Bereitstellung von Ware

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Bereitstellung von Ware

Aufruf der Maske:

Anwendung - Aufträge - Bereitstellung Ware

Anwendung - Bestellung - Bereitstellung Ware

 

Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard.

Siehe Firmenparameter Bereitstellung von Ware.

 

 

Vorgehensweise/Ablauf:

Hinweise zur Menübedienung bzw. zu den Funktionstasten lesen Sie bitte unter diesen Online-Themen nach.

Wenn Sie den Cursor in eines der Felder der Maske setzen wird Ihnen am unteren Bildschirmrand zu jedem Feld eine kurze Erklärung angezeigt, welche Informationen hier hinterlegt werden sollen.

 

Dieses Programm dient dazu, am Lager verfügbare Ware für einen Kundenauftrag zu kommissionieren, um zu verhindern, dass man für nachfolgende Aufträge auf diese "bereitgestellte" Ware zugreifen kann. Eine Bereitstellung kommt demnach einem Lagerabgang gleich, da die Ware dann nicht mehr für weitere Aufträge verfügbar ist.

 

Das Bereitstellungsprogramm kann direkt aus der Auftrags-Positionserfassung heraus über das Kontext-Menü "Extras" aufgerufen werden oder hier über einen separaten Menüpunkt. Ein Aufruf ist aber auch im Menü "Bestellungen" möglich, damit Ware nach erfolgtem Wareneingang direkt auf offene Kundenaufträge bereitgestellt/zugeteilt werden kann.

 

 

Bereitstellung VonWare

 

Tragen sie die Auftragsnummer und die -position direkt in die Felder ein oder wählen Sie die nötigen Angaben über die Lupe oder <F12> aus.

 

Über den Button "Auflistung" werden alle unbereitgestellten Auftragspositionen aufgelistet.

 

Angaben wie Artikelnummer und -bezeichnung, Auftragsmenge, Restmenge und bisher bereitgestellte Menge werden aus dem Auftrag eingelesen.

In der Bereitstellungsmaske wird der Auftrags-Liefertermin der jeweiligen Auftragsposition angezeigt. Ist bei einer Position kein Termin hinterlegt, wird der Termin aus dem Auftragskopf angezeigt.

 

Über den Button "Verladetermin" können sie diesen Termin definieren.

Es öffnet sich eine neue Maske:

Verladetermin definieren

Hier können Sie das Verladedatum angeben mit Uhrzeit und der Vorlaufzeit.

 

Ist nur eine Charge vorhanden so wird diese sofort in der Maske angezeigt, liegen verschiedene Chargen am Lager wählen sie den Lagerort/die Chargennummer aus der Tabelle aus - der verfügbare Bestand wird angezeigt. Geben Sie die Menge an, die bereitgestellt werden soll und speichern Sie die Daten über den entsprechenden Button.

 

Bei der< F12>-Auswahl von Chargen im Chargenfeld erfolgt die Sortierung der Chargen innerhalb Artikel nach Charge und dann nach Lagerplatz.

Falls von der gleichen Charge Bestand auf verschiedenen Plätzen liegt, sind diese Plätze aufsteigend sortiert.

(Ausnahme: Wenn die Parameter FIFO1, FIFO2 oder FIFO3 gesetzt sind, erfolgt eine Sortierung nach Verfall- bzw. Zugangsdatum).

 

Über den Button "MDE-Import" können neue MDE-Daten aus einer Datei eingelesen werden. Die Daten werden zur Vorab-Kontrolle zuvor in einer Tabelle angezeigt; war die tabellarische Anzeige einwandfrei können Sie pro Position entscheiden, ob die Erzeugung der Bereitstellungen erfolgen soll.

 

Der Button "PDA-Liste" startet die Verarbeitung einer Scan-Liste für PDA. Geben Sie zunächst die Gerätenummer ein und bearbeiten sie dann den Scan-Auftrag für das ausgewählte Gerät.

Bei direktem Menüaufruf oder Nutzung auf einem PDA: wird eine Auftragsposition gesplittet und ist noch von einer anderen Charge Lagerbestand vorhanden, so wird automatisch auch für die gesplittete Position wieder eine Bereitstellung durchgeführt.

Dieses Verhalten kann über den Firmenparameter BEREITST5 abgeschaltet werden.

 

Hier gibt es jetzt einen Button "Weitere Aufträge des Artikels", mit dem alle Auftragspositionen angezeigt werden können, die den Artikel beinhalten und noch nicht komplett bereitgestellt sind. Dies stellt eine reine Infotabelle dar, aber sie können kurzfristig entscheiden, ob die vorhandene Lagermenge evtl. einem anderen Auftrag mit höherer Priorität zugeordnet werden sollte. Wenn Aufträge vorhanden sind, deren Auftragsdatum vor dem aktuell gewählten Auftrag liegen, werden diese in der Tabelle gelb dargestellt und die Beschriftung des Buttons wird rot.

 

Über den Button "Neu scannen" kann der Lagerort/Chargennummer neu gescannt werden.

