Inventur- Eröffnung

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Inventur- Eröffnung

Aufruf der Maske:

Anwendung - Lager - Inventur - Start

 

Eine Auflistung aller relevanten Firmenparameter für diese Maske erhalten Sie über die Tastenkombination <Alt+F1>. Wenn Sie Änderungen an den Einstellungen der Parameter vornehmen möchten erreichen Sie die Tabelle über Anwendung - Stammdaten – Parameter – Firmen-Parameter-Standard.

Eine vollständige Auflistung der Inventur-Parameter finden Sie unter dem Thema Inventur Parameter.

 

INVUEB4

Inventurübernahme mit Rückrechnung Bestand

Dieser Parameter steuert für den Inventurabgleich, ob Bestandsveränderungen die zwischen dem Inventurdatum (z.B. 31.12.2007) und dem Inventurabgleichsdatum (z.B. 10.01.2008) stattgefunden haben, automatisch auf das Inventurdatum zurückgerechnet werden bevor eine Differenz ermittelt wird. Durch diese Funktion erlaubt es MAJESTY, auch während des Inventurvorganges Lagerbuchungen durchzuführen (z.B. im Inventurzeitraum 31.12.2007 bis 10.01.2008), da der Bestand per 31.12.2007 mit dem erfassten Zähl-Bestand verglichen wird und nicht der Bestand der zum Tag des Abgleichs existiert. Bitte beachten Sie aber, dass das Rückrechnen nur tagesgenau arbeitet und nicht stundengenau. Diese Funktion ist nur bis maximal 14 Tage nach dem Inventurstart möglich.

 

In der Praxis ist folgende Konstellation empfehlenswert:

A. Inventurstart wird z.B. am 23.12.2007 durchgeführt, Bestände werden vorbelegt und als Inventurdatum wird der 31.12.2007 eingegeben.

 

B. Es werden Zähllisten gedruckt und bis 31.12.2007 werden Bestände gezählt. Vom 23.12.2007 bis 31.12.2007 dürfen keine Bestände verändert werden.

 

C. Im Zeitraum vom 01.01.2008 bis 09.01.2008 werden Fehlbestände analysiert und anhand der Differenzlisten weitere Bestandskorrekturen vorgenommen. In diesem Zeitraum werden auch bereits wieder Lagerbuchungen (Lieferscheine, Wareneingänge, Fertigmeldungen...) durchgeführt.

 

D. Am 10.01.2008 wird der Inventurabgleich durchgeführt, wobei die Bestände laut Zählliste mit den auf den 31.12.2007 rückgerechneten Beständen verglichen werden. Wenn es dort Differenzen gab, werden diese als Lagerkorrektur gebucht (siehe auch INVUEB3).

Eingabe in Feld "Parameter-Einstellung":

Gesetzter Parameter: Rückrechnungslogik aktiviert.

Nicht gesetzter Parameter: Rückrechnungslogik deaktiviert (Standard).

Die letztere Einstellung ist emfehlenswert, wenn vom Start bis zum Abgleich keinerlei Lagerbuchungen erfolgen. Dies kann z.B. dadurch gewährleistet werden, dass man beim Inventurstart die Abfrage "Sollen alle Lagerbuchungen bis zum Ableich gesperrt werden?" mit JA beantwortet.

INVSTART2

Bewertung zu HK ohne Gemeinkosten

Dieser Parameter steuert für den Inventurstart, ob bei einer Bewertung zu HK (Herstellkosten) diese um die FGK (Fertigungsgemeinkosten) und MGK (Materialgemeinkosten) gekürzt werden sollen, also eine Bewertung nur zu Einzelkosten erfolgt. Das setzt aber voraus, dass die Kosten über das MAJESTY-Kalkulationsmodul ermittelt wurden.

Eingabe in Feld "Parameter-Einstellung":

Gesetzter Parameter: Bewertung erfolgt zu FEK + MEK (reine Einzelkosten, ohne Gemeinkosten).

Nicht gesetzter Parameter: Bewertung erfolgt zu HK (= FEK + FGK + MEK + MGK = inkl. Gemeinlosten) = Standard.

 

INVSTART3

Abwertungslogik Inventurstart -1-

Dieser Parameter steuert für den Inventurstart, nach welcher Methodik eine lineare Abwertung erfolgen soll.

Bitte besprechen Sie die Einstellung mit Ihrem Steuerberater.

