Rückverfolgung von Chargen - Lager - Berichte

<< Click to Display Table of Contents >>

Navigation:  Lager > Berichte >

Rückverfolgung von Chargen - Lager - Berichte

Majesty erlaubt es Ihnen, herauszufinden, welcher Wareneingang (= welcher Lieferant) bzw. welcher Produktionsauftrag dahintersteckte, als ein Kunde am Tag x die Ware y bekam. Ein Produktionsbetrieb kann sogar bis zur untersten Material-/Rohwarenebene zurückverfolgen und damit im Produkthaftungs-Falle über Majesty seinen Vorlieferant ermitteln und haftbar machen. Speziell die internationale Norm DIN EN ISO9000+ff fordert, dass eine Rückverfolgbarkeit (traceability) gegeben ist.

Diese gesamte Problematik erfordert eine korrekte Konfiguration von und Arbeitsweise mit Majesty und wird im Themenbereich „Lager/Materialwirtschaft" bzw. „Lagerorte" ausführlich beschrieben.

Für Handelsbetriebe ist es wichtig herauszufinden woher die Ware stammt und welche Kunden damit beliefert wurden, für Hersteller stellt sich zusätzlich die Frage in welchen Fertigungsaufträgen wurde die Ware ver- bzw. bearbeitet.

 

Deswegen bietet Majesty zwei Möglichkeiten der Rückverfolgung an:

1. Rückverfolgung Chargen

Um herauszufinden, von welchen Lieferanten die unterschiedlichen Chargen bezogen wurden und an welche Kunden die Teile versendet wurden, bietet Majesty unter dem Menüpunkt „Qualitätssicherung" die „Rückverfolgung Chargen" an. Sie können auf diese Art dann ganz genau nachweisen wann und wo Sie Ihre Artikel/Material gekauft haben und an welche Ihrer Kunden sie weiterveräußert wurden. Auf der Liste sind die Lagerbewegungen (Abgänge mit Minusvorzeichen, Zugänge ohne Vorzeichen) und der Bezug dazu (Wareneingangs-, Bestell- oder Lieferungsnummer) aufgeführt. Anhand der Vorgänge erhalten Sie rasche Auskunft über die Herkunft und den Verbleib der einzelnen Chargen.

amit die Liste nicht zu umfangreich wird, stehen Ihnen verschiedene Selektionsmöglichkeiten zur Verfügung. Denken Sie bei der Angabe von Selektionen bitte daran, dass die einzelnen Kriterien miteinander UND-verknüpft sind, d.h. es müssen ALLE Bedingungen zutreffen.

 

Selektionen sind möglich nach:

* von/bis Bewegungsdatum,

* für Artikelnummer bzw. den Suchbegriff, hier kann auch eine Referenznummer eingetragen werden, die dann von Majesty zu der eigenen Nummer
umgerechnet wird,

* von/bis Charge/Lagerort,

* von/bis Markierung,

* für Lagerbezeichnung 1,

* für Lagerbezeichnung 2,

* für Betriebsauftragsnummer,

* für eine Wareneingangsnummer,

* für Lieferscheinnummer (Hier können auch (alte) Lieferscheinnummern eingegeben werden, die zu Sammelrechnungen zusammengefasst wurden und im System nur unter der neuen Nummer existieren).

 

Je mehr Informationen Sie dem System mitgeben, desto kleiner wird die Liste (alle Bedingungen sind UND-verknüpft).

 

Wenn Sie alle Kriterien, die bekannt sind eingegeben haben, können Sie noch auswählen, wie die Liste sortiert sein soll:

* nach der Artikelnummer,

* nach dem Bewegungsdatum oder

* ohne Sortierung.

Wesentlich schneller erfolgt die Ausgabe der Liste, wenn Sie sie nicht sortieren lassen. Die Daten werden auch hierbei nicht wild durcheinander ausgegeben, sondern chronologisch geordnet. Deswegen empfehlen wir auf eine Sortierung zu verzichten.

