Besonderheiten der Branche "Medizintechnik"

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Besonderheiten der Branche "Medizintechnik"

In der Medizintechnik-Branche gibt es einige Besonderheiten, wie z.B. Export-, Signier- und Dokumentationsvorschriften, auf die Majesty gezielt eingeht. Sie haben somit die Möglichkeit, Dinge wie Präferenzzeugnisse oder bestimmte Kennzeichen bzw. Nummern direkt über das Programm einzugeben oder standardmäßig zu hinterlegen.

 

I.  USA-Exporte

FDA-Nummer:  Diese Nummer ist eine Kennziffer der Firma für die USA-Behörden. Es gibt eine Kennziffer pro Firma, und da sich diese nicht ändert und nur für USA-Exporte verlangt wird, ist es am sinnvollsten, die Kennnummer in der Ländertabelle unter dem betreffenden Landkennzeichen im Memotextfeld für das Präferenzzeugnis zu hinterlegen. Sie erreichen die Ländertabelle über das Menü „Stamm - Ländertabelle" und geben dort das entsprechende Landkürzel ein.

MDL-Nummer:  Die MDL-Nummer (Medical Device List) ist die Kennziffer für eine Artikelgruppe wie z.B. Pinzetten oder Scheren und wird ebenfalls von den US-Behörden verlangt. Es gibt eine Kennziffer pro Artikelgruppe. Diese kann direkt im Artikelstamm auf Seite [2/3] in dem speziell dafür vorgesehenen Feld „Warencode/MDL" eingegeben werden.

HTS-Nummer:  Diese Zahl kennzeichnet die Artikelgruppe für den Zolltarif. Auch hier gibt es eine Nummer pro Artikelgruppe. Wird nur eine Artikelgruppe exportiert, ist es sinnvoll, die HTS-Nummer auch in der Ländertabelle zu hinterlegen. Werden mehrere Artikelgruppen exportiert, wird im Artikelstamm die Kennzahl direkt hinter der MDL-Nummer eingetragen.

Das Eingabefeld „Warencode/MDL" im Artikelstamm wird nur auf der Rechnung ausgedruckt, wenn USA als Länderkennzeichen eingegeben wird. Außerdem werden nur Rechnungsformulare mit diesen Daten bestückt, da sie nur hier benötigt werden. Sollten Sie diese Nummern auch bei anderen Ländern bzw. auf anderen Formularen benötigen, können die Reports entsprechend angepasst werden.

 

II. Ursprungszeugnis

Ein Ursprungszeugnis wird nur benötigt, wenn Deutschland das Produktionsland ist, also nicht für Handelsware, die außerhalb von Deutschland hergestellt wurde. Falls das Ursprungszeugnis nur für ein Land benötigt wird, ist es auch hier wiederum sinnvoll, dieses in der Ländertabelle unter dem betreffenden Landkennzeichen im Memotext für das Präferenzzeugnis zu hinterlegen (siehe FDA-Nr.). Es ist auch möglich, das Ursprungszeugnis in den Rechnungsformular-Endtext fest einzubauen. Diesen erreichen Sie über das Menü „Stamm - Texttabellen - Textbausteine". Geben Sie das Sprachkennzeichen ein und wählen Sie über <F12> den gewünschten Endtext an (z.B. RECHENDTEXT1). Nach dem Speichern mit <F2> erscheint dieser Text mit dem Ursprungszeugnis auf jeder Rechnung, die Sie in der entsprechenden Sprache schreiben.

 

III. Referenznummern

Falls Sie für die Bearbeitung Ihrer Angebote/Aufträge/Lieferscheine/Rechnungen Referenznummern benötigen, sollten Sie zunächst Ihre Mitbewerber, von denen Sie die Referenznummern brauchen, am besten als Interessenten im Kundenstamm anlegen (Feld „Bst" Eingabe „INT" im Kundenstamm). Sie müssen nun auch unterscheiden, ob die Referenznummern in den Formularen gedruckt werden sollen oder nicht. Dafür gibt es ein Ankreuzfeld in der Positions-Erfassungsmaske, wo Sie die Entscheidung pro Position treffen. Die zweite Möglichkeit ist, für einen Kunden immer die Referenznummern ausdrucken zu lassen, indem Sie  beim entsprechenden Kunden das Kreuz im Feld „Fremd-Nrn. drucken" setzen (Seite [3/3] im Kundenstamm). Vorsicht ist allerdings geboten, wenn das Kreuz gesetzt ist, da dann z.B. auch eine Mitbewerber-Nummer ausgedruckt wird, wenn ein Auftrag über eine Drittnummer erfasst wird.