Eingabe in Feld "numerischer Wert1":

0=keine Abwertung für 1 Jahr bedeutet, dass bei einer linearen Abwertung von 10% (10 Jahre) im zweiten Jahr keine 10% gerechnet werden, sondern erst im dritten Jahr dann 20%, im 4. Jahr 30% usw.

1=keine Abwertung für 1 Jahr bedeutet, dass bei einer linearen Abwertung von 10% (10 Jahre) im zweiten Jahr keine 10% gerechnet werden, sondern erst im dritten Jahr dann 10%, im 4. Jahr 20% usw.

 

Beispiel für Einstellung 0:

Lagerdauer <1 Jahr: 0% Abwertung

Lagerdauer >1 Jahr und <2 Jahre: 0% Abwertung (die 10% fallen quasi aus)

Lagerdauer >2 Jahre und <3 Jahre: 20% Abwertung

Lagerdauer >3 Jahre und <4 Jahre: 30% Abwertung usw.

 

Beispiel für Einstellung 1:

Lagerdauer <1 Jahr: 0% Abwertung

Lagerdauer >1 Jahr und <2 Jahre: 0% Abwertung (die 10% fallen quasi aus)

Lagerdauer >2 Jahre und <3 Jahre: 10%

Lagerdauer >3 Jahre und <4 Jahre: 20% usw.

 

INVSTART4

Abwertungslogik Inventurstart -2-        

Dieser Parameter steuert für den Inventurstart, nach welcher Methodik das Lagerzugangsdatum ermittelt werden soll.

Das Lagerzugangsdatum steuert maßgeblich die Abwertung nach der Lagerdauer.

Eingabe in Feld "numerischer Wert1":

0=Es wird das lager.neu_datum verwendet (Standard)

1=Es wird über die Lagerhistorie nach dem allerersten Zugang dieser Charge/Seriennummer gesucht und dieses Datum verwendet.

Stellen Sie den Parameter bitte nicht auf 1, wenn sich die Chargen-/Seriennummer später wiederholen kann, obwohl es eine andere Produktionscharge/Wareneingangscharge ist. Nur wenn die Chargennummer vom System immer hochgezählt wird und über Jahre eindeutig ist, empfiehlt sich Einstellung 1.

2= Es wird das Herstelldatum (lager.herstdat) verwendet. Ist das aber leer so wird das lager.neu_datum verwendet.

INVSTART6

Abwertungslogik Inventurstart -4-        

Dieser Parameter steuert, wann für die Abwertung das letzte Zugangsdatum laut Artikelstamm als Zugangsdatum zugunde gelegt wird.

 

Normalerweise wird das Zugangsdatum der Charge laut Wareneingang bzw. Produktionsfertigmeldung als Grundlage der Abwertung genutzt. (Siehe hierzu Parameter INVSTART4)

In diesem Parameter kann nun eingestellt werden, für welche Artikel alternativ das letzte Zugangsdatum laut Artikelstamm genutzt werden soll.

Standardeinstellung: Bei nicht chargengeführten Artikeln wird das letzte Zugangsdatum laut Artikelstamm genutzt, bei allen anderen Artikeln das Chargenzugangsdatum laut Lagerdatei.

 

Einstellung im Feld alphanumerischer Wert2:

Hier kann ein logischer Ausdruck hinterlegt werden, für welche Artikel das letzte Zugangsdatum laut Artikelstamm genutzt werden soll.

Standardeinstellung: !artst.mehrorte

INVSTART7

Wertermittung vor Monatssicherung

Dieser Parameter steuert, ob vor den automatischen Monatssicherungen der Lagertabelle ein Inventurstart vom Typ "nur Wertermittlung" durchgeführt wird. Das hat den Vorteil, dass in der historischen Lagertabelle HISTLAG dann die Werte aktuell gefüllt sind und die "Lagerliste rückgerechnet" mit diesen Werten rechnen kann.

Eingabe in Feld "Parameter-Einstellung":

Gesetzter Parameter: Wertermittlung vor Monatssicherung durchführen

Nicht gesetzter Parameter: Wertermittlung nicht durchführen (Standard).

INVSTART8

Einkaufspreis nicht mit HK überschreiben

Bei der Berechnung des echten Einkaufspreises kann nun durch den Firmenparameter INVSTART8 eingestellt werden, ob dieser mit den Herstellkosten laut Artikelstamm überschrieben werden kann.