 

Die Liste lässt sich in zwei Variationen ausgeben: Entweder lassen Sie sich die Zu- und Abgänge eines Artikels (Alle Bewegungen) oder aber nur die Abgänge (Nur Lieferungen), sprich die Lieferungen an Ihre Kunden ausgeben.

Wenn alle Eingaben getroffen sind, starten Sie den Ausdruck über die dafür vorgesehene Schaltfläche auf den ausgewählten Drucker.

 

2. Rückverfolgung RW Chargen

Um herauszufinden, für welche Fertigteile bestimmte Rohwaren-Chargen ver- oder weiterbearbeitet wurden, bietet Majesty unter dem Menüpunkt "Qualitätssicherung" den Punkt "Rückverfolgung RW-Chargen" an.

Bevor Sie die Rohwarenchargen zurückverfolgen, könnten Sie über den Punkt "Rückverfolgung Chargen" den zugrundeliegenden Betriebsauftrag ermitteln, in der die Rohware verwendet wurde. Es ist empfehlenswert, die Betriebsauftragsnummer mit einzugeben, da dies den Suchvorgang beschleunigt. Die einzelnen Stücklistenpositionen werden aufgelöst und separat aufgeführt.

 

Sie können den Umfang der Liste schmälern, indem Sie Selektionsbedingungen eingeben:

* von/bis Auftragsdatum,

* von/bis Betriebsauftragsnummer,

* für eine Artikelnummer oder –suchbegriff,

* für ein Charakterzeichen.

Je mehr Selektionskriterien Sie dem Programm mitgeben, desto detaillierter wird das ermittelte Ergebnis auf dem Ausdruck. Es müssen immer ALLE Bedingungen erfüllt sein, damit ein Datensatz auf der Liste ausgegeben werden kann.

 

Über einen der dafür vorgesehenen Radioknöpfe entscheiden Sie, ob Sie die Charge in den laufenden, den fertigen oder allen Aufträgen suchen möchten.

Wählen Sie noch aus, ob die Liste nach Auftrag und Positionen, nach Stücklisten-Artikelnummer oder unsortiert ausgegeben werden soll.

Wenn Sie auf eine Sortierung verzichten, kann das Ergebnis viel schneller präsentiert werden. Da die Datensätze in dem Fall nicht wild durcheinander sondern chronologisch sortiert erscheinen, findet man sich recht gut zurecht. Wir empfehlen daher den Radioknopf "keine Sortierung" auswählen, bevor Sie den Ausdruck über die dafür vorgesehene Schaltfläche auf den ausgewählten Drucker starten.

 

Bei mehrstufigen Stücklisten müssen Sie sich auf diese Weise Schritt für Schritt nach "unten" durcharbeiten, bis Sie die Rohwarenchargen eines Produktes herausgefunden haben. In der Rohwaren-Chargen- Rückverfolgung werden Wareneingänge nur aufgrund der Wareneingangscharge-Charge identifiziert bzw. ausgewiesen. Um herauszufinden, welcher Lieferant diese Wareneingangscharge lieferte, verwenden Sie bitte anschließend wieder das Programm "Rückverfolgung Chargen" und geben nun dort die Artikelnummer der Rohware und zusätzlich die Wareneingangscharge an.

Im Report können Sie über eine bestimmte Reportfunktion auch die Mengen pro Charge mit ausdrucken lassen (Reportfunktion ChargeAusHist(.T.)) – wenden Sie sich hierzu bitte an unsere Hotline.

 

Wenn durch das Programm "Start/Materialumbuchung" eine Umbuchung mehrfach storniert und neu gebucht wird und wenn die stornierte Menge nicht exakt der gebuchten Menge entspricht, so werden alle Einzelchargen mit Mengen aufgelistet.

Wird dagegen exakt die Menge storniert die einmal gebucht wurde, so heben sich Buchung und Stornobuchung gegenseitig auf und werden nicht aufgelistet.

 

Beispiel für die Abarbeitung der Chargenrückverfolgung:

Interne Fertigung:

Situation:

Ein Betriebsauftrag über 200 Stück eines Artikels wurde erfasst, gefertigt und ordnungsgemäß an das Lager gebucht. Ein Kundenauftrag wurde angelegt und beliefert.

