anzuzeigen. Selektionen bieten die gleiche Möglichkeit für den Druck von Listen
Filter- und Selektionsbedingungen zur Eingrenzung von Daten können abgespeichert werden. Nach der Eingabe des Filters/der Selektion erscheint eine Abfrage, ob Sie die Bedingung speichern möchten. Sie können zusätzlich noch eine kurze Beschreibung eintragen. Die Filter-/Selektionsbedingung wird dann beim nächsten Start tabellarisch angezeigt und kann erneut ausgewählt werden.
Filter
Sie können in allen Stammdaten einen Filter angeben und bekommen dann nur noch die Datensätze angezeigt, die die Bedingung dieses Filters erfüllen. Den Filter setzen Sie unter dem Menüpunkt "Funktionen - Filter" oder das entsprechende Symbol in der Symbolleiste.
Die Filterdefinition erfolgt in einem eigenen Fenster, das nach der Auswahl des Menüpunkts erscheint. In dieser Maske "Ausdruck-Generator" finden Sie unten die Angabe, auf welche Tabelle der Filter ausgeführt wird und welche Felder in dieser Tabelle zur Verfügung stehen. Diese Felder haben unterschiedliche Schlüssel:
C = Zeichenkette (alphanumerisches Feld),
N = Zahlen (numerische Felder),
M = Memo-Felder,
D = Datum.
Mit jedem Feld der aktuellen Datenbank können Sie solch einen Filter aufbauen, der aus mehreren Bedingungen (die mit den logischen Operatoren verknüpft werden können) besteht. Dies ist vergleichbar mit einer Formel; alle Datensätze, die dieser Formel entsprechen, werden angezeigt (Filter setzen) bzw. gedruckt (Selektion), der Rest wird ausgefiltert.
Die Befehle, aus denen ein Filter bestehen kann, sind in 4 Befehlsgruppen zusammengefasst:
Math. = Mathematische Funktionen, nur auf N-Felder anwendbar.
Zeichen = Befehle für Zeichenketten, nur mit C- und M-Feldern zu verwenden.
Logisch = Logische Operatoren, anwendbar zur Verknüpfung mit festen Werten.
Datum = Befehle für das Behandeln des Datums.
Um einen Ausdruck zu erzeugen, wählen Sie zunächst das passende Feld aus und kopieren es mit einem Doppelklick in das Fenster für den Filter- bzw. Selektionsausdruck. Danach folgen evtl. Operationen auf dieses Feld - abhängig vom Feldtyp sind dies Befehle aus den Gruppen "Zeichen", "Mathematisch", "Logisch" oder "Datum" - und schließlich wird die logische Verknüpfung zum nächsten Ausdruck hergestellt (dies kann wieder ein Feld, aber auch ein fester Wert sein).
Mit dem Button "Prüfen" können Sie den Ausdruck auf korrekte Syntax prüfen und mit "OK" übernehmen.
Beispiele:
* Ein Filter im Kundenstamm, der alle Kundensuchbegriffe von "C - H" zulässt:
kdst.kdsuch>="C" AND kdst.kdsuch<"H"
* Ein Filter im Lieferantenstamm, der alle PLZ größer als 70000 zulässt:
liefst.plz>"70000"
* Ein Filter im Artikelstamm, der nur 7%-Mwst-Artikel zulässt:
artst.mwst=.F.
* Ein Filter im Artikelstamm, der nur Artikel herausfiltert mit Warengruppe "DENT" und Charaktergruppe "FERT":
artst.artgru="DENT" AND artst.charakter="FERT".
Bitte beachten Sie die korrekte Syntax, z.B. dass numerische Werte ohne Anführungszeichen, alphanumerische Werte mit Anführungszeichen, Datumswerte in geschweiften Klammern und logische Werte als .T. (TRUE; wahr) bzw. .F. (FALSE; falsch) geschrieben werden. Beachten Sie bitte auch, dass eine AND-Verknüpfung höhere Priorität vor einer OR-Verknüpfung hat und deshalb an den richtigen Stellen Klammern gesetzt werden müssen. Statt NOT kann auch "!" geschrieben werden - z.B.: !EMPTY(artst.zeichnr) bedeutet, dass das Feld "Zeichnungsnummer" im Artikelstamm nicht leer sein darf.
Ein Filter wird wieder gelöscht, wenn die jeweilige Maske verlassen wird, oder der Filterausdruck komplett gelöscht wird. In ungünstigen Fällen kann das System abstürzen, wenn Filterbedingungen gravierend falsch eingegeben werden - ein Datenverlust ist jedoch ausgeschlossen.
Wenn das Thema „Filter" für Sie interessant sein sollte, empfehlen wir den Kauf eines FoxPro oder dBase Programmierhandbuches, da die Syntax für Filterbedingungen exakt dieser Programmiersprache entspricht (xBase-Sprachstandard).
Tabellarisches setzen von Filtern:
Öffnen Sie über F9 die tabellarische Anzeige z.B. des Artikelstamms. Wenn Sie den Cursor auf die Überschrift einer Spalte setzen, erscheint ein Pfeil nach unten. Über Klicken mit der linken Maustaste kann nach dieser Spalte sortiert werden. Über die rechte Maustaste können Sie auch hier einen Filter setzen.
Sie erhalten eine Maske, in der Sie den gewünschten Filterausdruck eingeben können. Über <OK> werden dann nur noch die Datensätze angezeigt, die mit dem eingegebenen Filter übereinstimmen. Sie können dann noch weiter Filter im Anschluss auf andere Spalten setzen und so die Datensätze immer weiter eingrenzen.
Speichern von Selektionen und Filtern:
Wird eine Selektion erfasst und Sie bestätigen die Eingabemaske mit <OK> erscheint eine Sicherheitsabfrage, ob Sie die eingegebene Selektion speichern möchten. Dies ist dann sinnvoll, wenn Sie z. B. Liste immer wieder benötigen, für die Sie eine zusätzliche Selektionsbedingung benötigen. Bestätigen Sie in diesem Fall die Abfrage mit "Ja" und tragen Sie zu der Selektion eine Bezeichnung ein. Die Selektion wird gespeichert.
Wenn Sie beim nächsten Öffnen der Maske wieder über <Strg+S> in die zusätzlichen Selektionen wechseln möchten erscheint eine Tabelle aller bisher bereits gespeicherten Selektionen. Sie können eine Selektion mit <Enter> übernehmen, die Tabelle mit <Esc> beenden um eine ganz neue Selektion einzugeben, oder auch über <Strg+L> eine Selektion ganz löschen.
Beim Speichern von Selektionen wird geprüft, ob es bereits eine Selektion mit der gleichen Bezeichnung gibt. Ist dies der Fall kann die bestehende Selektion aktualisiert werden.
Druckmasken:
Auf allen Druckmasken wird oben rechts ein kleines Symbol angezeigt, wenn für die aktive Druckmaske erweiterte Selektionen gespeichert sind.
Per Klick auf den Button kann eine bereits gespeicherte Selektion ausgewählt werden.
Links: Suchfunktionen,
07/2021