INVZAEHL02

Vorbelegung - Artikel/Chargen sperren

Über den neuen Parameter INVZAEHL02 kann das Abfrage-Verhalten für die neue Checkbox "Artikel/Chargen der Zählliste für manuelle Lagerbuchungen sperren" gesteuert werden. Bei gesetzter Checkbox wird in der Lagertabelle der Wert "invaktiv" für alle Chargen gesetzt, die auf der Zählliste gedruckt wurden. Diese Chargen sind dann für manuelle Lagerbuchungen gesperrt, bis ein Abgleich stattfindet. Zu beachten ist, dass diese Checkbox nur relevant ist, wenn mit Zähllistennummern gearbeitet wird.

LEERLAGLOE

Erledigte Charge löschen

Dieser Parameter steuert für Artikel mit aktivierter Chargen-/Mehrlagerverwaltung, ob erledigte Chargen mit Null-Beständen gelöscht werden sollen (für Artikel OHNE Chargenverwaltung bleibt der Eintrag in der Lagerdatei mit Nullmenge stehen).

Eingabe in Feld "Parameter-Einstellung" und "numerischer Wert1":

Gesetzter Parameter: Bei chargenpflichtigen Artikeln einen Lagersatz/Charge ohne Bestand automatisch löschen.

Nicht gesetzter Parameter: Bei chargenpflichtigen Artikeln steuert der numerische Wert1, ob eine Abfrage kommen soll oder die Nullcharge bestehen bleiben soll:

0=Abfrage bringen, ob Nullcharge gelöscht werden soll

1=Nullcharge nicht löschen.

 

Vorgehensweise/Ablauf:

Hinweise zur Menübedienung bzw. zu den Funktionstasten lesen Sie bitte unter diesen Online-Themen nach.

Wenn Sie den Cursor in eines der Felder der Maske setzen wird Ihnen am unteren Bildschirmrand zu jedem Feld eine kurze Erklärung angezeigt, welche Informationen hier hinterlegt werden sollen.

 

ACHTUNG!

Während Sie die Inventur durchführen, d.h. vom Start bis zum Abgleich, dürfen keine Lagerbewegungen im System vorgenommen werden!

 

Majesty ermöglicht Ihnen einen relativ einfachen Jahresabschluss. Dieser betrifft die Inventur sowie das Anpassen der Nummernkreise für das nächste Jahr. Sie können, sofern Sie bereits Lagerdaten eingegeben haben, eine komplette Inventur über das System durchführen. Haben Sie bisher ohne Lagerführung gearbeitet, ist der erste Schritt, alle Artikel zunächst lagerbestandsfähig zu machen, indem Sie das Häkchn für die Lagerführung im Artikelstamm auf der Seite 3 setzen. Eventuell muss auch das Häkchen für mehrere Lagerorte/Chargen gesetzt werden, sofern Sie dies benötigen . Dann sollten Sie über das Menü "Lager - Bewegung buchen" sämtliche Artikel im Lager anlegen (Artikel-Nr. angeben, und als Zugang mit Charge oder Lagerort buchen). Das Inventur-Startprogramm wird erst in dem Moment benötigt, wenn alle Lagerbestände bereits die "Erst-Erfassung" beim Majesty-Neubeginn hinter sich haben.

 

InventurEröffnung

 

Beim Inventurstart werden Sie zunächst gefragt, ob alle Teilnehmer im Netzwerk abgemeldet sind. Arbeiten Sie in einem Netzwerk, ist es wichtig, dass beim Start der Inventur keine anderen Benutzer in Majesty arbeiten, da verschiedene Anwendungen Lagerbewegungen hervorrufen und die Inventur stören könnten. Stellen Sie also sicher, dass alle Teilnehmer im Netzwerk abgemeldet sind, bevor Sie fortfahren und bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage.

 

Anschließend beantworten Sie die Abfrage "Inventurstart wirklich durchführen" mit "JA". Über den Button "Nein" wird der Start wieder abgebrochen. Wurde der Inventustart ausgeführt erhalten Sie eine weitere Abfrage, ob während des Inventurvorganges alle Programme, die Lagerbestände verändern, z. B. Lieferungen erstellen, Wareneingänge und Wareneingangsprüfungen, bis zum Inventurabgleich gesperrt werden sollen. Wenn ein Artikel durch die Inventur gesperrt wurde, ist es nicht möglich eine Betriebsauftragfertigmeldung, einen Wareneingang bzw. eine Materialumbuchung über diesen Artikel zu buchen.

