Grobterminierung

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Grobterminierung

Mit diesem Programm lassen sich aufgrund hinterlegter Beschaffungszeiten und Arbeitsstunden je Tag Terminvorschläge ermitteln, damit Sie Ihren Kunden auf der Auftragsbestätigung realistische Liefertermine nennen können. Außerdem wird bei der Erfassung von Betriebsaufträgen nach Eingabe eines Ende-Termines der Start-Termin ermittelt. Um die Terminierung durchführen zu können sind jedoch zuvor einige Einstellungen zu treffen:

 

Anlegen des Firmenkalenders:

Der Firmenkalender befindet sich unter dem Menü "Stammdaten" + "Fertigung" + "Firmenkalender". Hier wird für jeden Monat und entweder je Kostenstelle oder allgemeingültig die tägliche Arbeitszeit in Stunden angelegt. Damit Sie nicht für jeden Tag des Jahres eine Eingabe machen müssen, können Sie die "übliche, tägliche Arbeitszeit" in einem Firmenparameter hinterlegen (TAGESKAPAZ). Der Wert wird dann zunächst auf alle Wochentage, ausgenommen Samstag und Sonntag vorbelegt und kann dann in Ausnahmefällen geändert werden. Damit auch Feiertage bei der Terminierung berücksichtig werden, gibt es ebenfalls unter dem Menü "Stammdaten" + "Fertigung" die "Feiertage". Dort hinterlegen Sie alle freien Tage des Jahres.

 

Erforderliche Parameter in der Firmenparameterdatei:

Tageskapaz = Übliche, tägliche Arbeitszeit in Stunden

Diese Einstellung ist für die Vorbelegung der Kapazitäten im Firmenkalender wichtig. Geben Sie die übliche, tägliche Arbeitszeit in dem Feld "alphanumerischer Wert2„ ein. Ungerade Stundenzahlen geben Sie mit einem Dezimalpunkt ein, zum Beispiel 7.5.

Terminvor1 = Auftragslieferterminvorschlag aus Produktion Ja/Nein

Hier steuern Sie, ob bei der Auftragserfassung ein Terminvorschlag ermittelt werden soll, falls der Artikel nicht ab Lager lieferbar ist. Das System ermittelt, ob die laufenden Betriebsaufträge ausreichen würden, um die erfasste Auftragsposition abzudecken. ACHTUNG: Die Prüfung erfolgt nur einmal beim Anlegen der Auftragsposition, spätere Mengenänderungen werden nicht mehr berücksichtigt. Sollten die laufende Betriebsaufträge auch nicht ausreichen, wird mit der Wiederbeschaffungszeit aus dem Artikelstamm und den Zeiten aus dem Firmenkalender der Lieferterminvorschlag ermittelt.

 

Der Parameter erhält über das Kreuz in dem Kästchen den Status "gesetzt„. In dem Feld "Numerischer Wert1„ können Sie eine einzurechnende Pufferzeit in Wochen bzw. Tagen (je nachdem, wie der Parameter TERMINIER2 gesetzt ist) eingeben.

 

Einstellungen im Artikelstamm

Im Artikelstamm wird auf der dritten Seite die optimale Losgröße sowie eine Wiederbeschaffungszeit in Tagen für diese Menge angelegt. Zum Beispiel könnte die optimale Losgröße 100 Stück sein und die Wiederbeschaffungszeit für diese 100 Stück 5 Tage betragen.

 

1. Ablauf der Grobterminierung bei Kundenauftragserfassung

Wenn Sie die entsprechenden Einstellungen getroffen haben, erfolgen beim Anlegen einer Auftragsposition nach Eingabe der Auftragsmenge folgende Prüfungen:

a. Wie hoch ist der Lagerbestand des Artikels abzüglich bereits bereitgestellter Stückzahlen- reicht der Rest aus, um den Kundenauftrag abzudecken?

Wenn er nicht ausreicht wird weiter überprüft:

b. Gibt es einen Bestellbestand (= Produktionsbestand) - es wird der Lagerbestand + Bestellbestand - Reservierungen - reicht der Rest aus um den Auftrag zu decken?

- wenn ja - wird der "letzte„ Betriebsauftrag (größte Nummer) gesucht - dort dann der Fertigstellungstermin als Grundlage + eventuell im Parameter Terminvor1 hinterlegter Puffer als Auftragstermin vorgeschlagen.

- wenn nein, holt sich das System aus dem Artikelstamm die optimale Losgröße und die Wiederbeschaffungszeit dazu - multipliziert das mit der Auftragsmenge und bekommt Tage als Ergebnis. Über den Firmenkalender wird dann, ausgegangen vom aktuellen Tagesdatum, die Anzahl der Arbeitstage und der eventuell angegebene Puffer aufgerechnet - das Ergebnis als Terminvorschlag angeboten. Der aktuelle Tag wird dabei noch mit eingerechnet.

Es erfolgt aber zunächst eine Abfrage, ob der Terminvorschlag als Auftragstermin übernommen werden soll.

 

2. Ablauf der Grobterminierung bei Betriebsauftragserfassung

Beim Erfassen eines Betriebsauftrages können Sie über die Grobterminierung ermitteln, wann mit der Fertigung begonnen werden muss, damit der Auftrag zu dem zugesagten Termin fertiggestellt werden kann. Dazu tragen Sie den Endtermin in das dafür vorgesehene Feld ein und betätigen die Schaltfläche "Durchlaufzeit„. Das System ermittelt wie auf die unter Punkt 1 beschriebene Weise die Anzahl der Tage die für die Fertigung der Betriebsauftragsmenge benötigt werden. Die Angaben aus den Stücklisten und Arbeitsplänen werden für die Grobterminierung nicht herangezogen, relevant sind die Angaben im Artikelstamm (optimale Losgröße und Wiederbeschaffungszeit) und im Firmenkalender (Arbeitstage). Die ermittelten Tage werden nun ausgehend vom Ende-Termin abgezogen und als Ergebnis gibt das System den Starttermin zurück.

 

 

Links: Firmen- und Maschinenkalender, Feiertag-Tabelle,