Nun haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Referenznummern anzulegen:

Artikel-Schnellerfassung:  Sie können schon direkt beim Erfassen der Stammdaten in der Artikel-Schnellerfassung Kunden-Artikel-Referenzen und Lieferanten-Artikel-Referenzen eingeben.

Kunden-Artikel-Referenzdatei:  Über den Kunden- sowie den Artikelstamm erreichen Sie über das Menü „Extras" die „Kunden-Artikel-Referenzdatei". Hier können Sie entweder kundenspezifische Preise und/oder Referenznummern pro Artikel und Kunde hinterlegen. Es besteht die Möglichkeit, eine Liste mit sämtlichen Artikelreferenzen zu einem speziellen Kunden inkl. der Kundenpreise ausdrucken zu lassen.

Lieferantenreferenzen:  Lieferantenreferenzen werden im Artikelstamm unter Menü „Extras - Lieferantenzuordnung" hinterlegt.  Hier werden Lieferanten-Bestellnummern hinterlegt. Dies erlaubt Ihnen, bei einer Bestellung z.B. die Bestellnummer des Lieferanten einzugeben, diese wird dann in die eigene Katalognummer umgerechnet.

Referenznummernliste:  Die Referenznummernliste ist eine Artikelnummern-Vergleichsliste. Sie erreichen diese Maske über das Menü „Stamm - Artikel - Referenznummernliste". Hier haben Sie die Möglichkeit, tabellarisch die Referenzen zu jedem Artikel nachzutragen. In der Referenznummernliste ist es allerdings nicht möglich, Preise zu hinterlegen. Diese müssen ggf. in der Kunden-Artikel-Referenzdatei eingegeben werden.

Wenn Sie im Artikelstamm die automatische Referenznummern-Umrechnung verhindern wollen (z.B. wenn sich eine eigene Artikel-Nr. mit einer Referenznummer überschneidet), müssen Sie den Haken im Artikelstamm unter dem Menüpunkt „Extras" - „Referenznummern Umrechnung aktiv" manuell entfernen.

 

IV. Ätz- und Signiervorschriften

Wenn für bestimmte Kunden eine immer gleichlautende Ätzvorschrift hinterlegt werden soll, können Sie diese über den Kundenstamm Seite [3/3] im Feld „Ätzvorschrift" eingeben. Kunden-Artikelspezifische Signiervorschriften hinterlegen Sie direkt in der Referenzdatei auf Seite [1/3]. Für diverse Standard-Ätzvorschriften ist eine Tabelle vorhanden, in der Sie die verschieden Varianten hinterlegen können. Die Eingabemaske für diese Tabelle erreichen Sie über das Menü „Stamm -  Texttabellen - Signiervorschriften". Sie können Signiervorschriften auch direkt in der Positions-Erfassungsmaske eingeben. Dies ist sinnvoll, wenn Instrumente eines Auftrags z.B. unterschiedliche Ätzungen bekommen. Die Signiereintragung in der Positions-Erfassungsmaske hat somit auch höhere Priorität als diese im Kundenstamm. Das Programm prüft zunächst ab, ob in der Kunden-Artikel-Referenzdatei Daten hinterlegt sind. Ist das der Fall, wird das Feld für die Signiervorschrift in der Positions-Erfassungsmaske vorbelegt. Ausgedruckt wird die Ätzvorschrift standardmäßig nur auf Packlisten und Artikeletiketten.

 

V. Kunden-Artikel-spezifische Verpackungsvorschriften

Wenn für einen Kunden immer bestimmte Verpackungsvorschriften oder -beschriftungen gelten, können Sie dies im Artikeltext der Kunden-Artikel-Referenzdatei vermerken. Diese Verpackungsvorschriften werden dann auch auf Formularen ausgedruckt. Möchten Sie lieber interne Bemerkungen z.B. für den Versand, so hinterlegen Sie die Verpackungsvorschriften im Bemerkungsfeld der Kunden-Artikel-Referenzdatei, dessen Inhalt auf externen Formularen nicht ausgedruckt wird. Möglich wäre in diesem Fall, dass diese Vorschriften z. B. auf der Packliste erscheinen.

 

 

Links: Signier-/Stempelungs-/Ätzvorschriften-Tabelle, Textbausteine für die Produkt-Dokumentation, Chargennachweis-Texte, Artikelstamm, Kundenstamm, Artikelstamm-Schnellerfassung, Kunden-Artikel-Referenzdatei, Frachtkostenberechnung, Verpackungs- und Versandkostenabwicklung, Referenzliste / Artikelnummernvergleichsliste, Länder-Tabelle,