 

Wenn beim Inventurstart bzw. beim Zähllistendruck bei permanenter Inventur eine Artikelsperre mit dem Grund "INV" gesetzt wird, wird eine bereits im Vorfeld gesetzte Artikelsperre mit Art und Grund weggesichert (artst2.sperrsich).

Beim Aufheben der Inventursperre beim Inventurabgleich wird ggf. die ursprüngliche Sperre inkl. Art und Grund wiederhergestellt.

Bei im Vorfeld nicht gesperrten Artikeln wird der Artikel regulär freigegeben.

 

Wird zum Abschluß der Inventur der Abgleich gestartet, so erhalten Sie die Abfrage, ob die Sperre wieder aufgehoben werden soll. Das Programm "Lagerbewegungen buchen" ist allerdings durch diese Sperre nicht betroffen, damit manuell fehlende Artikel während der Inventur nachgebucht werden können.

 

 

WICHTIG:

Parameter-Einstellungen, speziell Parameter INVBEREIT, überprüfen!

Die Prioritäten-Regeln sollten „stetig" vergeben werden! Das Finanzamt akzeptiert eine ständig wechselnde Prioritätenregel NICHT!

Bitte besprechen Sie die Bewertung mit Ihrem Steuerberater.

 

Am besten erstellen Sie eine Hardcopy dieser Seite, damit Sie auch im nächsten Jahr noch die Prioritätenregel nachsehen können.

 

 

Mit dem nun folgenden Stapelprogramm eröffnen Sie die aktuelle Inventur. Dabei werden die Bestände der letzten Inventur in der Lagerdatei auf Null zurückgesetzt. Für die aktuelle Inventur werden die Werte nach einer frei festgelegten Prioritätenregel ermittelt. Das Programm sollte immer nur einmalig beim Start der Inventur durchgeführt werden. Niemals zwischendurch!

 

Die Bewertung ihrer Inventur erfolgt nach der gewählten Prioritätenregel. Folgende Kriterien stehe zur Verfügung:

 

0. Echter Einkaufspreis laut Wareneingang.

Das System ermittelt den tatsächlichen IST-EK zu jeder Charge, auch wenn er beim Wareneingang bzw. bei der Fertigmeldung nicht eingetragen wurde.

Ermittlung des echten Einkaufspreises bei Inventur und Nachkalkulation (sowie diversen Reporten):

Der Firmenparameter IST-EK steuert, ob Zuschläge (TZ, LZ, Porto, Rüstkosten, Fixzuschläge) die beim Wareneingang eingegeben wurden, mit in die Berechnungen einfließen sollen oder nicht. Für den Inventur-Report kann man diese Zuschläge auf Wunsch auch als separate Spalte ausdrucken.

Über den Firmenparameter IST-EK2 kann eine logische Bedingung eingestellt werden, ob zum EK laut Wareneingang auch die EKs der Beistellteile laut Stückliste hinzugerechnet werden sollen. Dies kann sinnvoll sein, wenn der EK laut Wareneingang nur Lohnarbeitskosten beinhaltet, ohne den Wert der Beistellteile.

Bei Einkäufen in Fremdwährung wird der damalige Währungskurs und nicht der aktuelle Kurs für die Umrechnung in die Landeswährung verwendet.

 

1. Durchschnittlicher Einkaufspreis im Jahr X.

Tragen Sie hier das gewünschte Jahr ein (üblicherweise das laufende oder vorangegangene Jahr). Hier wird ein Durchschnitt errechnet, zu welchem Einkaufspreis ein Artikel im Laufe des angegebenen Jahres bestellt wurde.

 

2. Aktueller Einkaufspreis des Hauptlieferanten.

Hier wird der aktuelle Einkaufspreis eines Lieferanten zu einem Artikel zur Ermittlung herangezogen (Lieferantenzuordnung).

 

3. Letzter Einkaufspreis bzw. kalkulierte Herstellkosten.

Hier wird der Einkaufspreis der letzten Bestellung zur Ermittlung herangezogen. Bei kalkulierten Artikeln sind dies die Herstellkosten.

Die nachkalkulierten Herstellkosten werden ab der Version 26.8 von Majesty in die Lagerdatei zurückgeschrieben (Feld lager.bewertung) und in der Kalkualatinstabelle mit der Kalkulationsnummer ins Feld lager.kalknr. Dadurch wird bei der Inventur sichergestellt, dass die Herstellkosten aus der zugehörigen Nachkalkulation gezogen werden.

