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ACHTUNG!
Dieses Modul muss IMMER kundenspezifisch angepasst werden. Ein Standard-Programm gibt es nicht.Das Modul wird auch durch Updates nicht aktualisiert.
Diese Dokumentation bezieht sich auf den aktuellen Programmstand. Frühere Auslieferungen des Moduls können hiervon abweichen.
Aufruf der Maske:
Anwendung - Lager - Mindestbestand generieren
Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard:
MINDGEN |
Grenzwerte bei Mindestbestände generieren |
Über den Parameter MINDGEN können die maximalen Abweichungen zwischen altem und neuem Bestand in Form eines Prozentsatzes festgelegt werden. Sollte die Abweichung eines Datensatzes darüber liegen, wir dieser entsprechend farblich markiert. |
MINDGEN2 |
Lieferanten bei Mindestbestände generieren |
Durch den neuen Parameter MINDGEN2 kann die Lieferanten-Selektion aktiviert werden, diese wird bei der Generierung von Mindestbeständen berücksichtigt. |
Vorgehensweise/Ablauf:
Hinweise zur Menübedienung bzw. zu den Funktionstasten lesen Sie bitte unter diesen Online-Themen nach.
Wenn Sie den Cursor in eines der Felder der Maske setzen wird Ihnen am unteren Bildschirmrand zu jedem Feld eine kurze Erklärung angezeigt, welche Informationen hier hinterlegt werden sollen.
Mit diesem Programm können anhand von Verbrauchszahlen Mindestbestände generiert werden.

Selektieren Sie die gewünschten Daten über folgende Kriterien:
* von/bis Artikel (nach Nummer oder Suchbegriff),
* nach einer Warengruppe und/oder
* nach einem Charakterzeichen.
Über den Button "Start" wird eine Tabelle aufgebaut und Sie erhalten eine Sicherheitsabfrage "Tabelle neu aufbauen und Mindestbestände neu errechnen? (Bei NEIN kann die Tabelle vom letten Mal weiterbearbeitet werden). Bei der Bestätigung der Abfrage mit "Ja" werden die Mindestbestände für die selektierten Datensätze neu errechnet. Wird die Abfrage hier mit "Nein" bestätigt, so kann die Tabelle vom letzten Mal weiterbearbeitet werden.
In der Tabelle können Mindestbestände kontrolliert oder geändert werden. Nach Eingabe der neuen Werte wird die Tabelle über <Enter> geschlossen. Sie erhalten eine Sicherheitsabfrage, ob die eingetragenen Mindestbestände jetzt in den Artikelstamm zurückgeschrieben werden sollen. Bei Bestätigen mit "Nein" ist ein späteres Rückschreiben noch möglich. Ist die Übernahme abgeschlossen, so wird Ihnen dies mit einer Statusmeldung angezeigt.
Ist ein eiserner Bestand einem Artikel im Artikelstamm zugeordnet, so wird dieser bei der Mindestbestandsgenerierung nie unterschritten. Dieser Wert wird als Minimum gesetzt.
Die erzeugte Tabelle enthält folgende Daten (Spalten):
- Mb_neu – neu errechneter Mindestbestand
- Mb_alt – bisher im Artikelstamm hinterlegter (alter) Mindestbestand
- Artnr – Artikelnummer
- Artbez1 –erste Zeile der Artikelbezeichnung
- Verbr01 – Verbrauch Tag 151 – 180
- Verbr02 – Verbrauch Tag 121- 150
- Verbr03 – Verbrauch Tag 91 - 120
- Verbr04 – Verbrauch Tag 61 - 90
- Verbr05 – Verbrauch Tag 31 - 60
- Verbr06 – Verbrauch der letzten 30 Tage (pro Monat werden 30 Tage als Wert angenommen)
- Gewog_mw – Gewichtung
- Exp_glaett – exponentiale Glättung
- Artgru – Artikelgruppe
- Charakter – Charakterzeichen
- Kennz1 – Kennzeichen 1
Folgende Abgangarten sind bei der Mindestbestandsberechnung berücksichtigt:
- Abbuchung bei Lieferung
- Abbuchung Material Betriebsauftragsrückmeldung
- Abgang Verpackung
- Lagerabgang Beistellteil bei Bestellposition oder Umbuchung
Der neue Mindestbestand (Spalte mb_neu) berechnet sich wie folgt:
Mindestbestand neu = Monatsdurchschnittsverbrauch plus der Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit.
Der Montsdurchschnittsverbrauch wird aus dem Jahresverbrauch der letzten 12 Monate berechnet (Spalte dverb_12). Zur Information wird in der Tabelle auch der Halbjahresverbrauch der letzten 6 Monate angezeigt (Spalte dverb06).
So kann auch leichter abgelesen werden, ob sich der Verbrauch in den letzten Monaten verändert hat.
Die Spalten verbr01 - verbr12 stellen den Verbrauch in den letzten 12 Monaten pro Monat dar, verbr01 ist der Verbrauch vor 12 Monaten, verbr12 der Verbrauch während der letzten 30 Tage.
Ein Monat wird grundsätzlich mit 30 Tagen gerechnet.
