Lagerbuchungen

<< Click to Display Table of Contents >>

Navigation:  Lager > Extras Lager >

Lagerbuchungen

Aufruf der Maske:

Anwendung - Lager

 

Reservierung/Auftragserfassung

Wird eine Auftragsposition erfasst, so wird vom System der Artikel automatisch reserviert. Das heißt, der Lagerbestand bleibt noch unverändert. Da der Artikel ein geplanter Abgang ist, wird er im Feld "Auftragsbestand" des Lagers ausgewiesen und im Feld "Später verfügbar" der Lagermaske bereits abgebucht. Ist der Parameter CHARGEAUF gesetzt, kann bei der Auftragspositionserfassung aus der darauffolgenden Maske ein Lagerort/Charge für die Reservierung des Kundenauftragsartikel gewählt werden, sofern das Kennzeichen "Mehrere Lagerorte bzw. Chargen" im Artikelstamm auf Seite 3 angekreuzt ist.

 

Bereitstellung (Kommissionierung/feste Zuteilung des Lagerbestands auf einen Kundenauftrag)

Dieses Programm dient dazu, Ware, die am Lager verfügbar ist, für einen Kundenauftrag bereitzustellen, damit nicht später folgende Aufträge diese Ware für sich verwenden können. Eine Bereitstellung ist also fast schon ein Lagerabgang, da die Ware nicht mehr für andere Aufträge verfügbar ist. Geben Sie in die Maske die Auftragsnummer und die bereitzustellende Positionsnummer ein, evtl. unter Zuhilfenahme der F12 Taste. Ist der Artikel mit verschiedenen Chargen oder Lagerorten am Lager, so müssen Sie per F12 eine Charge auswählen. Sie werden nun über die aktuelle Lagerbestandssituation informiert und können eingeben, welche Menge für die Auftragsposition bereitgestellt werden soll. Sollte von einer Charge nicht genügend Bestand auf Lager sein, so wird die Auftragspositionen automatisch in zwei oder mehrere Positionen gesplittet und diese können dann separat mit verschiedenen Chargen bereitgestellt werden.

 

Das Bereitstellungsprogramm kann entweder über das Hauptmenü oder direkt aus der Auftragsposition heraus über das Kontext-Menü aufgerufen werden. Für die richtige Funktionsweise sind folgende Firmenparameter von größter Bedeutung (bevor Sie eigenmächtig den Parameter BEREITGEST verändern, empfehlen wir, dass Sie unsere Hotline informieren und den Schritt "absegnen" lassen).

BEREITGEST

Wenn der Parameter gesetzt ist, kann nur bereitgestellte Ware zur Auslieferung kommen. Bei der Auftragspositionserfassung wechselt das Programm vollautomatisch in die Bereitstellungsmaske, falls ein Lagerbestand verfügbar ist.

MELDBEREIT

Wenn dieser Parameter gesetzt ist, schlägt das Programm automatisch bei der Wareneingangsbuchung vor, die eingegangene Ware bereitzustellen.

MELDBEREI2

Dasselbe wie BEREITGEST, allerdings hier nicht bei Wareneingang, sondern bei Betriebsauftrags-Fertigmeldung.

LIEFWAHL

Wenn dieser Parameter gesetzt ist, schlägt das Programm die Auswahl eines Lieferanten bei der Auftragspositionserfassung vor, falls keine Ware bereitgestellt werden kann oder wurde. Diese Einstellung macht nur dann Sinn, wenn Sie mit dem Programm "Automatik-Bestellung" arbeiten und die Person, die den Kundenauftrag erfasst, in der Lage ist, einen Lieferant bereits bei der Auftragserfassung festzulegen.

LAGERRECHT

Dieser Parameter steuert die Rechteverwaltung des Lagermodules.

Parameter nicht gesetzt: Für den Lagermaskenaufruf aus dem Artikelstamm wird in der Passwortverwaltung der Modulname LAGER verwendet und hierüber werden auch die Rechte für andere automatische Lagerbuchungen gesteuert (Standard).

Parameter gesetzt: Für den Lagermaskenaufruf aus dem Artikelstamm wird in der Passwortverwaltung der Modulname LAGER2 verwendet, während die Rechte für die automatischen Lagerbuchungen über den Modulnamen LAGER gesteuert werden

 

Bestellung

Wird eine Bestellposition erfasst, so wird vom System der Artikel in den Bestellbestand aufgenommen. Das heißt, der Lagerbestand bleibt unverändert. Da der Artikel ein geplanter Zugang ist, wird er im Feld "Bestellbestand" ausgewiesen und im Feld "Später verfügbar" in der Lagermaske zugebucht. Ist der Parameter CHARGEBEST gesetzt, kann bei der Bestellerfassung, (falls für den Artikel mehrere Lagerorte geführt werden) aus der darauffolgenden Maske eine Charge bzw. ein Lagerort für den bestellten Artikel gewählt werden. In der Praxis wird allerdings die Charge erst zum Zeitpunkt des Wareneingangs bekannt sein.

