Rückverfolgung über Betriebsauftragsdatei - Qualitätssicherung

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Rückverfolgung über Betriebsauftragsdatei - Qualitätssicherung

Aufruf der Maske:

Anwendung - Qualitätssicherung - Rückverfolgung von Chargen

 

Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard:

 

BEISTELL12

Überlieferung von Beistellteilen

Über den Firmenparameter BEISTELL12 kann der Buchungsmodus "13" (Lagerzugang bzw. Lagerabgang vom/auf das externe Beistellteilelager) mit aufgenommen werden.

Dies ermöglicht eine vereinfachte Rückverfolgung von Chargen, sollten mehr Beistellteile geliefert worden sein, als für eine Bestellung notwendig.

 

Vorgehensweise/Ablauf:

Hinweise zur Menübedienung bzw. zu den Funktionstasten lesen Sie bitte unter diesen Online-Themen nach.

Wenn Sie den Cursor in eines der Felder der Maske setzen wird Ihnen am unteren Bildschirmrand zu jedem Feld eine kurze Erklärung angezeigt, welche Informationen hier hinterlegt werden sollen.

 

Majesty erlaubt es Ihnen, herauszufinden, welcher Wareneingang (= welcher Lieferant) bzw. welcher Produktionsauftrag dahintersteckte, als ein Kunde am Tag x die Ware y bekam. Ein Produktionsbetrieb kann sogar bis zur untersten Material-/Rohwarenebene zurückverfolgen und damit im Produkthaftungs-Falle über Majesty seinen Vorlieferant ermitteln und haftbar machen. Speziell die internationale Norm DIN EN ISO9000+ff fordert, dass eine Rückverfolgbarkeit (traceability) gegeben ist.

 

Diese gesamte Problematik erfordert eine korrekte Konfiguration von und Arbeitsweise mit Majesty und wird im Themenbereich „Lager/Materialwirtschaft" bzw. „Lagerorte" ausführlich beschrieben.

Für Handelsbetriebe ist es wichtig herauszufinden woher die Ware stammt und welche Kunden damit beliefert wurden, für Hersteller stellt sich zusätzlich die Frage in welchen Fertigungsaufträgen wurde die Ware ver- bzw. bearbeitet.

 

Deswegen bietet Majesty zwei Möglichkeiten der Rückverfolgung an: die Rückverfolgung von Chargen bzw. die Rückverfolgung von Rohwaren-Chargen.

 

 

1. Rückverfolgung Chargen

 

Rückverfolgung von Chargen

 

Um herauszufinden, von welchen Lieferanten die unterschiedlichen Chargen bezogen wurden und an welche Kunden die Teile versendet wurden, bietet Majesty hier die Rückverfolgung von Chargen. Sie können auf diese Art genau nachweisen wann und wo Sie Ihre Artikel bzw. das Material gekauft haben und an welche Ihrer Kunden sie weiterveräußert wurden. Auf der Liste sind die Lagerbewegungen (Abgänge mit Minusvorzeichen, Zugänge ohne Vorzeichen) und der Bezug dazu (Wareneingangs-, Bestell- oder Lieferungsnummer) aufgeführt. Anhand der Vorgänge erhalten Sie rasche Auskunft über die Herkunft und den Verbleib der einzelnen Chargen.

 

Damit die Liste nicht zu umfangreich wird, stehen Ihnen verschiedene Selektionsmöglichkeiten zur Verfügung. Denken Sie bei der Angabe von Selektionen bitte daran, dass die einzelnen Kriterien miteinander UND-verknüpft sind, d.h. es müssen ALLE Bedingungen zutreffen.

 

Selektionen sind möglich nach:

* von/bis Bewegungsdatum,

* für Artikelnummer bzw. Suchbegriff,

* von/bis Charge/Lagerort,

* von/bis Markierung,

* für Lagerbezeichnung 1 und 2,

* für Betriebsauftragsnummer, (wird hier eine Betriebsauftragsnummer eingegeben, die selbst ein Unterbetriebsauftrag ist bzw. aus Unterbetriebsaufträgen besteht, es werden automatisch alle gefundenen Unterbetriebsaufträge berücksichtigt.),

* für eine Wareneingangsnummer,

* für eine Lieferscheinnummer, (hier können auch (alte) Lieferscheinnummern eingegeben werden, die zu Sammelrechnungen zusammengefasst wurden und im System nur unter der neuen Nummer existieren).

 

Je mehr Informationen Sie dem System mitgeben, desto kleiner wird die Liste (alle Bedingungen sind UND-verknüpft).