 

4. Letzter Inventurpreis der Vorjahresinventur.

Hier wird der im Vorjahr ermittelte Inventurpreis genommen.

Bei Artikeln, bei denen die Bestellung des Materials und der Lohnarbeit hierfür unter der gleichen Artikelnummer erfolgen, ist es so, dass die Herstellkosten laut Artikelstamm höchste Priorität haben, sofern eine Kalkulation mit einem Beistellteil in der Stückliste existiert. Die Herstellkosten beinhalten dann beide Preise (Material-EK plus Bearbeitungspreis).

 

Wenn bei der Inventurwertermittlung auf die Regel "Letzter Inventurpreis der Vorjahresinventur" zurückgegriffen wird, wird der Lagerbruttopreis als Basis genommen. Von diesem Bruttopreis ausgehend wird die Abwertung neu berechnet.

 

5. Verkaufspreis Preisgruppe X x Faktor Y bzw. PG X x Faktor Y.

Hier wird der Verkaufspreis aus dem Artikelstamm als Basis genommen und mit einem frei festgelegten Faktor multipliziert.

Als weitere Bewertungsregel kann ein zweiter Verkaufspreis mal Faktor angegeben werden, falls der erste Verkaufspreis der ersten Preisgruppe Null ergibt.

Weiterhin wird pro Charge die Regel gespeichert, mit der eine Charge durch den Inventurstart bewertet wurde. In der Inventurerfassungstabelle wird die gezogene Regel als separate Spalte mit angezeigt. Für den Inventurlisten-Report steht die Regel über folgenden Ausdruck zur Verfügung: Lager.invregel.

 

6. Höchster Einkaufspreis des Jahres.

7. Niedrigster Einkaufspreis des Jahres.

Geben Sie die gewünschte Jahreszahl an.

 

8. Durchschnittlicher Verkaufs Staffelpreis.

Hier ermittelt das System den durchschnittlichen Wert aus den hinterlegten Staffelpreisen, d.h. das arithmetische Mittel wird bestimmt. Sind fünf Staffelpreise hinterlegt, so werden die Preise addiert und durch fünf geteilt. Auf die Mengen wird dabei nicht eingegangen.

 

9. Verkaufspreis der letzten Rechnung.

 

Der berechnete Inventurpreis kann mit folgendem Faktor korrigiert werden. Geben Sie hier den Korrektur-Faktor für den berechneten Inventurpreis an

Dieser Punkt betrifft Länder, denen es erlaubt ist, den errechneten Wert noch mal mit einem bestimmten Faktor abzuwerten.

 

Diese Prioritätenregel ist nun vorbelegt. Sie können im Prinzip Ihre Prioritäten setzen wie Sie möchten, die Felder sind frei wählbar und können nach Wunsch belegt werden, wenn Sie möchten, dass das System zuerst andere Dingen abprüft als z.B. den EK vom Vorjahr.

Hinter jeder Zeile der Prioritätenregeln können Sie über die Checkbox "Regel ignorieren" auch steuern, dass diese Regel nicht berücksichtigt wird. Diese Regelung wird beim Verlassen der Inventurmaske gespeichert und beim nächsten Inventurstart entsprechend vorbelegt.

 

Eine Ausnahme stellt der Parameter INVWERT dar. Dieser Parameter steuert, ob beim Wareneingang bzw. bei der Produktionsfertigmeldung von chargenpflichtigen Artikeln ein Inventurwert eingegeben werden kann. Wird ein Wert festgelegt, so wird einzigst dieser Wert bei der Inventur verwendet, egal wie die Prioritäten beim Inventur-Start gewählt werden. Dieser Wert hat somit die Priorität NULL.

 

"Inventurstart nur für Artikel, bei denen die letzte Inventur AM/VOR dem 31.12.2099" stattfand: behalten Sie die Vorbelegung des Datums bei, so bedeutet dies, dass Sie alle Artikel zählen möchten.

Sollten Sie permanente Inventur durchführen (siehe Parameter INVAUTO), geben Sie als Selektionskriterium das zugrundeliegende Datum der letzten Inventur ein, z.B. den heutigen Tag minus 1 Jahr. Dann ist sichergestellt, dass nur die zur Inventur fälligen Artikel bearbeitet werden.

 

ACHTUNG:

Das Datum , das Sie hier wählen, sollten Sie anschließend auch in den folgenden Masken immer gleich wählen.

