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Aufruf der Maske:
Anwendung - Lager
Das Lagerverwaltungs-Modul bietet eine große Funktionsvielfalt und ist optimal in das Warenwirtschaftssystem eingebettet. Die Lagerverwaltung übernimmt Funktionen wie:
* automatische Lagerbuchungen
* Lagerbewegung manuell buchen
* Aktualisierung des Lagers bei Wareneingängen/Warenausgängen
* Protokoll der Lagerbewegungen in der Lagerhistorie
* Erzeugen der Lagerbestandsliste
* Erzeugen der Bestellvorschlagslisten (Unterdeckungsliste/Mindestbestandsunterschreitungsliste)
* Integriertes Modul zur Unterstützung der Inventur
* Chargen/Lagerverwaltung mit Rückverfolgbarkeit
* Chaotische Lagerplatzverwaltung.
Um die Chargenverwaltung zu gewährleisten, muss natürlich zunächst pro Artikel im Artikelstamm auf der dritten Seite die Lagerverwaltung sowie die Chargenverwaltung aktiviert werden. Es gibt in Majesty verschiedene Punkte, an denen man eine neue Charge anlegen bzw. zubuchen kann. Die Chargennummern hierfür können vom System automatisch vergeben werden oder aber manuell eingetragen werden. Zu beachten sind hier die Parametereinstellungen unter Punkt 1b.
Chargen können wie folgt zugebucht werden:
- vollautomatisch – Majesty vergibt die Chargennummer und bucht die Waren zu,
- halbautomatisch – Majesty fordert Sie auf, die Chargennummer manuell einzugeben,
- oder manuell – Majesty bucht zunächst auf die Charge „?!? NOCH UNBEKANNT?!?" und Sie korrigieren die Charge manuell bei der endgültigen Buchung.
Nachträgliche Lagerzuschaltung:
Wenn Sie sich erst zu einem späteren Zeitpunkt dazu entschließen das Lagermodul von Majesty einzusetzen, beachten Sie bitte folgendes:
1a:
Zur Aktivierung des Lagermoduls wird im Artikelstamm das Kennzeichen "Lagerbestandsführung" gesetzt. Zusätzlich können Sie "Mehrlager" bzw. "Chargenpflichtig" und "Seriennummern" bei Bedarf ankreuzen. Damit Sie nicht jeden Artikel einzeln aufrufen müssen, um dann auf der dritten Seite diese Kreuze zu setzen, können solche Änderungen in der Tabelle des Artikelstammes, die Sie mit <F9> erhalten, direkt vorgenommen werden. Mit der Pfeil-nach-rechts-Taste gelangen Sie zu den Spalten "Lagerbest", "Mehrorte" und "Serien", in die Sie dann tabellarisch das Häkchen für die Markierung setzen können.
1b.
Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard:
Über den Firmenparameter LAGINFO2 ist es möglich, auch die QS-Bestände auf verdeckten Lagerplätzen mit in die Summe der QS-Bestände einzurechnen. Die Einstellung des Firmenparameters VERDECKLAG muss hierbei auch berücksichtigt werden. Beim Lagerinfofenster wird so auch der QS-Bestand auf verdecktem Lager angezeigt wird. Ist der Parameter entsprechend eingestellt, wird generell bei der Ermittlung des QS-Bestands auch bei verdeckten Lägern gesucht - der QS-Bestand wird also als Summe angezeigt (verdeckt+nicht-verdeckt als eine Zahl)..
2.
Die aktuellen Lagerbestände müssen erfasst werden, damit in Zukunft dann zu- und abgebucht werden kann. Dazu wählen Sie aus dem Menü "Lager" den Punkt "Bewegungen buchen" aus. Hier werden die Artikel der Reihe nach aufgerufen und die Lagerbestände als Zugang eingebucht. Lesen Sie dazu auch die Hilfe zum Thema "Lagerbewegungen buchen".
3.
Wenn Sie mit dem Bereitstellungsprogramm arbeiten (= Firmenparameter BEREITGEST ist gesetzt), ist es ganz wichtig, angelegte Aufträge, die bereits teilbeliefert sind, auf die Lagerbestandsführung anzugleichen. Über die Auftragsbestandsliste, die Sie über "Anwendung" + "Aufträge" + "Berichte" + "Auftragsbestandsliste" ausdrucken können, lassen sich diese Aufträge ausfindig machen. Im Programm "Aufträge" + "Erfassung" rufen Sie die Aufträge über die Nummer auf, verzweigen in die Positionsmaske und rufen die Position auf, zu der bereits eine Teillieferung erfolgt ist. Da das System bei Auslieferung der Restmenge versucht die komplette Menge von einer Charge abzubuchen, zum bereits gelieferten Teil jedoch keinen Chargenbestand finden kann (da ja zum Zeitpunkt der Lieferung noch ohne Lager gearbeitet wurde), wählt es als Lagerort die Charge "!?! NOCH UNBEKANNT !?!„ und legt das so im Lager an. Pro Auftragsposition kann Majesty nur eine einzige Charge verwalten, deshalb wird bei der Auftragserfassung eine Position unter Umständen gesplittet, wenn der Bestand einer Charge nicht ausreicht um die Auftragsmenge abzudecken. Dabei entsteht eine Position, deren Menge aus der Charge bereitgestellt wird und eine Position, bei der die Charge noch nicht bekannt ist. Das ist im Rahmen der Rückverfolgbarkeit von großer Bedeutung und erfolgt normalerweise automatisch vom System. Bei teilbelieferten Positionen, die zu einem Zeitpunkt erfasst werden, zu dem noch ohne Lager und ohne Bereitstellung gearbeitet wurde, muss das Splitten nun manuell nachgeholt werden. Sie setzen dazu die Positionsmenge soweit herunter, bis die Restmenge auf Null steht und legen für die noch offene Menge eine neue Position an. Das mag vielleicht etwas zeitaufwendig sein, muss aber leider sein. Die nachträgliche Umbuchungen der Bestände von den "!?! Noch unbekannten!?!"-Lagerorten auf die "richtigen" Chargen ist nicht weniger zeitintensiv.
4.
Damit nun alles seine Ordnung hat, sollten Sie zum Abschluss dringend noch eine "Lagerneuermittlung" unter dem Menüpunkt "Anwendung" + "Lager" durchführen. Das System ermittelt rückwirkend die Auftrags- und Bestellbestände und trägt sie in den dafür vorgesehenen Felder im Artikelstamm ein. Lesen Sie dazu auch die Hilfe zum Thema "Lagerneuermittlung".
Besonderheiten:
Lagerverwaltung / Sperrlager:
Wenn der Firmenparameter SPERRINDEX im numerischen Wert auf 1 gestellt wird, werden nun sämtliche Lagerzugänge, die nach dem Sperren eines Zeichnungsindexes erfolgen ebenfalls automatisch auf das Sperrlager umgeleitet. Hierbei erfolgt zuerst der normale Zugangsdialog innerhalb von Majesty mit der Eingabemöglichkeit von Chargennummern und Lagerplätzen. Anschließend wird geprüft, ob der einzulagernde Zeichnungsindex gesperrt ist. Falls dies der Fall ist, wird der Anwender per Meldung informiert und der Lagerzugang automatisch als Sperrbestand umgebucht. Ebenfalls wird der Anwender mittels Tabelle über alle Aufträge informiert, für die eine Bereitstellung des gesperrten Zeichnungsindexes vorhanden sind.
Links: Chargenverwaltung, Lagerplätze verwalten (feste Plätze), Lagerbestandsliste, Rückverfolgung von Chargen,
01/2010