Betriebsauftrags-Endprüfung - Qualitätssicherung

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Betriebsauftrags-Endprüfung - Qualitätssicherung

BetriebsauftragsEndprüfung_QS

 

Dieses zusätzlich erhältliche Modul für Majesty dient der Durchführung einer Endprüfung in der Fertigung. Im Rahmen der Qualitätssicherung ist es erforderlich, Teile, die aus der Produktion ans Lager gelegt werden einer entsprechenden Qualitätsprüfung zu unterziehen. Dort festgestellte Mängel, Ausschüsse und anstehende Nacharbeiten müssen protokolliert werden, damit sie auch weiter verfolgt werden können. Betriebsaufträge können nur dann fertiggemeldet werden, wenn die Endprüfung stattgefunden hat. Erst dann stehen die gefertigten Teile für den Verkauf/Versand zur Verfügung.

 

Für die Verwaltung des Endprüfungsmoduls sind folgende Voreinstellungen erforderlich:

1. Hinterlegung der Prüfanweisungen:

Die Prüfanweisungen werden ähnlich wie die Arbeitsfolgen für die Arbeitspläne angelegt. Rufen Sie dazu aus dem Menü "Stammdaten" + "Fertigung„ die "Prüfanweisungen„ auf. Sie können jeder Prüfanweisung das entsprechende Prüfmittel zuordnen. Prüfmittel werden wiederum separat hinterlegt und verwaltet (Menü "Qualitätssicherung„+ "Prüfmittel„ dann "Prüfmittelstamm„).

 

2. Erstellen der Prüfpläne aus den Prüfanweisungen im Artikelstamm:

Jedem Artikel kann nun direkt im Artikelstamm ein Prüfplan zugeordnet werden. Rufen Sie dazu im Artikelstamm den Artikel auf und wählen aus dem Kontext-Menü den Punkt "Prüfpläne„.

 

3. Parametereinstellung, in der die Arbeitsfolge, mit der die Endprüfung stattfinden soll, angegeben wird:

Artikel, bei denen die Endprüfung durchgeführt werden muss, benötigen ein entsprechendes Merkmal, damit zuerst die Prüfung stattfinden muss, bevor der Betriebsauftrag fertiggemeldet werden kann. Im Arbeitsplan hinterlegen Sie eine Arbeitsfolge, die die Endprüfung kennzeichnet. Der Arbeitsgang "Endkontrolle„ könnte zum Beispiel unter dem Schlüssel "ENDKO„ im Arbeitsgangstamm angelegt und als Arbeitsfolge im Arbeitsplan mit aufgenommen werden. Im Firmenparameter hinterlegen Sie dann unter dem Parameter ENDPRUEF, dass die Arbeitsfolge "ENDKO„ für die zwingende Durchführung der Endprüfung eingesetzt wird. Das System überprüft beim Einlasten von Betriebsaufträgen die Arbeitspläne auf die Arbeitsfolge ENDKO hin und erfordert die Durchführung der Endprüfung bevor der Betriebsauftrag zurückgemeldet werden kann.

 

4. Einbindung der entsprechenden Arbeitsfolge im Arbeitsplan, damit eindeutig wird, bei welchen Artikeln die Endprüfung erfolgen soll.

 

5. Textbausteine für möglich auftretende Fehler, die dann im Fehlerprotokoll eingelesen werden können:

Gleichbleibende Texte für die Erstellung der Fehlerprotokolle können als Textbausteine hinterlegt und bei der Endprüfung eingelesen werden. Rufen Sie dazu aus dem Menü "Stammdaten„ den Punkt "Fertigung„ dann die "Fehlertexte„ auf.

 

Nachdem alle Voraussetzungen geschaffen sind, steht der Durchführung der Endkontrolle nichts mehr im Wege.

Die Endprüfung findet vor dem Fertigmelden eines Betriebsauftrages statt und kann aus dem Menü  "Qualitätssicherung" oder "Produktion" aufgerufen werden. Über die Betriebsauftragsnummer stellen Sie den Bezug zu dem Betriebsauftrag her. Zwingend vorgeschrieben ist die Eingabe der Person, die für die Endprüfung verantwortlich ist. Nachdem Sie auch das Datum eingetragen haben, können Sie den Prüfplan ausdrucken, indem Sie auf die dafür vorgesehene Schaltfläche klicken. Anhand den Anweisungen auf dem Prüfplan erfolgt nun die Überprüfung der Teile.