 

Das Häkchen bei „Inventurbestände mit Lagerbeständen vorbelegen" sollten Sie am besten setzen, da so in der Inventur-Erfassung der Inventurbestand bereits mit dem Lagerbestand vorbelegt wird. So müssen Sie bei der Erfassung der Inventurbestände wirklich nur noch die Bestände verändern, die korrigiert werden müssen.

Als „Inventurdatum" geben Sie das Datum ein, dass auf der Inventur angedruckt werden soll, z.B. der 31.12.2022.

 

Über die Checkbox "nur Wertermittlung" kann der Inventurstart genutzt werden, um nur die Werte neu zu ermitteln. Dabei werden keine Sperren gesetzt und das Inventur- und Abgleichdatum im Lager wird nicht verändert.

Hierfür kann der Haken für die Vorbelegung der Inventurbestände entfernt werden. Ist dieser Haken gesetzt und es wird "nur Wertermittlung" ausgewählt, erscheint jetzt eine Warnung, dass immer noch Inventurbestände vorbelegt werden.

 

Bei gesetzter Checkbox "Wertermittlung" wird das BIS-Inventurdatum auf den 31.12.2099 gesetzt und der Parameter INVDATVOR ignoriert.

 

Checkbox "Lineare Abwertung ab Zugangsdatum über X Jahre, keine Abwertung für Y Jahre. Wurde ein Artikel schon lange nicht mehr eingekauft (Ladenhüter), so können Sie über das Häkchen eine Abwertung über eine bestimmte Anzahl Jahre vornehmen. Diese Jahreszahl sollte bei der Inventur im nächsten Jahr wieder genauso gewählt werden (Hardcopy anfertigen!). Wählen Sie hier 5 Jahre, so bedeutet dies, dass pro Jahr 20% abgewertet werden. (Parameter INVSTART3)

 

Button "Charakterzeichen-Selektion":

Hier können Charakterzeichen selektiert werden, damit nur für diese Artikel die Inventur gestartet wird und nicht generell für ALLE Artikel. Wenn Sie z.B. "HW;FERT" eingeben, wird der Start nur für Artikel mit Charakterzeichen Handelsware HW und Eigenfertigung FERT durchgeführt. Es erscheint eine Abfrage, ob bei diesen selektierten Artikeln im Artikelstamm das Sperrkennzeichen gesetzt werden soll, damit während dem Inventurvorgang keine Lagerbuchungen für diese Artikel erfolgen können. Beim Abgleich wird diese Sperre dann wieder aufgehoben. Als Sperrgrund wird INV (Inventur) eingetragen.

 

 

Wenn Sie nun die Inventureröffnung über den Button starten, erhalten Sie nochmals eine Sicherheitsabfrage, die Sie bitte bestätigen. Das Programm prüft nun den gesamten Artikelstamm nach  eingegebenen Prioritätenregel ab und ermittelt den Inventurpreis als Vorschlag pro Artikel und Lagercharge.

 

Besonderheiten:

Lagerbewegung manuell buchen:

Künftig können keine manuellen Lagerbewegungen durchgeführt werden, wenn der betroffene Lagerplatz sich in einer aktiven Inventur befindet und der Inventurabgleich noch nicht stattgefunden hat.

Künftig können keine manuellen Lagerbewegungen durchgeführt werden, wenn der betroffene Lagerplatz sich in einer aktiven Inventur befindet und der Inventurabgleich noch nicht stattgefunden hat. Der Satz muss komplett entfernt werden und dafür ein Folgesatz eingefügt werden.
 
Über den neuen Parameter INVZAEHL02 kann das Abfrage-Verhalten für die neue Checkbox "Artikel/Chargen der Zählliste für manuelle Lagerbuchungen sperren" gesteuert werden. Bei gesetzter Checkbox wird in der Lagertabelle der Wert "invaktiv" für alle Chargen gesetzt, die auf der Zählliste gedruckt wurden. Diese Chargen sind dann für manuelle Lagerbuchungen gesperrt, bis ein Abgleich stattfindet. Zu beachten ist, dass diese Checkbox nur relevant ist, wenn mit Zähllistennummern gearbeitet wird.

 

Links: Artikelstamm, Lager, Lagerbewegungen manuell buchen, Inventur-Abgleich, Inventur-Differenzliste, Inventurliste, Inventur-Erfassung, Inventur-Zähl-Liste, Inventur Parameter, Permanente Inventur

 

 

11/2022