Bei monatsweiser Einstellung ist also:
verbr12 = letzte 30 Tage,
verbr11 = zwischen 31 und 60 Tagen,
verbr10 = zwischen 61 und 90 Tagen usw.
Ab der Version 30.4 von Majesty wird hierbei nicht mehr mit 30 Tagen pro Monat gerechnet sondern die Berechnung erfolgt auf genau 365 Tage pro Jahr.
Die Wiederbeschaffungszeit in Tagen wird aus der Lieferantenzuordnung des Hauptlieferanten entnommen. Ist diese Null (weil evtl. nicht gepflegt oder weil kein Lieferant zugeordnet ist), wird das Feld "Wiederbeschaffungszeit" aus dem Artikelstamm verwendet.
Optionen, die über DEFINES im Programm einstellbar sind - halten Sie hier bitte vorher Rücksprache mit unserer Hotline:
#DEFINE USEDISPOGRU = .T.
Aktiviert eine weitere Selektion nach Dispositionsgruppen
#DEFINE MITDURCHWBZ = .T.
Es wird nicht die Wiederbeschaffungszeit laut Artikelstamm verwendet, sondern Majesty berechnet aus den letzten fünf Wareneingängen die durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit.
#DEFINE MITGEWICHTUNG = .T.
Der Monatsdurchschnitt berechnet sich nicht über die letzten 12 Monate, sondern nur über die letzten 6 Monate. Hierbei werden die einzelnen Monate unterschiedlich gewichtet, der letzte Monat am stärksten. Die Standardeinstellung der Gewichtung ist folgendermaßen:
Letzter Monat - 30 %
Vormonat - 24 %
Vormonat - 18 %
Vormonat - 13 %
Vormonat - 9 %
Vormonat - 6 %
#DEFINE MITGLAETTUNG = .T.
Hier wird der neue Mindestbestand nicht einfach übernommen, sondern die Abweichung zum bisherigen Wert wird berechnet und der neue Wert mit einem exponentiellen Glättungsfaktor angepasst. So ergibt sich eine sanfte Anpassung des Mindestbestands.
#DEFINE ANZAHLMONATE = .T.
Hier wird gesteuert, für wieviele Monate der Mindestbestand ausreichen soll (zuzüglich des Verbrauchs während der Wiederbeschaffungszeit).
Ab der Version 31.0 von Majesty sind zusätzliche Optionen vorhanden:
Modul "Mindestbestände generieren":
1. Eine neue Spalte "wbz_5we" wurde aufgenommen und zeigt die durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit der letzten 5 Wareneingänge an (ohne Lohnarbeitsbestellungen). Dabei wird die Differenz zwischen Wareneingangstermin und Bestelltermin in Tagen ermittelt. Sollte es für den Artikel keine Wareneingänge geben, werden die Betriebsaufträge untersucht. Es wird hierbei die Differenz des Fertigmeldedatums und Startdatums berechnet, wobei als Startdatum das erste BDE-Beginndatum eines Arbeitsganges gewertet wird bzw. das BA-Erfassungsdatum, wenn ohne BDE gearbeitet wird.
2. Eine neue Spalte "wbz_urspr" zeigt an, wie sich der Wert in der Spalte "wbz_tage" ergeben hat.
"L" bedeutet, dass die Wiederbeschaffungszeit aus der Lieferantenzuordnung zum angegebenen Hauptlieferanten ermittelt wurde.
"A" bedeutet, dass die Wiederbeschaffungszeit aus dem Artikelstamm ermittelt wurde.
"D" bedeutet, dass die Wiederbeschaffungszeit aus dem Durchschnitt der letzten 5 Wareneingänge/BAs ermittelt wurde.
Dies ist auch die Prioritätensteuerung für die Berechnung des Verbrauchs während der Wiederbeschaffungszeit.
3. Die Wiederbeschaffungszeit kann nun auch in den Artikelstamm bzw. die Lieferantenzuordnung zurückgeschrieben werden, vorausgesetzt das Feld wbz_urspr steht auf "A" oder "L". Es wird hierbei auch ein Lebenslaufeintrag geschrieben.
4. Eine tabellarische Änderung der Wiederbeschaffungszeit (Spalte wbz_tage) rechnet nun den Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit (Spalte verbr_wbz) neu aus und damit auch den neuen Mindestbestand (Spalte mb_neu).
5. Die optimale Fertigungslosgröße ist nun auch in der Tabelle vorhanden und kann geändert und in den Artikelstamm zurückgeschrieben werden. Ein Eintrag in die Lebenslaufakte erfolgt auch hier.
6. Die Artikelkennzeichen 2-6 wurden auch zur Information in die Tabelle aufgenommen.
7. Änderungen an der Warengruppe und am Charakterzeichen werden auch in den Artikelstamm zurückgeschrieben und im Lebenslauf festgehalten.
Grundsätzlich ist es so, dass Änderungen nur dann in den Artikelstamm zurückgeschrieben werden, wenn die Abfrage nach Bestätigung der Tabelle mit JA beantwortet wird.
Links: Artikelstamm, Lagerbewegungen manuell buchen,
09/2014