 

Wenn Sie alle Kriterien eingegeben haben können Sie noch auswählen, wie die Liste sortiert sein soll:

* nach der Artikelnummer,

* nach dem Bewegungsdatum oder

* ohne Sortierung, wesentlich schneller erfolgt die Ausgabe der Liste, wenn Sie sie nicht sortieren lassen. Die Daten werden auch hierbei nicht wild durcheinander ausgegeben, sondern chronologisch geordnet. Deswegen empfehlen wir auf eine Sortierung zu verzichten.

 

Die Liste lässt sich in zwei Varianten ausgeben: Entweder lassen Sie sich die Zu- und Abgänge eines Artikels (Alle Bewegungen) oder aber nur die Abgänge (Nur Lieferungen), sprich die Lieferungen an Ihre Kunden ausgeben.

 

Über das Häkchen "Beistellteile zu WEs" werden auf der Liste die Beistellteile zu Wareneingängen aufgelistet. Über eine Reportanpassung können Informationen zu der Warneingängen der Bestellteile angedruckt werden (falls vorhanden).

 

Checkbox "Mit Leihsetkomponenten":

Mit Hilfe der neuen Checkbox ab der Version 32.2 von Majesty lassen sich für Variante 2 "Nur Lieferungen" auch Daten aus den Konsi-Lieferscheinen andrucken, die durch die Leihsetverwaltung erstellt wurden.

Mit der Reportfunktion "rf_holeKompStatus" lässt sich zudem ermittelt, ob die Komponente aktuell noch im Leihset enthalten ist oder nicht. Hierbei wird ein "*" angedruckt, sofern diese noch enthalten ist.

 

 

2. Rückverfolgung RW Chargen

 

RückverfolgungBetriebsauftragsdatei

 

 

Um herauszufinden, für welche Fertigteile bestimmte Rohwaren-Chargen ver- oder weiterbearbeitet wurden, bietet Majesty die Rückverfolgung von Rohwaren-Chargen.

 

Bevor Sie die Rohwarenchargen zurückverfolgen, könnten Sie über den Punkt "Rückverfolgung Chargen" den zugrundeliegenden Betriebsauftrag ermitteln, in der die Rohware verwendet wurde. Es ist empfehlenswert, die Betriebsauftragsnummer bei der Rohwaren-Chargen-Rückverfolgung mit einzugeben, da dies den Suchvorgang beschleunigt. Die einzelnen Stücklistenpositionen werden aufgelöst und separat aufgeführt.

 

Sie können den Umfang der Liste schmälern, indem Sie Selektionsbedingungen eingeben:

* von/bis Auftragsdatum,

* von/bis Betriebsauftragsnummer,

* für eine Artikelnummer oder –suchbegriff,

* für ein Charakterzeichen,

* nur laufende Aufträge, nur fertige Aufträge oder alle Aufträge,

* einstufig oder mehrstufige Ausgabe, mehrstufig auch mit Beistellteilen von Außer-Haus-Bestellungen und/oder zusammenengefasst. Bei der mehrstufigen Reportvariante werden hierbei ausgehend vom Endartikel rekursiv alle Betriebsaufträge ermittelt, die erforderlich waren, um das Endfabrikat herzustellen.

 

Je mehr Selektionskriterien Sie dem Programm mitgeben, desto detaillierter wird das ermittelte Ergebnis auf dem Ausdruck. Es müssen immer ALLE Bedingungen erfüllt sein, damit ein Datensatz auf der Liste ausgegeben werden kann.

 

Sortierung: Wählen Sie noch aus, ob die Liste nach Auftrag und Positionen, nach Stücklisten-Artikelnummer oder unsortiert ausgegeben werden soll.

Wenn Sie auf eine Sortierung verzichten, kann das Ergebnis viel schneller präsentiert werden. Die Datensätze sind in dem Fall chronologisch sortiert.

 

Bei mehrstufigen Stücklisten müssen Sie sich auf diese Weise Schritt für Schritt nach "unten" durcharbeiten, bis Sie die Rohwarencharge eines Produktes herausgefunden haben. In der Rohwaren-Chargen-Rückverfolgung werden Wareneingänge nur aufgrund der Wareneingangscharge identifiziert bzw. ausgewiesen. Um herauszufinden, welcher Lieferant diese Wareneingangscharge lieferte, verwenden Sie bitte anschließend wieder das Programm "Rückverfolgung Chargen" und geben nun dort die Artikelnummer der Rohware und zusätzlich die Wareneingangscharge an.

