|
<< Click to Display Table of Contents >> Navigation: Index > Massblatt |
ACHTUNG!
Dieses Modul muss IMMER kundenspezifisch angepasst werden. Ein Standard-Programm gibt es nicht. Das Modul wird auch durch Updates nicht aktualisiert.
Diese Dokumentation bezieht sich auf den aktuellen Programmstand. Frühere Auslieferungen des Moduls können hiervon abweichen.
Aufruf der Maske:
Anwendung - Bestellungen - Wareneingangsprüfung
Anwendung - Produktion - Endprüfung
Anwendung - Produktion - Fertigmeldung (einzeln)
Anwendung - Stammdaten - Artikel - Artikelstamm - Prüfplan
Vorgehensweise/Ablauf:
Allgemeiner Hinweis:
Das Maßblatt-Modul dient dazu, die in Majesty im Prüfplan hinterlegten Sollmaße in eine Excelvorlage einzutragen, damit der Anwender in der Exceldatei die Ist-Maße erfassen und die Abweichungen ermitteln kann.
Anpassung der Excelvorlage MASSBLATT.XLS
Die Exceldatei, die mit dem Modul ausgeliefert wird, ist eine reine Vorlagendatei und wird immer als Basis verwendet. Texte können hier frei angepasst werden (z.B. Übersetzung auf Deutsch), Schriftarten können geändert werden, Logos eingebaut werden usw. Es ist aber darauf zu achten, dass die folgenden Zellen freigelassen werden, da hier von Majesty Werte eingetragen werden.
Zeile 1, Spalte 1: Auftragsnummer
Zeile 3, Spalte 2: Artikelnummer
Zeile 3, Spalte 4: Zeichnungsindex
Zeile 3, Spalte 6: Prüfer
Zeile 3, Spalte 8: Tagesdatum
Zeile 4, Spalte 2: Lieferantennummer
Zeile 4, Spalte 4: Quartalscode
Zeile 4, Spalte 6: zu prüfende Menge
Zeile 6: komplett leer lassen für Überschriften
Zeile 7-10: komplett leer lassen für Sollmaße, Toleranzen usw.
Zeile 12: komplett leer lassen für Istmaße und berechnete Abweichungen
Erforderliche Stammdaten
In der Prüfanweisungs-Textbausteindatei sollte eine Prüfanweisung „MASSPR“ oder ähnlich angelegt werden.
Für den Artikel muss ein Prüfplan vorhanden sein.
Im Prüfplan muss pro Prüfmaß eine separate Position angelegt werden.
Für Prüfmaße die dann als Sollmaß im Maßblatt eingetragen werden sollen, ist der Haken „Druck auf Maßblatt“ zu setzen.

Wichtig sind insbesondere die Angaben „Prüfmaß Wert“ (das Soll-Maß), AQL (Stichprobenplan, dieser ist fest in Majesty hinterlegt; 1.0 bedeutet z.B. bei 100 Teilen müssen 13 geprüft werden), die obere Toleranz (ohne Vorzeichen) und die untere Toleranz (mit Minusvorzeichen).
Beim Klick auf das Excelsymbol aus dieser Stammdatenmaske heraus wird nach einer Losgröße gefragt und man bekommt ein ausgefülltes Maßblatt. Der Button wird hier eher selten benötigt, da man normalerweise einen Wareneingang oder einen Betriebsauftrag als Basis hat.
Das Ergebnis sieht z.B. so aus:

Majesty trägt per Excel-OLE-Automation in die Excelvorlage gewisse Werte im Kopfbereich ein und generiert gelbe Bereiche, je nach AQL. Bei einer Losgröße von 100 und AQL 1.0 werden für das erste Maß z.B. 13 Zellen gelb eingefärbt. Sie müssen nun in Zelle B12 klicken und das erste gemessene Maß eingeben bzw. von der angeschlossenen Schieblehre z.B. per Fußschalter übernehmen.
Majesty springt beim Drücken von ENTER automatisch eine Zeile tiefer damit das Maß des nächsten geprüften Teiles eingetragen werden kann. In der Spalte „Actual“ wird also das Ist-Maß eingetragen und die Spalte „Deviation“ berechnet die Abweichung zum Sollmaß. Je nachdem ob die Toleranz eingehalten wird, erscheint die Abweichung in schwarzer oder roter Schrift. Beispiel:

Danach muss der Cursor auf das nächste Maß bewegt werden (hier Zelle D12).
Am Ende kann die Datei gespeichert und archiviert werden.
Anwendung bei Wareneingang- bzw. Fertigungsprüfung
Wird das Excelsymbol aus der Wareneingangsprüfmaske heraus geklickt, so kann Majesty noch weitere Zellen im Kopfbereich füllen (Wareneingangsnummer, Wareneingangsmenge, Prüfer, Lieferant).
Wird das Excelsymbol aus der Endprüfungs- oder Betriebsauftrags-Fertigmeldungsmaske heraus geklickt, so kann Majesty auch noch weitere Felder im Kopfbereich ausfüllen (Betriebsauftragsnummer, Losgröße).
Der grundlegende Unterscheid gegenüber dem Aufruf aus dem Prüfplanstamm ist der, dass die generierte Exceldatei hier bereits vollautomatisch einen eindeutigen Dateinamen bekommt und im Unterordner MASSBLAETTER abgelegt wird. So muss nur noch auf „Speichern“ geklickt werden, wenn die Maße eingetragen sind. Die generierte Exceldatei wird auch automatisch mit dem Wareneingang bzw. Fertigungsauftrag verknüpft (als Bildpfad).
Besonderheiten:
Hinweise zur Revisionssicherheit
Das Speichern von Ist-Maßen in einer Exceldatei hat alle Nachteile die Excel hat, d.h. die Datei ist nur durch das Windows-Dateisystem vor unberechtigten Zugriffen schützbar und nicht revisionssicher. Dies kann bei einem Audit evtl. zu Problemen führen. Eine Empfehlung wäre, die generierte Datei in ein Archiviersystem zu überführen oder auszudrucken und auf Papier zu archivieren (am besten mit Datum und Unterschrift versehen).
Die Alternative wäre der Einsatz eines professionellen CAQ-Systems (FS-Gruppe, Babtec, Q-DAS, QDA, Pickert+Partner usw.). Sollte ein CAQ-System zum Einsatz kommen, so werden die Sollmaße direkt dort verwaltet, nicht in Majesty.
Links: Wareneingangsprüfung rückmelden, Fertigungspapiere-Stapeldruck, Betriebsauftrags-Endprüfung,
10/2010