 

 

Besonderheiten:

Warenbereitstellung bei Auftragspositionserfassung:

Wurden die Firmenparameter entsprechend gesetzt, so erfolgt während dem Speichern einer Auftragsposition die automatische Warenbereitstellung. Hier erhält man Auskunft über die aktuelle Lagerbestandssituation. Ist der Artikel mit verschiedenen Chargen oder Lagerorten am Lager, so muss eine Charge über <F12> ausgewählt werden. Die Bereitstellungs-Menge für die betreffende Auftragsposition wird vom System selbst ermittelt. Sollte von einer Charge nicht genügend Bestand auf Lager sein, so wird die Auftragsposition in zwei oder mehrere Positionen gesplittet, um diese dann separat mit verschiedenen Chargen bereitzustellen

 

Ob der vom Kunden bestellte Artikel ab Lager lieferbar ist, ersieht man bereits in der Auftragspositionserfassung. Sobald die Auftragsmenge eingetragen wird, öffnet sich rechts oben ein kleines Hinweisfenster mit den aktuellen Lagerbeständen. Über die interne Auftragsübersicht können Sie die aktuelle Lagersituation ebenfalls anzeigen lassen. Ist genügend Bestand am Lager um den Auftrag zu beliefern, wechselt das Programm nach dem Speichern der Position direkt in die Bereitstellungsmaske; vorausgesetzt, der Parameter BEREITGEST ist gesetzt. Je nachdem, ob Sie chargenpflichtige Artikel führen oder nicht, erfolgt entsprechend noch die Auswahlmaske der Charge, aus der die Teile entnommen werden sollen. Reicht der Bestand einer Charge nicht aus, wird die Auftragsmenge gesplittet.

Auf Wunsch können über den Etiketten-Stapeldruck anschließend Artikeletiketten für die bereitgestellte Ware ausgedruckt werden. Vorteil: die am Lager liegende Ware kann gleich für die Kundenaufträge "ausgezeichnet" werden, damit sie nicht versehentlich für andere Sendungen verwendet wird.

 

Sonderfall:

Die Ware ist nicht ab Lager lieferbar bzw. steht aus anderen Gründen nicht für diesen Auftrag zur Verfügung. In diesem Falle wird über den Parameter LIEFWAHL nach dem Speichern der Auftragsposition der Lieferant abgefragt, bei welchem bestellt werden soll.

 

 

Automatikbestellung:

Über die Automatikbestellung können alle nicht ab Lager lieferbaren bzw. nicht bereitgestellten Artikel bestellt werden. Dafür sollte dann bei nicht bereitgestellten Auftragspositionen der Lieferant angegeben werden, für den dann die Bestellung erstellt werden soll. Man erspart sich dadurch eine Menge Arbeit, insbesondere in einem Handelsbetrieb. Lesen Sie bitte hierzu die Hilfe zum Thema "Automatik-Bestellung".

 

Auch die automatische Erzeugung von Bestellungen für alle nicht ab Lager lieferbaren bzw. nicht bereitgestellten Auftragspositionen oder für Artikel mit unterschrittenem Mindestbestand ist hier möglich. Damit alles reibungslos funktioniert, sind einige Vorbereitungen nötig:

– Ware, die automatisch bestellt werden darf (Handelsware), muss sich im Artikelstamm von den anderen Artikeln durch irgendein Kennzeichen unterscheiden. Zum Beispiel muss ein Charakterzeichen für Handelsware festgelegt werden. In der Firmenparameterdatei gibt es einen Schlüssel HANDELSWAR, der den Selektionsausdruck für automatisch zu bestellende Artikel enthält. (Diesen Parameter bitte nur nach Rücksprache mit der HOTLINE ändern!)

– Zu jedem Artikel, der automatisch bestellt werden soll, sollte ein Lieferant mit Priorität 0 erfasst sein (Artikel-Lieferantenzuordnung). Dieser Lieferant wird vom System standardgemäß vorgeschlagen, es sei denn, bei der Positionserfassung wurde bei der Lieferantenauswahl ein anderer Lieferant gewählt.

 

 

Bereitstellung nach Wareneingang bzw. Produktions-Fertigmeldung

Werden im Lager bestellte Waren angeliefert, müssen diese als Wareneingang verbucht werden. Somit werden Bestellungen zurückgemeldet und die Zubuchung auf das Lager durchgeführt. Dasselbe betrifft die Fertigmeldung bei einem Produktionsbetrieb. Gelieferte Ware wird automatisch den bestehenden Kundenaufträgen zugeteilt (bereitgestellt), wenn der Parameter MELDBEREIT bzw. MELDBEREI2 gesetzt ist. Ansonsten kann die Bereitstellung auch manuell vorgenommen werden.

Einen Vorschlag, wie die eingegangene Ware auf offene Kundenaufträge zugeteilt werden könnte, erhalten Sie über die Auftragsrückstandslisten oder besser noch über das Wareneingangslogbuch mit Aufteilungsvorschlag. Auf Wunsch können nach den bereitgestellten Wareneingängen Artikeletiketten für die neu zugegangene und bereitgestellte Ware ausgedruckt werden.

 

 

Automatik-Lieferung

Für alle Kundenaufträge mit Waren-Bereitstellung kann eine automatische Lieferung erzeugt werden. Es werden dann alle bereitgestellten Auftragspositionen als Lieferpositionen übernommen. Das System meldet anschließend die erzeugten neuen Lieferungsnummern. Änderungen sind noch möglich. Die erzeugten Lieferungen können nachbearbeitet und anschließend als Lieferschein oder Rechnung ausgedruckt werden.

 

 

Bereitstellung von Ware:

Bei einer Splittung durch die Bereitstellung oder Entbereitstellung wird der BDE Status (aufpo.bdestatus) in der neuen Position auf 0 gesetzt.

 

 

Links: Automatik-Bereitstellung, Automatik-Bestellung, Automatische Lieferungs-Erstellung,

 

 

04/2021