Im Report können Sie über eine bestimmte Reportfunktion auch die Mengen pro Charge mit ausdrucken lassen (Reportfunktion ChargeAusHist(.T.)) – wenden Sie sich hierzu bitte an unsere Hotline.

 

Wenn durch das Programm "Start/Materialumbuchung" eine Umbuchung mehrfach storniert und neu gebucht wird und wenn die stornierte Menge nicht exakt der gebuchten Menge entspricht, so werden alle Einzelchargen mit Mengen aufgelistet.

Wird dagegen exakt die Menge storniert die einmal gebucht wurde, so heben sich Buchung und Stornobuchung gegenseitig auf und werden nicht aufgelistet.

 

 

Beispiel für die Abarbeitung der Chargenrückverfolgung:

 

Interne Fertigung:

Situation:

Ein Betriebsauftrag über 200 Stück eines Artikels wurde erfasst, gefertigt und ordnungsgemäß an das Lager gebucht. Ein Kundenauftrag wurde angelegt und beliefert.

Zwei Wochen später reklamiert der Kunde den gelieferten Artikel. Über die Chargenrückverfolgung muss nun der Betriebsauftrag, die fertigenden Personen, die Rohware und der Lieferant der Rohware ermittelt werden. Kriterien um diese Informationen zu finden sind die Artikelnummer und die Charge des gelieferten Artikels.

 

Vorgehensweise:

Über „Anwendung - Qualitätssicherung - Rückverfolgung Chargen" geben Sie dort die vorhandenen Informationen ein – Artikelnummer und Charge. In der angezeigten Liste erhalten Sie sämtliche auf diese Charge zugebuchten und abgebuchten Vorgänge. Mögliche Buchungen sind:

1. Abbuchung bei Lieferung an einen Kunden (Modus 2),

2. Zubuchung durch Warengutschrift (Modus 2),

3. Zubuchung von Ware durch Wareneingang (Modus 4),

4. Abbuchung von Material/Baugruppen für Betriebsaufträge (Modus 6),

5. Zugang Fertigware durch Eigenfertigung/Betriebsaufträge (Modus 8),

6. Manuelle Lagerkorrekturen und Inventurbuchungen (Modus 9),

7. Lagerzugang nach erfolgter Reparatur (Modus 10),

8. Lagerabgang Beistellteile für Lieferantenbestellungen (Modus 12).

 

In unserem Beispiel finden Sie in der Liste zum einen einen Zugang von Fertigware durch Eigenfertigung (Punkt 5) sowie eine Abbuchung bei Lieferung (Punkt 1). Die Liste gibt Auskunft über die Betriebsauftragsnummer, welcher für die Fertigung angelegt wurde. Bei der Lieferung erhält man Informationen über die Lieferungsnummer, Positionsnummer und den Kunden.

Über „Anwendung - Produktion - Betriebsaufträge" können Sie nun den Betriebsauftrag aufrufen und über das Kontextmenü „Extras" die Stücklisten, Arbeitspläne etc. überprüfen.

 

Sollte der Betriebsauftrag aber zwischenzeitlich gelöscht worden sein, so können Sie über „Anwendung - Qualitätssicherung - Rückverfolgung RW-Chargen" die Charge der Rohware ermitteln. Auch in dieser Maske sollten Sie so viele Selektionskriterien wie möglich eingeben, um gezielt an die gewünschte Information zu gelangen. Hier z.B. die Betriebsauftragsnummer sowie die Artikelnummer des gefertigten Artikels. Die angezeigte Liste enthält Informationen über die verwendete Rohware, die Wareneingangschargen und die Fertigungszeiten.

Mit diesen Daten können Sie nun zurück zur Maske „Rückverfolgung Chargen" wechseln um die Herkunft der Rohwaren zu ermitteln, also entsprechende Betriebsaufträge über deren Fertigung, oder Anlieferungen von Fremdlieferanten.

 

 

Druckmöglichkeiten:

Über <Strg+D>, das Druckersymbol in der Symbolleiste oder den Button "Ausdruck starten" können Sie die Liste auf das gewünschte Druckziel ausdrucken.

 

Es gibt ab der Version 38.4 eine neue dritte Variante zum Drucken und einen dazugehörigen Report "RUECKVEI". Die neue Variante verhält sich von der Logik her wie Variante 1.

 

 

Besonderheiten:

Rechnungsnummern aus Archivmandanten werden gedruckt, sofern die Archivmandanten im neuen Parameter ARCHIV5 eingetragen wurden und der Report RUECKVE2 angepasst wurde.

 

 

Links: Lager-/Materialwirtschaft, Rückverfolgung über Betriebsauftragsdatei, Status,

 

 

01/2024