Zwei Wochen später reklamiert der Kunde den gelieferten Artikel. Über die Chargenrückverfolgung muss nun der Betriebsauftrag, die fertigenden Personen, die Rohware und der Lieferant der Rohware ermittelt werden. Kriterien um diese Informationen zu finden sind die Artikelnummer un die Charge des gelieferten Artikels.

Vorgehensweise:

Über „Anwendung" + „Qualitätssicherung" + „Rückverfolgung Chargen" geben Sie dort die vorhandenen Informationen ein – Artikelnummer und Charge. In der angezeigten Liste erhalten Sie sämtliche auf diese Charge zugebuchten und abgebuchten Vorgänge. Mögliche Buchungen sind:

1. Abbuchung bei Lieferung an einen Kunden (Modus 2),

2. Zubuchung durch Warengutschrift (Modus 2),

3. Zubuchung von Ware durch Wareneingang (Modus 4),

4. Abbuchung von Material/Baugruppen für Betriebsaufträge (Modus 6),

5. Zugang Fertigware durch Eigenfertigung/Betriebsaufträge (Modus 8),

6. Manuelle Lagerkorrekturen und Inventurbuchungen (Modus 9),

7. Lagerzugang nach erfolgter Reparatur (Modus 10),

8. Lagerabgang Beistellteile für Lieferantenbestellungen (Modus 12).

 

In unserem Beispiel finden Sie in der Liste zum einen einen Zugang von Fertigware durch Eigenfertigung (Punkt 5) sowie eine Abbuchung bei Lieferung (Punkt 1). Die Liste gibt Auskunft über die Betriebsauftragsnummer, welcher für die Fertigung angelegt wurde. Bei der Lieferung erhält man Informationen über die Lieferungsnummer, Positionsnummer und den Kunden.

Über „Anwendung" + „Produktion" + „Betriebsaufträge" können Sie nun den Betriebsauftrag aufrufen und über das Kontextmenü „Extras" die Stücklisten, Arbeitspläne etc. überprüfen.

Sollte der Betriebsauftrag aber zwischenzeitlich gelöscht worden sein, so können Sie über „Anwendung" + „Qualitätssicherung" + „Rückverfolgung RW-Chargen" die Charge der Rohware ermitteln. Auch in dieser Maske sollten Sie so viele Selektionskriterien wie möglich eingeben, um gezielt an die gewünschte Information zu gelangen. Hier z.B. die Betriebsauftragsnummer sowie die Artikelnummer des gefertigten Artikels. Die angezeigte Liste enthält Informationen über die verwendete Rohware, die Wareneingangschargen und die Fertigungszeiten.

Mit diesen Daten können Sie nun zurück zur Maske „Rückverfolgung Chargen" wechseln um die Herkunft der Rohwaren zu ermitteln, also entsprechende Betriebsaufträge über deren Fertigung, oder Anlieferungen von Fremdlieferanten.

 

Chargenrückverfolgung über Betriebsauftragsdatei:

Wenn ein Betriebsauftrag keine Stückliste hat oder die Stückliste nur aus nicht lagerbestandsgeführten Artikeln besteht, wurde dieser bisher nicht bei der mehrstufigen Auflösung angedruckt. Ab der Version 29.2 von Majesty wird dieser Betriebsauftrag ebenfalls angedruckt, aber ohne Information zu einem Stücklistenteil.

 

In der Maske "Rückverfolgung über Betriebsauftragsdatei:" gibt es nun 5 Reportvarianten für einstufige, und 5 Reportvarianten für mehrstufige Rückverfolgungen von Betriebsaufträgen.

 

Bei der Chargen-Rückverfolgung wird auch die Charge der Beistellteile ermittelt.

 

 

 

Links: Lager-/Materialwirtschaft, Lagerplätze verwalten (feste Plätze), Rückverfolgung über Betriebsauftragsdatei,

 

 

06/2012