 

Wareneingang

Werden bestellte Waren vom Lieferant angeliefert, so muss dies dem System mitgeteilt werden, um einmal die Bestellung zurückzumelden und auch (wenn der Artikel im Lager geführt wird) die Zubuchung auf das Lager durchzuführen. Dies geschieht im Menü "Einkauf" + "Wareneingang". Falls mit Wareneingangsprüfplan-Logik gearbeitet wird, bucht das System den Artikel zunächst auf das QS-Lager und erst durch die Rückmeldung der Wareneingangsprüfung auf das richtige Lager.

 

Mit dem Wareneingang geschieht folgendes:

- Die Bestellung wird zurückgemeldet d.h. als geliefert markiert bzw. die Restmenge vermindert.

- Eingangs-Lieferschein und -Rechnung können überprüft und die Details gespeichert werden.

- Eine Lagerzubuchung wird durchgeführt es sei denn, für den Artikel wurde ein Prüfplan hinterlegt. In diesem Fall wird   das Lager erst mit dem Programm "Wareneingangsprüfung" zugebucht.

- Eine Bestellbestandsabbuchung wird durchgeführt (der "geplante Zugang" wird vermindert).

- Sie werden gefragt, ob für den rückgemeldeten Artikel ein Warenbegleitschein ausgedruckt werden soll, wenn der   Parameter WBSDRU1 gesetzt ist.

- das System verlangt zu jedem gelieferten Stück eine Seriennummer, sofern die Kennzeichen hierfür im   Artikelstamm gesetzt sind.

 

Lieferung

Eine Lieferung ist im Prinzip ein Auftrag der zur Auslieferung kommt. Dafür benötigen Sie das Programm "Fakturierung" + "Erfassung Lieferung". Sind die Positionen erfasst, und wird der Artikel an mehreren Lagerorten bzw. mit verschiedenen Chargen geführt, können Sie aus einer Auswahlmaske den Lagerort bzw. die Charge auswählen, von welcher der Auftragsartikel entnommen werden soll. Der Lagerbestand wird sofort um die gelieferte Menge verringert. Bei aktiver Seriennummerverwaltung muss je Stück die Seriennummer, die ausgeliefert werden soll, angegeben werden.

 

Bei Übernahme von Auftragspositionen für eine Lieferung, wird der Auftragsbestand (sowie der bereitgestellte Bestand, vorausgesetzt, man arbeitet mit dem Bereitstellungsprogramm) abgebucht (der "geplante Abgang" wird vermindert).

 

In der Chargenauswahlmaske bei Lagerzu- und -abgängen wird auch das Nettogewicht des Artikelstammes angezeigt und kann an dieser Stelle gleich korrigiert werden. Ist im Artikelstamm noch kein Gewicht hinterlegt wird dies gleich erkannt, der Artikel kann so gleich beim Wareneingang gewogen werden und das Gewicht wird direkt erfasst.

 

Betriebsaufträge/Einlastung

Durch die Einlastung wird der Auftrag zum Ausdruck freigegeben. Eine Änderung am Arbeitsplan oder der Stückliste sowie der Losgrößen ist nach Freigabe nicht mehr erlaubt. Bei der Freigabe finden Lagerbestandbuchungen statt:

Der zu fertigende Artikel wird als geplanter Zugang vermerkt (Produktionsbestandsbuchung im Lager) und die Stücklistenpositionen werden als geplanter Abgang vermerkt (Reservierung im Lager). Sollte bei den Artikeln die Chargenverwaltung im Artikelstamm aktiviert sein, so möchte das System jetzt schon Chargennummern wissen. Da diese evtl. erst bei der Rückmeldung bekannt sind, kann bei der Einlastung ein "NOCH UNBEKANNTER LAGERORT" gewählt werden.

 

Ist der Parameter CHARGEBET1 gesetzt, bedeutet das, dass die Charge der Stücklistenpositionen bei der Betriebsauftragserfassung bekannt sein kann. Ist der Parameter CHARGEBET2 gesetzt, kann die Charge des Fertigteils bei der Betriebsauftragserfassung schon bekannt sein.