Ist die Prüfung durchgeführt worden, rufen Sie den Betriebsauftrag im Endprüfungsprogramm erneut auf. Die Freigabemenge sagt aus, wie viel Teile in Ordnung sind. Zwingend ist auch hier die Angabe des "Prüfers" (Zuordnung aus der F12 Tabelle oder direkte Eingabe der Personennummer oder des Suchbegriffes). Durch anklicken der Schaltfläche "FreigabeNr." erhält der Vorgang eine laufende Nummer des Systems. Mit der Schaltfläche "Freigabeschein" starten Sie den Ausdruck eines entsprechenden Papiers. Wenn die Freigabemenge mit der gefertigten Menge identisch ist, können Sie per anklicken der entsprechenden Schaltfläche die Endprüfung verbuchen und das Programm verlassen.

Auf Seite 1 finden Sie außerdem ein Bildpfad-Feld, über das z. B. ein bei der Endprüfung eingesanntes Dokument direkt mit dem Betriebsauftrag verknüpft werden kann.

 

Für den Fall, dass bei der Prüfung fehlerhafte Teile ermittelt wurden, können Sie auf die zweite Seite wechseln, auf der angegeben wird wie hoch der Ausschuss ist und ob die Teile nachbearbeitet oder auf ein Sperrlager gebucht werden sollen. Geben Sie als erstes die Ausschussmenge ein. In dem Feld "Fehlertext„ können Sie entweder aus der Tabelle über F12 Textbausteine aufrufen und/oder aber individuell Texte für das Fehlerprotokoll eingeben. Mit der Schaltfläche "Ausschussbeleg„ drucken Sie das entsprechende Papier auf den ausgewählten Drucker aus.

Eine Ausschussliste erhalten Sie über das Menü „Qualitätssicherung" + „Ausschuss Produktion" oder "Produktion„ + "Berichte„ + "Ausschussliste„. Darauf ersehen Sie auch den prozentualen Anteil der Ausschussware aus der Produktion.

 

Statt oder zusätzlich zum Ausschuss können Sie eine Sperrlagermenge eingeben und auch dafür einen Fehlertext aufrufen oder manuell eingeben, und ein entsprechendes Begleitpapier ausdrucken.

Unter dem Menüpunkt "Lager„ + "Berichte„ erhalten Sie eine Sperrlagerliste, die Sie nach verschiedenen Kriterien ausdrucken können. Die Sperrlagerbestände werden lediglich in das dafür vorgesehene Feld im Lager geschrieben - eine Umbuchungsmöglichkeit über das Lagerprogramm ist nicht vorgesehen. Änderungen diesbezüglich müssen direkt im Artikelstamm über das Kontext-Menü "Lagerbestände bearbeiten„ vorgenommen werden.

Für den Fall, dass die Teile nachbearbeitet werden müssen, geben Sie die Menge in das dafür vorgesehene Feld ein. Tragen Sie die Abteilung, die die Nacharbeit leistet und das gewünschte Fertigstellungsdatum ein. Bei Bedarf können Sie aus der Fehlertextdatei Bausteine aufrufen und ein Nachbearbeitungsprotokoll ausdrucken.

Eine Überwachungsmöglichkeit der Nacharbeiten erhalten Sie unter dem Menü "Produktion„ + "Berichte„und "Nacharbeiten-Überwachung„. Sie können dort noch selektieren, ob auf der Liste alle, die unerledigten oder nur die erledigten Nacharbeiten ausgewiesen werden sollen.

 

Wenn die Teile aus der Nacharbeit wieder zurückkommen, rufen Sie den Vorgang erneut auf und tragen auf der zweiten Seite die Menge der Teile, die in Ordnung sind, sowie die Sperrlager- und Ausschussmenge ein, und verbuchen die Endprüfung durch anklicken der dafür vorgesehenen Schaltfläche.

Nun kann der Betriebsauftrag auf die übliche Weise zurückgemeldet werden. Dabei können nur so viele Teile zurückgemeldet werden, wie Sie bei der Endprüfung freigegeben haben. Diesen Menüpunkt finden Sie unter „Produktion" + „Fertigmeldung (einzel)" oder „Stapelfertigmeldung". Lesen Sie dazu die Hilfe zum Thema "Betriebsaufträge fertigmelden.

 

 

Links: Betriebsauftrags-Endprüfung,

 

 

12/2005