 

Betriebsaufträge/Fertigmeldung

Sind Betriebsaufträge erledigt, d.h., kommt die Laufkarte aus der Fertigung zurück zum Meister bzw. zum AV-Mann, muss dies dem System mitgeteilt werden, um den Auftrag aus der Rückstandsliste zu streichen und das verbrauchte Material vom Lager abzubuchen. Dies geschieht über das Programm "Produktion" + "Rückmeldung verbuchen". Sollten Sie mit dem Betriebsauftrags-Endprüfungsmodul arbeiten, so wird erst durch Rückmeldung der Endprüfung ein Lagerbestand zugebucht.

 

Bei der Rückmeldung passiert folgendes:

Der zurückgemeldete fertige Artikel wird dem Lager zugebucht. Die evtl. hinterlegte Stückliste wird mit den geplanten Abgangsmengen tabellarisch aufgelistet. Dort können Sie nun in Tabellenform den tatsächlichen Materialverbrauch eingeben (Ist-Menge). Wenn die Ist-Mengen eingegeben sind, wird die Stückliste mit den eingegebenen Ist-Mengen vom Lager abgebucht. Die Restmenge des Betriebsauftrages wird vermindert.

Eine Rückmeldung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Im Falle von Falsch-Rückmeldungen muss man das Lager manuell korrigieren.

Wird ein Teil eines Betriebsauftrages oder eines Wareneinganges dem Sperrlager zugebucht, kann über Menü "Berichte" im Lagermodul eine Sperrlagerbestandsliste ausgedruckt werden.

 

Manuelle Lagerbewegungen buchen

Erreichbar über Menü "Lager" + "Lagerbewegungen buchen". Dieses Programm dient dazu, manuell Lagerzu-/ Abbuchungen vorzunehmen. Die Erfassungsmaske wird mit entsprechenden Angaben ausgefüllt. Geben Sie ein, ob es sich um einen Zugang (Buchungsmenge wird dem Lager zugeschlagen) oder um einen Abgang (Menge wird dem Lager entnommen) handelt. Sie können auch bei Abgängen die Menge mit Minus-Vorzeichen eingeben, dadurch wandert der Radio-Button automatisch auf "Abgang".

 

Inventur

Die Inventurfunktionen von Majesty ermöglichen ein komplettes bequemes Durchführen einer Inventur zur Aktualisierung der Lagerbestände. Eine Inventur wird durch viele Listen und leistungsfähige Eingabemöglichkeiten unterstützt. Eine Inventur läuft programmtechnisch wie folgt ab:

Inventurstart:

Beim Start der Inventur werden die Bestände und Werte der vorherigen Inventur auf Null gesetzt, damit die neue Inventur korrekt ausgeführt werden kann. Der Inventurwert wird vom System nach einer vom Anwender festzulegenden Prioritätenregel abgestellt.

 

Inventur-Zählliste:

Man erhält eine Liste zum manuellen Eintragen von vorhandenen Lagerbeständen, die das Aufnehmen der Inventurdaten erleichtern. Diese Liste können Sie unter Menü "Lager" + "Inventur" + "Zählliste" ausdrucken.

Inventurerfassung:

Hier werden die gezählten Bestände erfasst. Diese geschieht über Menü "Lager" + "Inventur" + "Erfassung". Die Bestände werden in einer Tabelle eingegeben und auch der Wert kann tabellarisch geändert werden. Sie müssen allerdings erst einige Male die <TAB>-Taste drücken, bis die Spalte "Inv.Bestand" am Bildschirm ist.

Inventurliste:

Sind diese Inventurdaten alle erfasst, können Sie eine Inventurliste über die aktuelle Inventur ausdrucken. Auf dieser Liste werden die Bestände mit dem Inventurpreis bewertet.

Inventur-Differenzliste:

Sollten Sie Abweichungen in der Lagerdatei und dem gezählten Bestand festgestellt haben, haben Sie die Möglichkeit eine Inventur-Differenzliste auszudrucken. Dies ist über Menü "Lager" + "Inventur" + "Differenzliste" möglich.

Inventur-Abgleich:

Am Ende der Inventur, wenn alle Unstimmigkeiten aus der Differenzliste geklärt sind, kann der Inventur-Abgleich erfolgen; d.h., die Inventurbestände werden als aktuelle Lagerbestände übernommen.

 

Chaotische Lagerplatzverwaltung

Bei chaotischer Lagerverwaltung wird vom System vorgeschlagen, auf welchen Platz ein Artikel ein- oder ausgelagert werden soll. Erreichbar ist das Lagerplatzerfassungsprogramm über Menü "Lager" + "Chaotisches Lager". Damit die chaotische Lagerplatzverwaltung richtig funktioniert müssen zuerst alle verfügbaren Lagerplätze mit diesem Programm erfasst werden. Soll das System dann bei jeder Lagerzubuchung einen freien Platz zuweisen bzw. bei jeder Abbuchung einen Platz vorschlagen, muss in der Firmenparameterdatei per Schlüssel CHAOSLAGER die Automatik aktiviert werden. Ist der Parameter gesetzt, sollten Sie das Programm verlassen und neu starten.

 

Beispiel:

Wird ein Lagerzugang gebucht und gespeichert, erscheint eine Tabelle "Platz wählen für Zubuchung". Hier wird angezeigt, welche Lagerplätze noch frei sind. Wählen Sie einen Lagerplatz aus und bestätigen Sie. In der darauffolgenden Maske "Lagerzubuchung chaotisches Lager" geben Sie die Menge ein, die dem gewählten Lagerplatz zugebucht werden soll. Ist der Platz zu klein, müssen Sie die Menge entsprechend vermindern. Betätigen Sie die Schaltfläche OK, wird die Lagerbuchung vom System gespeichert.

 

Seriennummernverwaltung

Zusätzlich zur Chargenverwaltung, bietet das System die Möglichkeit, beim Buchen der Wareneingänge zu jedem Stück eine Seriennummer zu hinterlegen. Beim Wareneingang wird nach Eingabe der Eingangsmenge zu jedem Stück nach einer Seriennummer abgefragt. Die eingegebenen Seriennummern werden in dem Feld "LagerortCharge„ verwaltet. Bei der Erstellung einer Lieferung wird entsprechend abgefragt, welche der Seriennummern vom Lager entnommen werden sollen. Wird zusätzlich zur Seriennummer auch eine Produktions-Charge benötigt, sollten Sie diese bei Lagerabbuchungen in das Feld „Markierung„ eintragen.

 

 

Weitere Programme der Lagerverwaltung

Unterdeckungsliste/Bestellvorschläge

Ausdruck der Unterdeckungsliste mit Artikeln, bei denen der geplante Abgang nicht durch aktuelle Lagerbestände und Bestellungen/Betriebsaufträge gedeckt werden kann. Diese Liste ist somit eine auftragsbezogene

 

Bestellvorschlagsliste

Bestellvorschlagsliste bei Mindestbestandsunterschreitung

Ein Artikel wird dabei als Bestellvorschlag gedruckt, wenn er den Mindestbestand unterschritten hat. Bei Erreichen des Mindestbestandes findet noch kein Bestellvorschlag statt.

 

Wareneingangsprüfung (QS-Lager/Sperrlager)

Für alle Artikel, für die im Artikelstamm ein Prüfplan hinterlegt wurde, wird beim Wareneingang eine Wareneingangsprüfung vorgenommen. Ist die Ware in einwandfreiem Zustand, können Sie im Feld "Umbuchung Lager" der Wareneingangsprüfungs-Maske den Artikel dem Lager zubuchen. Weist der Artikel irgendwelche Mängel auf, werden diese im Feld "Sperrlager" zugebucht. Ebenso können fehlerhafte Artikel dem Lieferanten zurückgesandt werden. Diese Logik muss aktiviert werden durch den Parameter PRUEFDRU1.

 

Lagerhistorie für die Suche nach Fehlern im Lager

Hier werden alle Buchungen auf das Lager erfasst, egal ob diese nun automatisch oder manuell erfolgt sind. Die Lagerhistorie ist sehr wichtig, um Fehler im Lager aufzuspüren und um Überblick über alle Lagerbewegungen zu erhalten. Außerdem ist die Historie ein Hilfsmittel für die Rückverfolgung von Chargen.

 

Lager-Neuermittlung

Die Lager Neuermittlung ist erforderlich, wenn der Auftragsbestand oder der Bestellbestand des Lagers nicht stimmen oder wenn der Artikel nachträglich auf Bestandführung "Ja" gesetzt wurde. Fehler im Lager können bei Stromausfall während der Erfassung auftreten. Fehler erkennt man, wenn im Lager ein anderer Auftragsbestand bzw. Bestellbestand steht als auf der Auftrags- bzw. Bestellrückstandsliste ausgewiesen wird.

 

 

 

Links: Auftragserfassung, Fakturierung, Bestellungen, Wareneingangsprüfung rückmelden, Inventur, Seriennummernverwaltung,

 

 

12/2017